Gottes Wirken im Alltag
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00:00:00: Herr, danke, dass Philipp jetzt predigen darf.
00:00:03: Danke, dass er dein Wort verkünden darf und ich bitte dich, dass du ihm wirklich einfach die Wort schenkst, dass du Heilige Geist tief durch ihn sprichst, dass du ihm Neues offenbarst, dass er einfach wirklich auf eine Ohren hat für das, was du jetzt an uns weitergeben möchtest, dass du ihm einfach eine Ruhe und Gelassenheit schenkst und einfach wirklich auf eine Hörn für dein klares Reden und eine Freude daran, dein Wort zu verkünden.
00:00:27: Als Jugendleiter hat man das Privileg, dass man sich seinen Medienkonsum immer schön, schön reden kann.
00:00:34: Nach dem Motto, dass ich halt um irgendwie zu wissen, was gerade so in der Welt der Jugendlichen abgeht, auf verschiedenen Social Media Plattformen unterwegs bin und da gibt es ja so verschiedene Leute, die immer so Videos produzieren.
00:00:51: und von einem möchte ich euch heute erzählen.
00:00:54: Es gibt so ein Kanal, der heißt The Holy Note, also das Heilige Nein.
00:01:00: Und die Videos sind alle gleich gestrickt und sehen alle gleich aus.
00:01:04: Es beginnt immer damit, dass der Produzent dieser Videos sich seine Bibel schnappt, in den Gottesdienst gehen möchte und dann macht er die Tür auf und dann gibt's so einen Cut und dann sieht man irgendein prediger oder irgendein christliches Video, dass die absurdesten Irrelehren und Blasphemien verbreitet und dann haut er seine Tür zu und sagt NOPE.
00:01:25: Und das ist das Video.
00:01:27: Und Sie sind alles aufgebaut.
00:01:28: Und von einer so absurden Irrelehre möchte ich euch heute erzählen.
00:01:32: Nicht weil ich die Selbstpredige, keine Sorge, aber weil die so ein bisschen mit dem zu tun hat, worum es heute geht.
00:01:40: Und zwar erzählt der Prediger, dass Jesus Neunzig Prozent, also den Großteil seines Lebens, dreißig Jahre lang am Willen des Vaters vorbeigelebt hat und nicht seine Berufung gelebt hat, weil er ja nur Bauhandwerker war und nicht Prediger.
00:02:02: So, die ersten dreißig Jahre.
00:02:05: Und ich glaube, also abgesehen davon, dass es natürlich falsch ist, ich glaube, wie man auf solche Gedanken kommt, liegt an einem falschen Verständnis von Berufung.
00:02:20: Und ich glaube vor allem junge Leute haben oft so ein Konzept von Berufung nach dem Motto, ja ich gehe jetzt in die Schule und oder Studium oder wenn man älter ist zur Arbeit.
00:02:30: und man wartet irgendwie, dass Gott einem die Berufung schenkt, und dann kann man so richtig loslegen.
00:02:35: Ja, gerade wenn man für Jesus brennt, sagt man so, boah, ja, ich bin so breit, Jesus, ich geh für Dich überall hin, ja, zeig mir, was ich machen soll, dann geht man zur Schule, und dann wird man immer älter, und Jesus hat sich immer noch nicht gezeigt, und dann wartet man halt.
00:02:48: Und da kann ich verstehen, wenn man so ein Bild von Berufung hat, dass man dann irgendwie auf den Gedanken kommen kann, dass dreißig Jahre Bauhandwerker sein ist halt nicht das wahre.
00:03:01: und erst mit dreißig jahr bei jesus fing dann sein dienst an und ich glaube das stimmt halt nicht.
00:03:11: ich glaube dass das nicht das ist was berufung ist.
00:03:19: ich glaube das wonach sich ganz viele junge christen sehnen die für jesus brennen gibt es eigentlich nicht zumindest nicht oft.
00:03:28: zum beispiel so ein Paulus Moment.
00:03:30: Ja, es ist ja dieses Jahr Solar-Thema.
00:03:33: Paulus ist auf dem Weg nach Damaskus, um Christen zu verfolgen.
00:03:37: Bam!
00:03:37: Ganz helles Licht.
00:03:39: Dann ist er auf dem Weg nach Damaskus, um Christen zu machen.
00:03:42: Ja, oder Mose chillst du als Scharfhürte in irgendeiner Wüste und dann bam!
00:03:48: Ja, so ein brennender Dornbush und erst berufen, befreier das Volkes Israel zu werden.
00:03:54: Jesaja wird einfach mal in den Himmel entrückt, um im himmlischen Tonsaal von Gott persönlich seine Berufung zu bekommen und so weiter.
00:04:02: Und ihr kennt wahrscheinlich noch andere Geschichten, entweder aus der Bibel oder so aus der jüngeren Kirchengeschichte, wo Menschen wirklich so eine außergewöhnliche Berufung auf eine außergewöhnliche Art und Weise von Gott bekommen haben.
00:04:21: Und wahrscheinlich denkt der ein oder andere, boah, das möchte ich auch haben, ja, so eine ganz klare Berufung.
00:04:28: Ja, ich möchte, dass Gott mir zeigt, wo mein Platz in seiner Geschichte ist.
00:04:34: Aber das Problem ist, diese außergewöhnlichen Berufungen auf eine außergewöhnliche, spektakuläre, übernatürliche Art und Weise sind immer die Ausnahmen.
00:04:44: Ja, es passiert, aber nicht bei jedem, eher selten.
00:04:51: Paulus hatte so einen krassen Moment.
00:04:54: Aber all die anderen Christen der zweiten Generation, seine Mitarbeiter, Barnabas, Timotius, Lukas, Silas und so weiter, da lesen wir nicht von solchen krassen, übernatürlichen Berufungsmomenten.
00:05:08: Und trotzdem haben sie Gemeinde gebaut und trotzdem haben sie großartige Dinge mit Gott erlebt.
00:05:16: Warum?
00:05:16: Weil sie nicht auf ihre Berufung gewartet haben, sondern sie haben ihre Berufung gelebt.
00:05:24: Also was ist unsere Berufung?
00:05:28: Paulus würde es so formulieren, in erster Gründer, sieben fest zwanzig.
00:05:32: Jeder bleibt in dem Stand, in dem er berufen worden ist.
00:05:40: Jeder bleibt in dem Stand, in dem er berufen worden ist.
00:05:43: Was das bedeutet ist eigentlich nichts anderes als deine Berufung.
00:05:47: ist dein Leben.
00:05:49: Bist du gerade Schüler, ist deine Berufung Schüler zu sein.
00:05:53: Bist du gerade Single, ist es deine Berufung Single zu sein?
00:05:57: Bist du gerade Rentner, ist es deine Berufung Rentner zu sein?
00:06:00: Bist du gerade irgendwas und irgendwo ist irgendwas und irgendwo deine Berufung?
00:06:08: Bist du gerade Hürte, Vimosa, ist es deine Berufung Hürte zu sein?
00:06:14: Bist du gerade Bauhandwerker wie Jesus, ist es deine Berufung Bauhandwerker zu sein?
00:06:19: Naja... bis es eben nicht mehr deine Berufung ist.
00:06:24: Das Kapitel sieben des ersten Korinther Briefs geht noch weiter.
00:06:27: Paulus macht klar, es ist zwar jetzt in diesem Moment unsere Berufung da, wo wir gerade sind, aber das muss nicht so bleiben.
00:06:35: Den Sklaven schreibt er zum Beispiel, wenn du Sklave bist, ist es deine Berufung, Sklave zu sein.
00:06:43: Aber wenn du die Möglichkeit hast, dich frei zu kaufen, dann mach es.
00:06:48: Den Singel schreibt er, wenn du Single bist, ist es deine Berufung Single zu sein.
00:06:52: Aber wenn du unbedingt heiraten musst und die Möglichkeit dazu hast, dann macht das halt.
00:06:59: Seine Lebenssituation zu ändern ist natürlich nicht prinzipiell Sünder.
00:07:05: Und ich glaube, so ein Änderungsprozess beginnt auf zwei verschiedene Art und Weisen.
00:07:11: Das eine ist das Übernatürliche, das hatten wir schon.
00:07:15: Und das andere ist das Natürliche.
00:07:19: eine Kombination aus Leidenschaft, die Gott einem ins Herz gelegt hat und mutig den nächsten logischen Schritt zu gehen.
00:07:27: Wie beim Sklaven.
00:07:28: Natürlich hat eine Leidenschaft, kein Sklave mehr zu sein.
00:07:32: Und wenn er die Gelegenheit hat, sich frei zu kaufen, dann ist das halt der nächste logische Schritt.
00:07:38: Oder wie bei Abraham.
00:07:39: Abraham wohnt in Ur und zieht nach Westen Und irgendwie hat ihm Gott schon diese Leidenschaft ins Herz gelegt, dass er nach Westen ziehen möchte.
00:07:50: Und erst, als er auf halber Strecke in Haran sesshaft wird, erst da spricht Gott zu ihm, dass er Haran verlassen soll, um in ein gelobtes Verheißnis Land zu ziehen.
00:08:05: Gott legt uns Leidenschaften für unsere Berufungen ins Herz.
00:08:12: Und wahrscheinlich war das bei Barnabas genauso.
00:08:16: normal.
00:08:18: Der hat halt einfach so sein Ding gemacht.
00:08:20: und da hat sich plötzlich Paulus bekehrt, der große Christenverfolger und alle anderen Christen hatten Angst und Barnabas nicht.
00:08:29: Und was macht er?
00:08:31: Er wartet nicht auf ein helles Licht vor den Statttoren von Jerusalem, dass ihm sagt, er soll sich um Paulus kümmern.
00:08:38: Nein, er denkt, hey, der ist ein frisch bekehrter.
00:08:41: Ich muss mich um den kümmern.
00:08:43: Mir egal, ob der früher Christen verfolgt hat.
00:08:46: Der braucht Mentoring, der braucht Jüngerschaft und er geht den nächsten logischen Schritt und nimmt sich Paulus an.
00:08:54: Und dann ist er erst sein Mentor und später wird er zu seinen Mitarbeiter und macht halt bei dem mit, was Paulus macht.
00:09:04: Unsere Berufung ist es dort, wo wir sind, Jesu Leben durch uns durchscheinen zu lassen.
00:09:12: Egal, ob wir Hürte sind oder Schüler sind oder Barnabas in Jerusalem, der sich um Paulus kümmert.
00:09:24: Und wenn Gott dich an einem anderen Ort haben möchte, als du jetzt gerade bist, dann führt er dich schon dorthin.
00:09:33: Er baut seine Gemeinde.
00:09:35: Es ist sein Reich.
00:09:37: Er macht sich doch Gedanken über sein Herzensprojekt.
00:09:43: Und deswegen wird er dich schon so wie Abraham an einen Ort führen, wenn der Ort, wo du bist, nicht der Ort ist, wo du sein solltest.
00:09:53: Ich glaube, viele junge Leute, das habe ich früher auch gemacht, stellen sich immer diese große Frage auf.
00:09:57: Was ist denn Gottes Plan für mein Leben?
00:10:00: Ja, Gott, wo willst du mich haben?
00:10:02: Für mich doch bitte dahin und dann warten Sie und dann warten Sie und dann warten Sie.
00:10:06: Und Gott spricht nicht, weil sie ja schon längst an dem Ort sind, an dem Gott sie hingeführt hat.
00:10:15: Und weil für die Allermeisten das dort, wo wir gerade sind, relativ normal ist, ist das Leben für die Allermeisten von uns relativ normal.
00:10:28: Nicht jeder von uns ist ein Paulos, der von Stadt zu Stadt zieht, um Gemeinde zu gründen.
00:10:34: Nicht jeder von uns geht wie Hannah nach Afrika, um Missionar zu sein.
00:10:39: Aber wir sind alle irgendwie hier.
00:10:43: Mir ist vorn aufgefallen, ich wohne aktuell gerade in meinem Kinderzimmer.
00:10:49: wieder.
00:10:53: Und und ich bin halt hier, ich bin in dem Stand, in dem ich berufen worden bin, ja?
00:10:59: Ich bin Schwandner.
00:11:01: Und da muss ich nicht warten, dass Gott mir einen Licht schenkt oder ein brennenden Dornbush, sondern ich lebe meine Berufung oder ich versuche es, Licht zu sein an dem Ort, wo ich bin.
00:11:14: Irgendwie normal, normales Leben.
00:11:17: Und unter dem Strich war Jesu Leben ja auch größtenteils normal.
00:11:22: Und nicht nur die dreißig Jahre als Bauhandwerker, sondern auch sein Leben als Wanderprediger.
00:11:29: Ja, ein bisschen Special war das schon, das hat nicht jeder gemacht, aber halt genug.
00:11:36: dass es auch nichts außer außergewöhnliches war.
00:11:39: Es gab viele Rabbis zurzeit Jesu.
00:11:42: Er hat sein Leben bestand aus Wandern und Predigen und bisschen mehr Wandern und bisschen mehr Predigen und Jünger holen und Jünger aussenden und repeat.
00:11:53: Alles nochmal von vorne.
00:11:54: Tag für Tag.
00:11:57: Der Berg der Verklärung, wo Jesus mit drei seiner besten Freunde auf den Berg geht und umgewandelt wird und sich seinen jüngeren Offenbart als lebendiger Gott, der Berg der Verklärung war nicht Alltag für Jesus.
00:12:12: Alltag für Jesus waren halt Wandern und Predigen, seinen ganz normalen Job machen.
00:12:20: Das Markus Evangelium, das kürzeste Evangelium, besteht aus sechzehn Kapiteln.
00:12:25: Und wenn man über drei Jahre eines Lebens nur sechzehn Kapitel schreibt, dann ist das eigentlich nicht viel.
00:12:35: Er hat dieser übernatürliche, heilsnotwendige Teil von Jesu Dienst auf Erden, der in den Evangelien niedergeschrieben ist.
00:12:44: Der war eingebettet in jede Menge Alltag und Normalität.
00:12:51: Und es war so ein bisschen das Thema, was sich durch diese Scheinwoche gezogen hat.
00:12:55: Dass unser Leben normalbruder ist.
00:13:00: Aber, dass wir im normalen, im gewöhnlichen Leben einem außergewöhnlichen Herrn folgen.
00:13:08: Das Thema möchte ich heute vertiefen.
00:13:11: Was für Jesus gilt, dass sein Leben aus ganz viel gewöhnlichen Normalität und Alltag bestand.
00:13:18: Das gilt vor allen Dingen für seine Jünger.
00:13:20: Deren Leben war noch normaler als Jesu Leben, weil sie halt nicht verwandelt worden sind auf dem Berg der Verklärung.
00:13:27: Sie haben das nur gesehen.
00:13:28: Teilweise.
00:13:30: Und trotzdem war ihr Leben erfüllt mit dem außergewöhnlichen wirken Jesu.
00:13:39: Und wenn wir in unserem gewöhnlichen Leben einem außergewöhnlichen Jesus folgen, werden wir auch außergewöhnliche Dinge erleben.
00:13:53: Ja, aber wodurch dringt die Außergewöhnlichkeit Jesu eigentlich unseren Alltag?
00:13:57: Na ja, wie wäre es denn in der Außergewöhnlichkeit des Gewöhnlichen?
00:14:06: Wer nicht gerade Naturwissenschaftlich interessiert ist oder sowas studiert hat, hat vermutlich noch nie über Folgendes nachgedacht.
00:14:16: Vielleicht kennt ihr das noch aus der Schule, es gibt so Naturkonstanten und Naturgesetze und sowas.
00:14:21: Ganz berühmt eh gleich MC Quadrat.
00:14:25: So, dieser Satz von Albert Einstein ist immer das, was Physikprofessoren auf ihre Krawatte schreiben.
00:14:33: Es gibt eine Reihe von Naturgesetzen und Naturkonstanten, die unser Universum zusammenhalten.
00:14:40: Aber wenn dieses C in diesem E gleich MC².
00:14:44: Wenn dieses C irgendwie anders wäre, würde das ganze Universum aus den Fugen geraten und jegliches Leben würde aufhören zu existieren.
00:14:53: Und es gibt tatsächlich keinen Grund dafür, dass das C konstant ist.
00:15:00: Außer, dass es halt eine Konstante ist.
00:15:02: Aber ihr seht, es ist ein Zirkelschluss.
00:15:04: Also, Konstanten sind definiert, weil sie sich nie ändern.
00:15:07: Aber es gibt keinen Grund dafür, dass sie sich nie ändern, außer Kolosser eins für siebzehn.
00:15:14: Alles besteht durch ihn.
00:15:18: Jesus sorgt jede Planksekunde dieses Universums dafür, dass das Universum bestehen bleibt.
00:15:25: Er hält alles zusammen.
00:15:27: Er sorgt dafür, dass dieses Universum nicht im Chaos versinkt.
00:15:32: Warum?
00:15:34: Weil dieses Universum der Wohnort seiner Braut ist.
00:15:38: Weil er uns liebt.
00:15:39: Jesus erhält uns.
00:15:42: Und wenn wir darüber nachdenken, die Existenz des Universums relativ gewöhnlich, aber irgendwie auch außergewöhnlich, dass das Jesus für uns tut.
00:15:56: Oder wie wäre es denn mit Gottes Versorgung?
00:15:59: Ja, die Tatsache, dass wir jeden Tag Essen auf dem Tisch haben, trinken und ein warmes Bett ist Teil von Gottes außergewöhnlichen Wesen.
00:16:08: Jesus sagt, dass es, dass Gott es regnen lässt über gerechte und ungerechte.
00:16:14: Stelle ich mal vor, nur christliche Bauern würden Regen bekommen, dann würden wir wahrscheinlich alle verhungern, außer ihr Pflanzstärkern selber an, passiert auf dem Dorf.
00:16:24: Aber zumindest wenn in der Stadt wohnt, ja, also es gibt wahrscheinlich nicht genügend christliche Bauern in Deutschland, um dieses Land zu ernähren.
00:16:34: Aber weil Gott ein außergewöhnlich gnädiger Gott ist, lässt er es in seiner Gnade regnen über Rechte und Ungerechte.
00:16:46: Und weil Gott außergewöhnlich gnädig ist, haben wir nach dem Gottesdienst Kaffee und Kuchen.
00:16:52: Und was für unsere leibliche Versorgung gilt, gilt auch für unsere geistliche Versorgung.
00:17:01: Wahrscheinlich gibt es den ein oder anderen in diesem Raum hier der mindestens mehrmals in der Woche Bibel liest.
00:17:08: Und ich hoffe, es sind die meisten.
00:17:10: Und alle, die regelmäßig Bibel lesen, wissen, dass Bibelesen nicht immer cool ist.
00:17:18: Meistens ist es relativ gewöhnlich.
00:17:22: Ja klar, gibt es die Momente, wo man total begeistert sich in Gottes Wort vertieft und über Themen nachforscht und nachsinnend und Gott spricht zu einem und man erlebt Trost und Ermutigung und Gottes konkretes persönliches Reden in seinem Wort.
00:17:39: Aber den allermeisten Tagen ist Bibelesen halt normal Bruder, bestenfalls.
00:17:48: Ja, wenn man zum zwölfmal die Geschichte von David und Goliath liest, ja, kennt man halt schon irgendwie.
00:17:54: Wenn man guten Tag ist, versucht man sich noch eine Anwendung rauszuziehen nach dem Motto, ja, ich möchte heute auch mutig sein und meine Riesen angehen wie David und auf Gott vertrauen.
00:18:05: Ja, wenn man zum ersten Mal vielleicht Nummeri liest, das ist das Ganze noch weniger spannend.
00:18:10: Christliche Alltag halt, man liest seine Bibel.
00:18:14: Aber so wirklich außergewöhnlich fühlt es sich nicht an.
00:18:22: Ich glaube, geistliche Nahrung verhält sich so wie natürliche Nahrung.
00:18:28: An wie viele Essen aus dem Jahr, zwei Tausend, vierundzwanzig könnt ihr euch noch erinnern.
00:18:35: Vielleicht so an fünf bis zehn.
00:18:38: Ja, also am Geburtstag, an meinem Geburtstag hat meine Tante lang gosh gemacht.
00:18:42: Das war cool, da waren meine Ungern.
00:18:44: Dann Weihnachten gab es was Leckeres.
00:18:46: Ja, zwei, drei Mal war ich im Restaurant, kann ich mich auch noch daran erinnern.
00:18:50: Paar Mal gab es in der Jugend was richtig Leckeres, kann ich mich auch noch daran erinnern.
00:18:54: Ich komme vielleicht auf zehn Mahlzeiten an die ich mich explizit erinnern kann.
00:18:59: Zehn Mahlzeiten von, wenn man so Zwischersnacks einrechnet, tausendfünfhundert.
00:19:07: Ich kann mich an nicht einmal, an ein Prozent daran erinnern, was ich gegessen habe.
00:19:15: Aber ohne diese neuneinzig Prozent wäre ich Verhungert, ja.
00:19:19: Man überlebt ja nicht nur von Restaurants, Besuchen und Geburtstagsessen, außer man hat so viele Freunde, dass man jeden Tag auf den Geburtstag eingeladen ist.
00:19:27: Und geistliche Nahrung ist genauso.
00:19:31: Diese tiefen Momente mit der Bibel, aus der man noch wochenlang später Kraft bekommt, die sind so diese ein Prozent.
00:19:41: Die sind wichtig und die sind cool und die machen Spaß, aber ohne die neunundneunzig Prozent verhungern wir geistlich.
00:19:49: Ja, unsere normale stille Zeit mit Gott, unser normales Bibel lesen, ist außergewöhnlich, weil Gott zu uns spricht, auch wenn es sich nicht so anfühlt, weil unsere Seele Kraft bekommt aus der Verbindung zu Gott.
00:20:13: Nicht das außergewöhnliche Heldens am Leben, sondern das außergewöhnliche in der Normalität.
00:20:20: Der junge Johannes hatte auch keine Beziehung mit Jesus, weil er auf dem Berg der Verklärung war und gesehen hat, wie Jesus verwandelt wird.
00:20:30: Sondern er hatte eine Beziehung zu Jesus, weil er halt mit ihm wandern war und predigen und noch ein bisschen wandern und noch ein bisschen zuhören.
00:20:39: Und diese normale, alltägliche Beziehung wird zur Quelle seiner Identität.
00:20:47: Er schreibt von sich selbst der Jünger, den Jesus liebte.
00:20:52: Also nicht der Jünger, der Jesus liebte, sondern der Jünger, den Jesus liebte.
00:20:59: In seinem Alltag, im gewöhnlichen Leben, hat Johannes eine so tiefe Beziehung aufgebaut mit seinem Herrn, dass diese Beziehung wichtiger für ihn geworden ist, als der Name, den seine Eltern ihm gegeben haben.
00:21:17: Und genauso wie Johannes, im Alltag mit Jesus wirklich Außergewöhnliches erlebt hat.
00:21:24: Er hatte nicht nur das Gewöhnliche erlebt, sondern auch Wunder und so weiter.
00:21:32: Genauso können wir auch im Alltag das Außergewöhnliche mit Jesus erleben.
00:21:42: Und wir lesen in Johannes XIV, Vers.
00:21:44: XII.
00:21:46: Da sagt Jesus, wer mich glaubt, wird die Werke auch tun, die ich tue.
00:21:51: und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.
00:21:56: Ja, und das ist wirklich außergewöhnlich.
00:22:00: Nicht so geschummelt außergewöhnlich nach dem Motto, ja, ja, dass wir Essen haben.
00:22:03: Das ist wirklich außergewöhnlich.
00:22:05: Das ist wirklich, wirklich außergewöhnlich.
00:22:08: Jesus sagt, wir werden die Werke tun, die er tut und auch größere Werke tun.
00:22:15: Menschen werden zum Glauben kommen.
00:22:17: Kranke.
00:22:18: werden, geheilt werden.
00:22:19: Dämonen werden ausgetrieben werden und Tote werden erweckt werden.
00:22:23: Das sind die Werke, die Jesus getan hat.
00:22:25: Und wir werden noch größere tun, weil ein außergewöhnlicher Gott in unserem Herzen wohnt.
00:22:34: Warum?
00:22:35: Weil ich zum Vater gehe.
00:22:37: Ein bisschen kryptisch, aber wer sich am Johannes Evangelium auskennt, der weiß, was Jesus beim Vater macht.
00:22:46: Er geht zum Vater um uns den heiligen Geist zu senden.
00:22:51: Und was macht der heilige Geist?
00:22:54: Na ja, wir lesen in der Postelgeschichte eins vers acht.
00:22:57: Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist auf euch gekommen ist und ihr werdet meine Zeugen sein, sowohl in Jerusalem als auch in ganz Judea und Samaria und bis an das Ende der Erde.
00:23:09: Ende der Erde sind wir aus der Perspektive von Jesus.
00:23:14: Ja, wir sind hier berufen, um dort zu sein, wo wir sind, um einen außergewöhnlichen Jesus aus unserem Leben schein zu lassen.
00:23:26: Und dieser außergewöhnliche Jesus möchte die im gewöhnlichen begegnen, aber möchte auch außergewöhnliche Dinge tun.
00:23:34: Gottes außergewöhnliche Verheißungen der Kraft des Heiligen Geistes, größere Werke zu tun als Jesus, ist eins zu eins mit unserer Berufung verknüpft, Zeuge zu sein.
00:23:50: Und man könnte auch sagen, unsere Berufung ist es, du bist Zeuge, egal wo du bist.
00:23:55: Und wenn wir diese Berufung leben, dann wird der Heilige Geist in uns Kraft bewirken, Zeuge zu sein.
00:24:08: Und dann werden wir größere Werke tun, als Jesus sie als Mensch auf diese Erde getan hat.
00:24:16: In Apostelgeschichte vier zum Beispiel.
00:24:19: kommen Petrus und Johannes vor den Hohen Rat und werden ans Kreuzwahrhör genommen.
00:24:23: Ja, was predigt ihr da und warum konntet ihr diese Personen heilen?
00:24:26: und so weiter?
00:24:28: Viele tausend Menschen hatten sich vor Kurzem bekehrt, Verfolgung nimmt zu und die Gemeinde fängt einmütig an zu beten.
00:24:36: Und sie beten nicht, oh Gott, segne doch bitte die Orga unseres Gemeinde Sommerfestes.
00:24:44: Ja oder, oh Gott, ich möchte dich heute im Lobpreis spüren und noch nicht mal Bitte Schenk, dass wir nicht verfolgt werden.
00:24:51: Was Sie beten, möchte ich euch einmal vorlesen.
00:24:54: Aus Apostelgeschichte, Vier, Abferst, Vierundzwanzig.
00:25:03: Sie aber, als Sie es hörten, erhoben einmütig ihre Stimme zu Gott und sprachen.
00:25:09: Herrscher, du, der du den Himmel und die Erde und das Meer gemacht hast und alles, was in Ihnen ist, der du durch den Heiligen Geist, durch den Mund unseres Vaters, deines Knechtes David gesagt hast, warum tobten die Nationen und sannen eidlst die Völker?
00:25:23: Die Könige der Erde standen auf und die Fürsten versammelten sich gegen den Herrn und seinen Gesalten.
00:25:29: Denn in dieser Stadt versammelten sich in Wahrheit gegen deinen heiligen Knecht Jesus, den du gesalbt hast.
00:25:35: Sowohl Herodes als auch Pontius Pilatus, Medinationen und den Völkern Israels.
00:25:39: Alles zu tun, was deine Hand und dein Ratlos vorherbestimmt hat.
00:25:43: Das es geschehen sollte.
00:25:45: Und nun her sie an ihre Drohungen.
00:25:47: Und jetzt kommt's.
00:25:49: Und nun her sie ihre Drohungen.
00:25:51: Und gib deinen Knechten, dein Wort mit aller Freimütigkeit zu reden, in den du deine Hauten handausstreckst zur Heilung.
00:25:59: Das Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesus.
00:26:04: Die Gemeinde wird verfolgt und sie beten, dass sie das Wort Gottes mit Freimütigkeit reden.
00:26:12: und das Zeichen und Wunder geschehen.
00:26:15: Und was passiert?
00:26:17: Naja, genau das.
00:26:19: Die Apostel reden in Freimütigkeit und es passieren massenhaft Zeichen und Wunder.
00:26:25: Und ich finde es cool, wenn in unserer Gemeinde massenhaft Zeichen und Wunder geschehen würden, wenn wir das erleben würden.
00:26:32: Wenn nichtgläubige Menschen zu uns in die Gemeinde kommen, damit an einem Sommertag der Schatten der Älteste auf sie fällt und sie geheilt werden.
00:26:43: Was damals passiert ist, ich finde das cool.
00:26:48: Aber ich weiß, dass das nicht in dem Umfang passieren wird, wenn wir nicht freimütig von Jesus erzählen.
00:26:56: Freimütig heißt ohne Menschenvorscht.
00:26:59: Also, dass wir einfach von Jesus erzählen und ihn bezeugen, ohne Angst zu haben, was andere denken, Zeugen sein, einfach erzählen von dem, was Jesus getan hat.
00:27:15: Die Sache ist, Heilungswunder sind nicht primär für uns Christen, Damit wir ein Leben mit etwas weniger Leid haben.
00:27:23: Leidlosigkeit ist nicht ein Ziel Gottes für dein Leben.
00:27:28: Gott als liebender Vater schenkt uns natürlich auch manchmal Heilung, wenn wir dafür beten.
00:27:34: Aber Wunder sind vor allen Dingen für Nichtgläubige als Zeichen, dass Jesus der auferstandene wahre Gott ist.
00:27:43: Und hier braucht es natürlich auch Freimütigkeit.
00:27:47: Weil es Mut kostet, für jemanden um Heilung zu beten, sagt der Arbeitskollege vielleicht, dass er heute voll Migräne hat, dass der nächste Woche eine Operation hat, dass seine Mutter krank ist, was auch immer.
00:28:01: Es kostet Mut, zu sagen, wenn ich Kopfschmerzen hab, dann bete ich immer.
00:28:08: Kann ich auch für dich beten?
00:28:10: Aber wo Glaube ist, ist Gebet.
00:28:13: Wenn du glaubst, dass Gott heilen kann, und das Gott auch oft heilen möchte, dann wirst du beten.
00:28:24: Wenn wir die Wunder tun wollen, die Jesus tut, dann hat das für mich so ein bisschen diese VVOD-Vibes.
00:28:31: Kennt ihr diese VVOD-Amender?
00:28:33: What would Jesus do?
00:28:35: Alles klar, ja, Jesus halte alles möglichen Leute, ja, hier predigen, da predigen, da heilen.
00:28:42: Das Problem ist, wir wissen aber gar nicht so genau, was Jesus tun würde.
00:28:46: Wenn ich mir so als Motto setze, okay, ich möchte das tun heute, was Jesus tun würde, dann weiß ich das gar nicht unbedingt.
00:28:54: Da gab es zum Beispiel diese Halle am Teich Bethesda voller kranker Leute.
00:29:01: Und Jesus geht rein und heilt eine Person.
00:29:04: Ja, wenn ich jetzt sage, okay, ich möchte Jesus Werke tun und dann gehe ich in diese Halle und da sind lauter kranke Leute, woher soll ich denn wissen, wen Jesus jetzt heilen möchte.
00:29:15: Und deswegen ... brauchen wir nicht eine übernatürliche, außergewöhnliche Kraft, die Gott in uns wirkt, um außergewöhnliche Dinge zu tun, sondern wir brauchen auch die übernatürliche Führung.
00:29:29: Wir brauchen die übernatürliche Führung des Heiligen Geistes.
00:29:34: Das kann sich natürlich übernatürlich anführen, aber ganz oft ist die übernatürliche Führung irgendwie auch ganz normal, Bruder.
00:29:44: Er führt durch Umstände.
00:29:46: Menschen hier uns irgendwie ansprechen und sowas sagen und plötzlich merken wir, boah krass, das ist geführt.
00:29:54: In der Kobos vier für siebzehn lesen wir, wer nun weiß, Gutes zu tun und es nicht tut, den ist es eine Sünde.
00:30:02: Und ich glaube, dieser Vers kann ungemeinen Druck ausüben, weil es überall gute Dinge zu tun gibt.
00:30:11: Es ist zum Beispiel etwas Gutes, nach dem Gottesdienst auf eine Person zuzugehen und sie zu loben.
00:30:17: Aber wir sind ganz schön viele Leute.
00:30:19: Ja, wenn jetzt jeder jeden loben würde, dann würde es ganz schön lange dauern.
00:30:25: Aber wenn man es nicht machen würde, wäre ja vielleicht Sünde, weil es steht ja da, wenn nun weiß, gut ist es zu tun und es nicht tut, für den ist es Sünde.
00:30:34: Und so kann sich die Summe an guten Werken, die wir tun können, anfühlen wie so ein Dschungel.
00:30:41: Ja, wenn ihr schon mal in dem Dschungel wart, dann wisst ihr, was ich meine.
00:30:45: Das ist nicht so ein deutscher Buchenwald, wo man halt durchlaufen kann.
00:30:49: Du stehst davor und es ist eine Wand.
00:30:53: Und du hast keine Ahnung, wie du da durchkommst.
00:30:55: Weil einfach alles vollgewachsen ist, mit irgendwelchen Fahrenden und Bäumen und Bischen und Tieren, keine Ahnung, wie ich es unter Holz krieche.
00:31:04: Und du kommst da nicht durch.
00:31:06: Es ist einfach zu viel.
00:31:07: Und selbst wenn du so ein richtiger Powerkrist bist, ja, so ein Bulldozer, dann legst du den ersten Gang durch und Bretterst durch diesen Dschungel.
00:31:17: bis du halt auf dem Baum stößt, der zu dick ist und du nicht weiterkommst.
00:31:24: Die Menge an guten Werken, die wir theoretisch tun könnten, ist einfach viel zu viel für uns.
00:31:31: Aber leben als Christ oder der Führung des Heiligen Geistes ist nicht Bulldozer fahren, sondern Seilbahn fahren.
00:31:42: In der Vesa-Zweifel-Szene lesen wir, denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christus, Jesus zu guten Werken, die Gott zu vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen.
00:31:57: Aus der Menge an allen möglichen guten Werken, die wir tun können, hat Gott einige für uns bereitet.
00:32:05: Und wir müssen nicht durch diesen Dschungel durchbrettern, sondern wie eine Seilbahn von Werk zu Werk zu Werk fahren und aussteigen und das gute Werk tun, was Jesus vorbereitet hat und einsteigen und zum nächsten fahren.
00:32:20: Aber um das zu erkennen, welches Werk gut ist und vorbereitet ist und welches nicht, brauchen wir die Führung des Heiligen Geistes.
00:32:34: Ich hatte mir zum Beispiel mal eine Zeit lang die Angewohnheit gemacht, ab und zu auf Menschen zuzugehen und für sie zu beten.
00:32:42: Auf meinem Arbeitsweg zur Charité vom S-Bahnhof zum Krankenhaus, da war so ein kleiner Innenhof, wo halt die Leute nicht irgendwie irgendwo lang gehetzt sind, sondern mal irgendwie eine geraucht haben oder mit einem Hundgassi waren oder einfach saßen oder was was ich was.
00:32:59: Dann hatte ich eine Zeit lang so eine Challenge.
00:33:01: Ich glaube, ich wollte einmal pro Woche auf irgendeinen Fremden gehen und fragen, ob ich für den beten kann.
00:33:07: Und dann habe ich das halt auch eine Zeit lang gemacht.
00:33:10: Und dann hatte ich oft so blöde Gespräche, so ja, Entschuldigung, hört sich vielleicht komisch an, aber kann ich für sie beten?
00:33:16: und dann so, nein danke, ja, und dann mich halt weitergegangen.
00:33:19: Und einmal war da so eine Frau, der hat geraucht und dann gehe ich so leicht an ihr vorbei und dann merke ich plötzlich so ein Pingen, wo der heilige Geist mir sagt, die ist es.
00:33:31: Dann bin ich so ein Schlenker gelaufen und wieder zurück zu ihr.
00:33:34: Habe ich so gefragt, ja, Entschuldigung, hört sich vielleicht komisch an, aber kann ich für sie beten?
00:33:40: Sie sagt erst mal nichts, ich leg nach.
00:33:43: Ist nicht, ich glaube an Gott und ich glaube, dass der Wunder tun kann und vielleicht brauchen sie ja gerade ein kleines oder großes Wunder.
00:33:50: Und dann sagt sie mir, sie sehe ich etwa so aus.
00:33:57: Ja, ich habe erst mal gestutzt, ich dachte mir, ups, bin ich letztens in den Fettnäffchen getreten.
00:34:02: Und dann erzählt sie mir, bevor ich was antworten konnte, dass sie gestern die Diagnose, ich glaube Gebärmutter, Halskrebs oder sowas bekommen hat.
00:34:11: Dann konnte ich für sie beten und die kommt aus irgendeinem Dorf in Macpom und ich war der erste Christ, den sie je kennengelernt hat.
00:34:20: So.
00:34:22: und von all den fünfhundert Leuten, die ich auf meinem Arbeitsweg begegnet bin.
00:34:27: Ja, ich hätte für jede, auf jede Person zugehen können.
00:34:31: Und in allermeisten Fällen wäre es, wie so oft, wahrscheinlich so eine blöde Begegnung geworden, die für mich nicht blöd angefühlt wird, weil es ja immer Überwindung und dann sagt die Person noch nein oder findet mich komisch oder was noch immer.
00:34:45: Aber durch die Führung des Heiligen Geistes und dadurch, dass ich in diesem Moment gehorsam war, konnte ich einer Person begegnen und Jesus konnte durch mich durchscheinen, die vielleicht noch nie zuvor Jesu Licht gesehen hat.
00:35:01: Das ist das Außergewöhnliche in der Banalität des Alltags.
00:35:07: Ich war auf dem Arbeitsweg wie jeden Tag und ich erlebe Gottes Führung.
00:35:14: Außergewöhnlich, der lebendige Gott spricht.
00:35:18: Habe ich sowas immer erlebt mit Nichten?
00:35:21: Nicht mal oft, aber paar Mal.
00:35:24: Und wenn ich nicht von Anfang an bereit gewesen wäre, Zeuge zu sein und mich durch so eine Challenge selbst gezwungen hätte, das eben ab und zu zu tun, hätte ich es wahrscheinlich nie erlebt.
00:35:39: Ich glaube, es gibt kein erfüllendes Leben.
00:35:43: als im Willen Gottes zu wandeln.
00:35:45: Jedes Mal, wenn ich so was erlebt habe und gemerkt habe, boah, ja, das war jetzt zu hundert Prozent genau da, wo Gott mich haben wollte.
00:35:55: Es gibt nichts Erfüllenderes und Besseres.
00:35:58: Und es sagt auch, Alter, kommt der Pferd, es sagt auch Jesus, meine Speise ist, dass ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat und sein Werk vollbringe.
00:36:12: Ja, die Jünger gehen los, um Essen zu kaufen.
00:36:15: Jesus hat so eine göttlich geführte Begegnung mit der Frau am Bohnen.
00:36:21: Und die Jünger kommen zurück mit Essen und Jesus sagt, ich bin so erfüllt von dem, was ich gerade erlebt habe.
00:36:29: Ich habe gar keinen Hunger.
00:36:32: Und ich kenne das auch, dieses Gefühl der Erfüllung.
00:36:37: Wenn man einfach merkt, boah, das ist genau das.
00:36:42: Das ist genau dieses gute Werk, was Gott für mich vorbereitet hat.
00:36:49: Ich möchte dir predigt beenden mit Sprüche drei vers sechs.
00:36:55: Wo wir lesen, auf allen deinen Wegen erkennen nur ihn, dann eben mit er selbst seine Pfade.
00:37:02: Das ist ein Gebot.
00:37:03: Gott gebietet uns, auf allen unseren Wegen ihn zu erkennen.
00:37:10: Und Gott gebietet nie Sachen, die nicht möglich sind.
00:37:13: Das heißt, wenn Gott sagt, auf all deinen Wegen erkenne nur ihn, dann bedeutet das, dass wir ihn auf allen unseren Wegen erkönnen können.
00:37:24: Jeder gewöhnliche Moment unseres Lebens bietet die außergewöhnliche Chance einem übernatürlichen Gott zu begegnen.
00:37:35: Die Frage ist, die wir uns stellen müssen, bin ich bereit dafür?
00:37:40: Rechne ich mit dem Heiligen Geist, erwarte ich seine Führung und glaube ich daran, dass Gott Wunder tun möchte.
00:37:49: Und das ist der Knackpunkt.
00:37:51: Lebe ich ein Leben in der Berufung Gottes Zeuge zu sein.
00:37:56: Amen.
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