Wie können wir Gott in der Welt bezeugen?
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00:00:00: So, Woggele.
00:00:02: Spread the Gospel.
00:00:04: Dazu eine Predigt am Ende der Woggele.
00:00:06: Und zwar zu dem Thema, was es eigentlich heißt und bedeutet, ein guter Zeuge zu sein.
00:00:12: Und wir machen das mit der Apostelgeschichte.
00:00:15: Für alle, die nicht mehr wissen, wo wir sind, weil wir das nur ab und zu machen, kurze Standortbestimmung.
00:00:21: Paulus ist in Jerusalem.
00:00:24: Er wird dort von seinen Feinden erkannt, kann eigentlich nur mithilfe römischer Soldaten, somit Ach und Krach, einem Lünchmord entgehen.
00:00:35: Und eine Rede von Paulus und einer beinahe Geiselung später will dann der römische Oberste wissen, was hat es eigentlich mit diesem komischen, gefangenen Aufsicht.
00:00:45: Der einerseits ein römischer Bürger ist, und den andererseits die Einwohner von Jerusalem tot sehen wollen.
00:00:54: Wie passt das?
00:00:56: Apostelgeschichte, Zweiundzwanzig fährst Dreißig.
00:01:01: Da waren wir dann auch stehen geblieben.
00:01:02: Da heißt es am folgenden Tag, aber da er mit Gewissheit erfahren wollte, er, das ist dieser Oberste, Weshalb er Paulus von den Juden angeklagt sei, machte er ihn los und befahl, dass die Hohen Priester und der ganze Hohe Rat zusammenkommen sollten und er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
00:01:25: Das ist eigentlich eine superkluge Idee, oder?
00:01:28: Versammle alle Parteien, die was zu sagen haben, an einem Ort und dann lass sie miteinander reden und hör einfach mal genau zu, was die zu sagen haben.
00:01:39: Und deswegen, das höchste jüdische Versammlungs- oder Verwaltungsgremium.
00:01:44: der Hohe Rat wird zusammengerufen und Paulus wird dahin gebracht.
00:01:49: Und genauso wie bei den letzten Predigten auch zur Apostelgeschichte mache ich jetzt folgendes.
00:01:53: Zwei Dinge, ich möchte euch den Text erklären und ich möchte ihn nutzen, um ein Thema vorzustellen.
00:01:59: Ich gebrauche den Text also auch ein Stück als Illustration und Thema heute Spread the Gospel.
00:02:05: Wie bin ich ein... Guter Zeuge, was heißt das eigentlich, ein guter Zeuge Jesu Christi zu sein?
00:02:13: Paulus war so einer und es war auch der Auftrag von Paulus, wenn wir uns erinnern.
00:02:19: Apostelgeschichte Zweiundzwanzig Vers Fünfzehn, da kommt Hannah Nias zu Paulus und sagt zu ihm Apostelgeschichte Zweiundzwanzig Fünfzehn, denn du wirst ihm, sprich Gott, an alle Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört hast.
00:02:36: Paulus war Zeuge, wir sind Zeuge.
00:02:38: Was macht eigentlich so einen guten, brauchbaren Zeugen aus?
00:02:43: Und bevor wir das beantworten aus dem Text, erstmal was ist ein Zeuge?
00:02:47: Und ein Zeuge, das ist jemand, der etwas erlebt hat.
00:02:51: Und der dann über das, was er da erlebt hat, in diesem Fall Paulus hat etwas mit Jesus erlebt, ihr auch.
00:02:59: Und jetzt gehen die Leute hin und erzählen anderen davon, was sie mit Jesus erlebt haben.
00:03:06: Und wenn hier der Begriff Zeuge verwendet wird, dann ist das deshalb wichtig, weil wir eine Sache gut verstehen müssen.
00:03:15: Als Christen denken wir uns die Sache mit Gott nicht aus.
00:03:19: Okay, also Christentum ist keine erfundene Religion.
00:03:24: So nach dem Motto, was weiß ich, ja, hoch, mein Rabbi ist gerade gekreuzigt worden, was machen wir denn jetzt?
00:03:31: Naja, dann lass uns mal eine Geschichte erfinden, dass er doch noch lebt und dann gründen wir einfach eine neue Religion.
00:03:39: Also so war es halt nicht.
00:03:41: Und deswegen, weil es nicht so war, weil Christentum eine geschichtliche Dimension besitzt, Deswegen gibt es eben Zeugen.
00:03:50: Jesus erwählt Zeugen.
00:03:52: Keine Geschichtenerzähler, sondern Zeugen.
00:03:56: Menschen, denen er sich nach seiner Auferstehung gezeigt hat.
00:04:01: So heißt es in Apostelgeschichte zehn.
00:04:03: Das ist wo Petrus bei Cornelius ist.
00:04:07: Da macht er genau das.
00:04:09: Petrus ist Zeuge im Haushalt eines anderen.
00:04:13: der noch nicht gläubig ist.
00:04:14: Und da heißt es dann, Apostelgeschichte, Zehnabferst, vierzig.
00:04:19: Diesen hat Gott am dritten Tag auferweckt und ihm sichtbar werden lassen.
00:04:24: Nicht dem ganzen Volk, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen.
00:04:30: Gott will Zeugen.
00:04:32: Da muss sich niemand was einfallen lassen.
00:04:33: Einfach beschreiben, was du erlebt hast.
00:04:37: uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aus den Toten auferstanden war und er hat uns befohlen, dem Volk zu predigen und eindringlich zu bezeugen, dass er der von Gott verordnete Richter der Lebenden und der Toten ist.
00:04:55: Paulus steht jetzt als Zeuge vor dem hohen Rat.
00:05:00: Und es ist wichtig, dass wir, wie gesagt, einerseits den Text verstehen, der ist auch gar nicht so kompliziert.
00:05:06: Und auf der anderen Seite möchte ich euch vier Punkte mitgeben, die für einen guten Zeugen wichtig sind.
00:05:12: Da ist einmal dies ein guter Zeuge, lebt mit einem guten Gewissen vor Gott.
00:05:17: Ein zweiter Punkt wird sein, ein guter Zeuge beugt sich in Demut unter das Wort Gottes, hat einen Maßstab in seinem Leben.
00:05:26: Ein dritter Punkt wird sein, ein guter Zeuge weiß Integrität und Klugheit.
00:05:34: miteinander zu verbinden.
00:05:36: Und viertens ein guter Zeuge folgt der Berufung, die Gott ihm gibt.
00:05:43: Und die vier Punkte schauen wir uns an.
00:05:44: Erstens, also ein guter Zeuge lebt mit einem guten Gewissen vor Gott.
00:05:50: Apostelgeschichte, Kapitel, Dreiundzwanzig, Vers.
00:05:52: Eins.
00:05:55: Paulus aber blickte den hohen Rat an, fest an und sprach, ihr Brüder, ich bin mit allem guten Gewissen vor Gott gewandelt bis auf diesen Tag.
00:06:09: Ich bin mit allem guten Gewissen gewandelt.
00:06:11: Ich habe also immer mit einem guten Gewissen gelebt.
00:06:15: Was ist dieses Gewissen?
00:06:17: Jeder von euch hat hoffentlich noch eins.
00:06:20: Das wird zumindest wünschenswert.
00:06:22: Es ist eine moralische Instanz, die uns, die in uns drin steckt und wo wir uns selber beurteilen.
00:06:30: Die Bibel sagt ganz klar, passt darauf auf, dass du dein Gewissen nicht kaputt machst.
00:06:37: Man kann es übergehen, man kann es unempfindlich machen, aber das wäre tatsächlich ein großer Fehler.
00:06:45: Das Gewissen, was in uns drinsteckt, ist nicht absolut.
00:06:49: Es schlägt manchmal auch an Stellen an, wo gar keine Sünde vorliegt.
00:06:53: Man spricht dann von einem schwachen Gewissen.
00:06:56: Aber es ist besser so ein etwas... überempfindliches Gewissen zu haben, was mal zu früh anschlägt, als eines zu haben, was unempfindlich geworden ist.
00:07:07: Das muss man verstehen.
00:07:08: Und ein guter Zeuge ist jetzt jemand, der ein gutes Gewissen vor Gott hat.
00:07:14: Ein gutes Gewissen habe ich dann vor Gott, wenn ich Sünde ernst nehme, wenn ich mich selber prüfe, wenn ich den Wunsch habe, Sünde loszuwerden.
00:07:28: Das heißt, nicht darauf warten, bis jemand anders zu mir kommt und sagt, hey, hast du mal drüber nachgedacht, da stimmt was in deinem Leben nicht, sondern vorher schon selber prüfen und da, wo ich Sünde erkenne, sie vor Gott bekennen und dann am besten in der Kraft Gottes auch lassen.
00:07:46: Darum geht es.
00:07:49: Wer mit einem guten Gewissen lebt, auch das ist mir wichtig, das zu betonen, der ist nicht sündlos.
00:07:54: Okay?
00:07:55: Darum geht es nicht.
00:07:56: Es geht nicht um Sinnlosigkeit.
00:07:58: Es geht nicht um Perfektion.
00:07:59: Es geht einfach darum, dass ich ehrlich bin und dass ich mit Sünde nicht herumspiele.
00:08:04: Jemand, der ein gutes Gewissen hat, dass es jemand, der wissen will, worauf es im geistlichen Leben ankommt und der, wenn er es dann weiß, weiß, was Gott will, ganz konkret, der dann sagt, das mache ich auch.
00:08:21: Das wäre das gute Gewissen.
00:08:26: Das Ziel der Weisung aber ist Liebe.
00:08:30: Und jetzt kommt aus reinem Herzen und gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.
00:08:35: Merkt ihr, das Ziel jeder Predigt ist, dass du liebevoller wirst?
00:08:40: Das ist klar.
00:08:41: Wenn wir liebevoller werden, werden wir mehr wie Jesus geschenkt.
00:08:45: Aber jetzt heißt es hier, Liebe kommt aus einem guten Gewissen.
00:08:50: Es ist wichtig, dass wir das verstehen, wo sich bewusste Sünde in mein Leben einschleicht.
00:08:56: Da kann Liebe nicht, also Liebe wie Gott sie sich wünscht.
00:09:02: Da kann solche echte Liebe nicht gedeihen.
00:09:06: Und wenn du denkst, ah, Sünde ist doch gar nicht so schlimm, doch, glaubt mir, das ist sie.
00:09:12: Und schaut mal, da gibt es zwei Kandidaten im neuen Testament, Hymineus und Alexander, denen wirft Paulus folgendes vor.
00:09:21: Erster Timotius Kapitel I, Vers.
00:09:24: Die haben nämlich einen Fehler in ihrem Leben gemacht.
00:09:27: Die haben das mit dem guten Gewissen nicht ernst genommen.
00:09:30: Da heißt es, indem du den Glauben bewahrst, das ist die eine Sache, die wir bewahren müssen, und ein gutes Gewissen, das einige von sich gestoßen und so im Hinblick auf den Glauben Schiffbruch erlitten haben.
00:09:46: Also das, was hier vorgeworfen wird, du hast das gute Gewissen weggestoßen.
00:09:53: Das war dir nicht wichtig.
00:09:55: Das wird hier der erste Schritt Richtung Schiffbruch im Glauben.
00:10:00: Das heißt, wenn in dir drin ein schlechtes Gewissen steckt, das dich auf eine Sünde aufmerksam macht, dann meine Bitte, ignoriere das schlechte Gewissen bitte nicht.
00:10:14: Einfach deshalb, weil wenn du es jetzt ignorierst, wenn du da einfach drüber bügelst, dann wird es unempfindlich.
00:10:23: Ein schlechtes Gewissen ist etwas Total Positives.
00:10:26: Ein schlechtes Gewissen ist dazu da, Sünde zu entdecken.
00:10:32: Und das Problem ist, wenn ich das nicht will, wenn ich es immer wieder weg tue, wenn ich nicht drauf höre, dann hört es halt irgendwann damit auf.
00:10:43: Und in dem Moment, wo das Gewissen damit aufhört, mich auf Sünde aufmerksam zu machen, wenn in mir drin dieses Alarmsignal nicht mehr angeht, Dann kann Sünde ungehindert in mir ihr ihr unwesen treiben und mein geistliches Leben zerstören.
00:10:59: Das ist die Gefahr.
00:11:01: Und deswegen müssen wir ein gutes Gewissen bewahren.
00:11:04: Müssen da eher, wie gesagt, wenn es ein bisschen überempfindlich ist, ist das nicht so schlimm.
00:11:08: Wenn es unempfindlich wird, dann wird es ein Problem.
00:11:12: Ein gutes Gewissen haben, wenn Paulus das sagt, ich bin so einer, dann heißt das so viel wie ich bin mir keiner wirklichen Sünde bewusst.
00:11:22: Wenn was ist, dann bekenne ich das, aber dass ich da mit Sünde rumspiele, das tue ich nicht.
00:11:28: Jetzt Achtung!
00:11:30: Nicht jede Regung im Bauchraum, nicht jedes komische Gefühl, was du hast, ist gleich ein schlechtes Gewissen.
00:11:39: Bitte seid an der Stelle ein bisschen vorsichtig.
00:11:41: Wenn du irgendwo meinst, ein schlechtes Gewissen zu haben, dann such bitte die dazugehörige Sünde.
00:11:48: Die findet man in der Bibel.
00:11:50: Wenn da keine Sünde ist, wenn du nicht sagen kannst, zu diesem schlechten Gewissen gehört die Sünde, dann musst du deinem schlechten Gewissen auch mal sagen, Herr Freund, du hast dich geirrt.
00:12:02: Das ist okay.
00:12:03: Warum?
00:12:04: Weil ich mein Gewissen als Christ am Wort Gottes ausrichte.
00:12:09: Das Wort Gottes eicht mein Gewissen.
00:12:15: Das ist nicht die Erwartungshaltung von Geschwistern.
00:12:19: Das ist nicht meine Biografie.
00:12:21: Das ist auch nicht mein Perfektionismus.
00:12:25: Nein, es ist die Bibel.
00:12:27: Passt da bitte auf.
00:12:28: Da kann man sich ein bisschen schnell irren, dass Leute sagen, ich hab dann schlechtes Gewissen und ich muss sagen, nee, hast du nicht.
00:12:34: Das grummelt, aber das ist kein schlechtes Gewissen.
00:12:37: Ganz ehrlich.
00:12:38: Habt da ein bisschen einen Blick.
00:12:39: Das war mein Punkt eins.
00:12:42: Ein guter Zeuge ist mit einem guten Gewissen unterwegs.
00:12:46: Er nimmt Sünde ernst.
00:12:47: Punkt zwei.
00:12:48: Ein guter Zeuge beugt sich ... In Demut unter das Wort Gottes.
00:12:52: Wir lesen der Postgegeschichte, Dreiundzwanzig, Abferst zwei.
00:13:10: Und du sitzt, du da, mich nach dem Gesetz zu richten und gegen das Gesetz handelnd befielst du mich zu schlagen?
00:13:18: die dabei stehen, dann aber sprachen, schmeißt du den hohen Priester Gottes?
00:13:22: Und Paulus sprach, ich wusste nicht, Brüder, dass es der hohe Priester ist, denn es steht geschrieben, von dem Obersten deines Volkes sollst du nicht schlecht reden.
00:13:32: Okay, das muss ich vielleicht ein bisschen erklären.
00:13:35: Also auf der einen Seite haben wir da Hananias, das ist der hohe Priester und der tut, was er man halt nicht tun darf.
00:13:41: Er befiehlt irgendeinem Gerichtsthiner wahrscheinlich, er befiehlt einem noch nicht verurteilten, angeklagten, zu schlagen.
00:13:52: Und das war damals, wie es das auch heute ist, einfach mal ein Unding.
00:13:56: Man merkt an der Stelle einfach ein bisschen, was wie aufgeheizt die Stimmung ist.
00:14:00: Merkt ihr, also die haben sich alle nicht mehr so richtig im Griff.
00:14:05: So, was passiert jetzt?
00:14:09: Wir merken alleine, dass Paulus den Mund aufmacht, ist für die Leute, die zuhören, schon zu viel.
00:14:16: Aber... Paulus ist natürlich auch nicht auf den Mund gefallen.
00:14:19: Jetzt wird der geschlagen und antwortet mit Gott wird dich schlagen, du getünschte Wand.
00:14:25: Ich muss da immer ein bisschen schmutzeln, wenn ich denke, das sind Orientalen.
00:14:32: So würden wir vielleicht nicht reden, wenn das uns jemand mal antut.
00:14:36: Wir würden vielleicht ein bisschen vorsichtiger sagen und genau das Gleiche.
00:14:41: Außen-Hoi-Innen-Phoi.
00:14:43: Das ist so die Idee.
00:14:45: Bei einer getünchten Wand, müsst ihr euch vorstellen, du hast eine Wand, die ist eigentlich schon brüchig, die ist kurz davor zu zerfallen.
00:14:52: Damit das keiner so mitbekommt, außen mal so eine dicke Schicht Kalktünche drauf.
00:14:57: Sieht von außen weiß aus, alle groben Risse sind so ein bisschen überstrichen, aber du darfst da auch nichts draufsetzen, dass sie auch nicht groß anlehnen.
00:15:06: Wenn du das machst, fällt die Sache um.
00:15:07: Das heißt, die getünchte Wand Wo man mit einer weißen Farbschicht die ganzen Risse und Mängel überdeckt, ist ein Bild für Heuchelei.
00:15:18: Darum geht es hier, ist eine Heuchelei.
00:15:21: Nach außen hin gibt sich der hohe Rat so als ganz ehrbares Gremium, aber dann, kaum macht Paulus den Mund auf, handelt er ungesetzlich.
00:15:30: Und es geht um diese Diskrepanz zwischen Anspruch und Realität.
00:15:35: Und nun das eigentliche Problem.
00:15:39: Paulus reagiert.
00:15:42: Und jetzt kommen die Dabeistehenden und machen ihn auf ein Problem aufmerksam.
00:15:48: Und das Problem geht so, Paulus, hast du mitbekommen, wen du da eben gerade so angefahren hast?
00:15:56: Hat er natürlich nicht, aber das ist der hohe Priester.
00:16:01: Frage, warum hat Paulus das nicht gemerkt?
00:16:05: Wir wissen es nicht.
00:16:06: Es gibt da verschiedene Möglichkeiten.
00:16:07: Eine Möglichkeit könnte sein, dass Hananias, der von ... ... siebenundvierzig nach Christus bis ... ... neunundfünfzig nach Christus hoher Priester ist.
00:16:17: Es kann sein, dass Paulus den amtierenden hohen Priester einfach nicht kannte.
00:16:23: Ja, und wenn man da schnell so eine Sitzung und der vielleicht nicht im ganzen ... ... ja, Ornat da steht, ja, ein bisschen, was das ich selber noch verschlafen aussieht, dann weißt du nicht, dass das der hohe Priester ist.
00:16:35: Kann sein.
00:16:36: Auch dafür gibt es Hinweise in der Bibel, dass Paulus einfach schlechte Augen hatte.
00:16:41: Und wenn du halt so Augen wie ich hast und du nimmst die Brille ab, weil damals gab es ja keine Brille, dann weiß ich nicht, wer da in der zweiten Reihe sitzt.
00:16:51: Da kann ich so raten vielleicht.
00:16:53: Er wird aber, und das ist wichtig hier an der Stelle, er wird von den Dabeistehenden völlig zurechtgewiesen.
00:17:02: Und jetzt wird es spannend.
00:17:03: Mein Punkt heißt ja nicht, Ein guter Zeuge bereitet sich auf Leid vor, auch mal geschlagen zu werden.
00:17:09: Das ist nicht mein Punkt.
00:17:10: Mein Punkt lautet, ein guter Zeuge beugt sich in Demut unter das Wort Gottes.
00:17:17: Das war was anderes.
00:17:18: Das heißt, hier wird Paulus zurechtgewiesen und seine Antwort geht etwa so.
00:17:26: Ja, du hast recht.
00:17:27: Stimmt.
00:17:27: Das war falsch.
00:17:29: Hier, Apostelgeschichte, XXV von Paulus sprach, ich wusste nicht, Brüder.
00:17:34: dass es der hohe Priester ist.
00:17:36: Und jetzt sagt er auch, wo im alten Testament steht, dass man über Oberste nicht schlecht reden darf.
00:17:41: Also, wenn man so will, ich habe ein Fehler gemacht, ich sage dir mal, wo das steht, mein Fehler in der Bibel, denn es steht geschrieben, von dem Obersten deines Volkes sollst du nicht schlecht reden.
00:17:54: Das ist Zweite Mose, zweiundzwanzig, siebenundzwanzig, ein Zitat.
00:17:58: Paulus gibt zu, stimmt, das hätte ich nicht tun dürfen.
00:18:02: Und das ist deshalb wichtig, weil wir merken, in so einer hitzigen Situation, wo man schnell mal was Falsches sagt, auch mal schnell zu weit geht mit seinen Worten, beugt sich Paulus unter die Autorität der Schrift.
00:18:16: Also obwohl der hohe Priester etwas richtig Falsches tut, das war ungesetzlich, ist es trotzdem nicht erlaubt, ihn als Obersten so scharf zu tadeln.
00:18:29: Wenn ihr euch erinnert, wir hatten den Text schon mal in einem anderen Zusammenhang, da ging es um Gebet und Reden über Politiker.
00:18:38: Das ist genau dieser Text hier.
00:18:41: Und vielleicht kennt ihr diesen Impuls in euch drin.
00:18:44: Ich mein, dieser Impuls, dieses Denken, dass ich, wenn jemand falsch mit mir umgeht, ich jetzt auch ein Recht habe, ein bisschen falsch mit ihm umzugehen.
00:18:55: Kennt ihr das?
00:18:56: Also, wenn jemand dich ... Nehmen wir eine ganz klassische Situation.
00:19:01: Jemand nimmt dir die Vorfahrt und dann hubt er noch und beschimpft dich und du denkst dir in dem Moment so freund.
00:19:07: Jetzt nehme ich mir das Recht raus, auch mal ein bisschen dichter aufzufahren.
00:19:12: Und auch mal zu hupen und jetzt kriegst du von hinten noch ein bisschen Licht ins Auto gedrückt.
00:19:17: Also wenn du den Impuls nicht kennst, freue ich mich über deine Heiligkeit.
00:19:22: Vielleicht hast du nur andere Beispiele.
00:19:24: Aber dieser, also ich glaube jeder kennt das.
00:19:27: Hier geht einer falsch mit mir um.
00:19:29: So, Freund.
00:19:32: Jetzt erlaube ich mir auch mal zurück zu schlagen.
00:19:35: Und genau das ist der Fehler.
00:19:37: Ein guter Zeuge, wie Paulus es hier ist, ein guter Zeuge beugt sich auch in Situationen, wo er selber ungerecht behandelt wird.
00:19:47: Er beugt sich in Demut unter das Wort Gottes.
00:19:52: Das Wort Gottes ist oberste Instanz in seinem Leben.
00:19:55: Wisst ihr, ein guter Zeuge hat sich entschieden, Jesus zu folgen.
00:19:59: Und wenn ich Jesus folge, dann sage ich auch, ich will dem Gesetz Christi folgen.
00:20:04: Dann wird Wort Gottes in meinem Leben wirklich Autorität.
00:20:08: Und das gilt vor allem dann, wenn Situationen so ein Stückchen aufgeheizt sind.
00:20:14: Wenn in mir drin diese Stimme kommt, die sagt, Freund, jetzt darfst du auch mal zurückschlagen.
00:20:21: Und wo ich dann sagen muss, nee, das darf ich nicht.
00:20:24: Aber der hat doch gerade deine Rechte mit Füßen getreten.
00:20:27: Ja, maybe.
00:20:28: Aber damit muss ich halt jetzt zurechtkommen.
00:20:31: Ich will ein guter Zeuge sein.
00:20:33: Und deswegen werde ich mich unter das Wort Gottes beugen.
00:20:36: Zweiter Punkt, dritter Punkt.
00:20:38: Ein guter Zeuge weiß, zwei Dinge miteinander zu kombinieren.
00:20:42: Auf der einen Seite Seite Integrität und auf der anderen Seite Klugheit.
00:20:49: Ich glaube, dass Paulus in dem Moment, wo er den Schlag bekommt, weiß, dass er im hohen Rat, dass er nichts ausrichten kann.
00:20:58: Wenn ein Gericht, Gerechtigkeit von Anfang an beugt, kannst du sagen, das bringt nichts mehr.
00:21:05: Und das, was jetzt kommt, das hört sich ein bisschen an nach Matthäus XVVI.
00:21:12: Da sagt der Herr Jesus über uns, siehe, ich sende euch wie scharfe Mitten unter Wölfe.
00:21:18: Für alle Emos unter euch, das müsst ihr euch mal in aller Ruhe wirklich durch die Gefühlswelt gehen lassen.
00:21:24: Scharfe Mitten, stellt ihr so ein Wolfrudel vor, ein hungriges Wolfrudel, und da latscht dann so ein kleines Scharf mitten rein und sagt, hallo, ich hab das Evangelium.
00:21:35: Das ist ja schön, dass du das hast.
00:21:38: Also, siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter Wölfe, so seid nun, und das ist jetzt wichtig, klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tauben.
00:21:46: Das ist Integrität und Klugheit.
00:21:49: Wenn du in diese Welt hineinwirken willst, als Zeugenschaf, dann musst du mit den Wölfen richtig umgehen.
00:21:56: Du musst das irgendwie hinkriegen.
00:21:57: Du musst wissen, was wann dran ist.
00:21:59: Das braucht eine ordentliche Portion Klugheit.
00:22:01: Und das erleben wir jetzt.
00:22:03: Weil Paulus merkt, die bringen mich um.
00:22:05: Hier komme ich nicht lebend raus.
00:22:06: Die haben überhaupt nicht vor, sich was anzuhören.
00:22:09: Die wollen eigentlich mich nur verurteilen.
00:22:11: Okay, was macht der?
00:22:12: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, ab für sechs.
00:22:15: Schaut euch an, das ist brillant.
00:22:18: Das ist rhetorisch, einfach nur genial.
00:22:21: Da merkste wieder Geist Gottes im Hintergrund, so die Rädchen dreht.
00:22:25: Da aber Paulus wusste, dass der eine Teil von den Satuzären, der andere aber von den Farrisieren war, rief er, In dem hohen Rat, ihr Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern.
00:22:38: Wegen der Hoffnung und Auferstehung der Toten werde ich gerichtet.
00:22:45: Als er aber dies gesagt hatte, entstand ein Zwiespalt unter den Pharisäern und den Sadduzeern.
00:22:51: Und die Menge teilte sich.
00:22:53: Denn die Sadduzeer sagen, es gebe keine Auferstehung, noch Engel, noch Geist.
00:22:58: Die Pharisäer aber bekennen beides.
00:23:01: Es entstand aber ein großes Geschrei und einige der Schriftgelehrten von der Partei der Pharisäer standen auf und stritten und sagten, wir finden an diesen Menschen nichts Böses, wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm geredet hat.
00:23:14: Punkt, Punkt, Punkt.
00:23:17: Das ist ein absolut kluger Schachtzug.
00:23:21: Paulus benutzt etwas, seine Herkunft als Pharisäer und er benutzt etwas, das sind die Rivalitäten im hohen Rat und er nutzt das zu seinen Gunsten aus.
00:23:32: Natürlich wusste Paulus um die Zusammensetzung des Hohen Rates.
00:23:37: Auf der einen Seite die Sadozea, das sind die Liberalen, das sind die, die nicht an Auferstehung glauben, die nicht an eine unsichtbare Welt glauben.
00:23:46: Auf der anderen Seite die Pharisäer, das sind, wir würden sagen, die Bibel treuen und die glauben an beides.
00:23:52: Also sowohl an eine unsichtbare Welt als auch an Auferstehung.
00:23:56: Und wir merken, es gibt im Hohen Rat Theologischen Sprengstoff, der einfach nur deshalb nicht zündet, weil die Römer im Land sind.
00:24:05: Das heißt, das gemeinsame Ziel, den Status quo zu erhalten, ist so wichtig, dass man über die Unterschiede hinweg schaut.
00:24:14: Und jetzt kommt aber Paulus und der weiß, dass er jetzt im hohen Rat im Blick auf sich nichts mehr ausrichten kann.
00:24:25: und jetzt provoziert er.
00:24:27: Und zwar ganz bewusst.
00:24:29: Er provoziert, wenn er sagt, ihr Brüder, ich bin ein Pharisäer, ein Sohn von Pharisäern, wegen der Hoffnung und Auferstehung der Toten werde ich gerichtet.
00:24:42: Warum dieses provokante Statement im Sinne von, hey, ich gehöre zu euch?
00:24:50: Ganz einfach, er will nicht verurteilt werden, er muss hier raus.
00:24:55: Und das Zweite ist, ich glaube, er will auch ein Stück die Seite, die theologisch wirklich mit ihm verbunden ist, noch für das Evangelium gewinnen oder zumindest da weiterkommen.
00:25:07: Und das gelingt ihm.
00:25:08: Er schafft eine Verbindung zwischen sich als Pharisäer zu den Pharisäern im hohen Rat und zwar deshalb, weil die mit einem Mal merken, dass hier bei diesem Paulus nicht nur eine Personalie im Raum steht.
00:25:26: Hinter dieser Personalie Paulus steht ein Theologisches Problem, was auch die Pharisäer betrifft.
00:25:36: Und wer das auch merkt, das sind natürlich die Sadozieher.
00:25:41: Die Sadozieher, inklusive den hohen Priestern, die da mit dazugehören, lehnen Paulus nicht nur ab, weil der Missionar ist.
00:25:52: Die haben ein viel tiefer liegendes Problem.
00:25:55: Das Problem geht so, wenn das stimmt, was Paulus verkündigt mit seinem Evangelium von einem auferstandenen Messias.
00:26:03: Wenn das wirklich stimmt, dann ist die theologische Position der Hohenpriester und der Sadduzea einfach mal völlig in Frage gestellt.
00:26:14: Wenn wirklich vor Damaskus diesem Paulus ein echt auferstandener Messias begegnet ist, Dann gibt's Auferstehung.
00:26:21: Das heißt, dann weiß jeder in Jerusalem, kann wissen, dass die Theologie der herrschenden Priester Aristokratie, der Leute, die das Sagen im Tempel haben.
00:26:32: Jeder kann sagen, deine Theologie ist falsch.
00:26:36: Also das eine ist, dass man diesem Paulus nicht mag.
00:26:38: Aber mit diesem Paulus kommt eine Theologie.
00:26:41: Und die einen sagen, boah, das darf auf keinen Fall, darf das wahr sein.
00:26:45: Und die anderen sagen, ja, eigentlich glauben wir das ja.
00:26:48: Und genau da in der Mitte.
00:26:50: Da muss er rein, da will er rein, da geht er rein und schafft jetzt, dass da eine Spannung entsteht und die Spannung zu einer Spaltung führt.
00:26:59: Und es ist klar, stell dir vor, der hohe Priester hätte zugegeben.
00:27:03: Ja, das stimmt.
00:27:04: Paulus hat da einen Auferstandenden gesehen.
00:27:06: Dann hätte er gleichzeitig zugegeben und übrigens alle meine Theologie ist falsch.
00:27:11: Das wäre so, als wenn du hier im Gottesdienst einen liberalen Theologieprofessor hast, der danach nach vorne geht und sagt, also alles, was ich gelehrt habe, ist falsch.
00:27:19: So in etwa und noch ein bisschen schlimmer, weil da hängt eine riesen Reputation, da hängt Geld, Macht, politischer Einfluss, eine Biografie, das ist riesig.
00:27:30: Und genau da geht Paulus rein und macht etwas.
00:27:34: Er verbindet Integrität mit Klugheit.
00:27:40: Und das ist das, was wir als Zeugen Jesu Christi brauchen.
00:27:44: Wir sind nicht die Dummen, wir sind die Klugen.
00:27:47: Wir denken nach.
00:27:50: Wenn wir da rausgehen und das Evangelium predigen, dann bereiten wir uns vor.
00:27:56: Und wenn wir auf eine Frage keine Antwort haben, ist das okay beim ersten Mal.
00:28:01: Und beim zweiten Mal habe ich eine Idee.
00:28:04: Und wenn ich irgendeinen düsseligen Chatbot frage, der mir erklären darf, was denn die richtige Antwort gewesen wäre, das kann ich machen.
00:28:11: Ich werde immer weiter lernen, die gute Antworten zu geben, weil ich habe in diese Welt hinein etwas zu bringen, das Evangelium.
00:28:20: Hier, Colosser Kapitel vier.
00:28:23: Das ist der Anspruch, über den du beten darfst in deinem Leben und über, indem du auch ein Stück nachjagen darfst.
00:28:29: Colosser vier, die Verse fünf und sechs.
00:28:41: Kauft die Zeit, die rechte Zeit, die Gelegenheit aus.
00:28:50: Aber mit Salzgewürzt sein.
00:28:52: Du darfst auch Dinge sagen, die so ein bisschen anecken.
00:28:55: Ihr sollt wissen, wie ihr jedem einzelnen antworten sollt.
00:29:00: Dritter Punkt.
00:29:01: Klugheit und Integrität.
00:29:03: Viertter Punkt, ganz kurz.
00:29:05: Ein guter Zeuge folgt der Berufung, die Jesus ihm gibt.
00:29:10: Ich werde immer mal wieder gefragt, Jürgen, wie finde ich meine Berufung?
00:29:15: Und meine Antwort ist dann vielleicht immer ein bisschen komisch, aber die geht etwa so.
00:29:18: Weißt du was?
00:29:19: Diene Gott.
00:29:21: treu da, wo er dich hingestellt hat und dann findet dein Berufung dich.
00:29:27: Also nicht du findest deine Berufung, sondern diene.
00:29:29: treu da, wo Gott dich hinstellt und du wirst sehen, dass deine Berufung dich findet.
00:29:35: Gott weiß schon, wenn du treu ihm nachfolgst, wie er dein Leben einrichten muss, dass du da ankommst, wo du gut hinpasst.
00:29:42: Da muss man sich eigentlich keine Sorgen machen.
00:29:44: Und bei Paulus ist das ganz ähnlich.
00:29:47: Also Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, die letzten beiden, Verse zehn und elf, als aber ein großer Zwiespalt entstand, fürchtete der oberste, Paulus würde von ihnen zerrissen und befahl, dass die Truppen hinab gingen und ihn aus ihrer Mitte wegrissen und in das Lager zurückführten.
00:30:06: In der folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach, sei guten Mutes.
00:30:11: Und jetzt findet ihn Berufung.
00:30:13: Schaut mal, sei guten Mutes.
00:30:16: Denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.
00:30:24: Ich folge als guter Zeuge einfach der Berufung, die Gott mir gibt.
00:30:29: Und wenn ich das tue, dann kriege ich von Gott das an Beistand, was ich brauche, das an Trost, was ich brauche, das an Kraft, was ich brauche.
00:30:39: Warum ist mir das so ein wichtiger Punkt?
00:30:42: Ich möchte euch sagen, weil dieser Punkt Mir deutlich macht, dass Gott ein weiser Baumeister ist, der im Hintergrund sein Reich baut.
00:30:56: Natürlich beten wir darum, dein Reich komme.
00:31:00: Unser erstes Lebensziel besteht darin, trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit.
00:31:08: Aber ich glaube oder ich hoffe, dass keiner von euch denkt, dass ihr dafür die Gesamtverantwortung habt.
00:31:18: Versteht ihr, was ich meine?
00:31:19: Es ist Gott, der sein Reich baut.
00:31:22: Und dein Job ist jetzt in diesem Mega-Bau-Projekt einfach, dein kleines Plätzlein zu finden.
00:31:30: Da, wo Gott sagt, hey, das habe ich für dich.
00:31:33: Und die Dinge, die Gott für dich, Achtung, vorbereitet hat, diese Dinge zu tun.
00:31:42: Das ist Christsein.
00:31:44: Meine Berufung findet mich.
00:31:46: Ich finde eine gute Gelegenheit und denke mir, das ist aber komisch.
00:31:50: Also stehst mit einem Teebeutel vor jemandem und sagst und dann sagt ihr irgendwas und du denkst, das ist eine gute Gelegenheit.
00:31:56: Ja, dann nutze sie.
00:32:00: So, wir schauen uns den Fers dazu noch an.
00:32:02: Das ist auch der letzte Fers für heute.
00:32:04: FSA II Fers X. Damit wir begreifen dieses Zeuge sein, das hört sich immer so ein bisschen dramatisch an.
00:32:13: Und es ist für manche Leute auch dramatisch, wenn sie wissen, ich muss aus meiner Komfortzone raus.
00:32:18: Ich muss da jemand nahe ansprechen und ich bin überhaupt nicht der Typ, der andere Leute anspricht.
00:32:22: Wisst ihr, es gibt diese Kaltakquise-Evangelisten, die an jeder Tür klingeln können, jeden anquatschen können und dabei nicht mal einen roten Kopf kriegen.
00:32:31: Und dann gibt es Leute wie mich.
00:32:33: Ich werde alles im Hintergrund organisieren, nur ich will nicht auf die Straße.
00:32:39: Ich werde die Flyer kaufen, ich werde sortieren, ich werde ... die verschiedenen Landkarten ausdrucken, die Straßen eintragen.
00:32:48: Ich sitze da und ich koche auch den Kaffee, aber lasse mich hier in der Gemeinde, ich will nicht raus.
00:32:53: Und das ist okay.
00:32:54: Das ist völlig okay.
00:32:55: Versteht ihr?
00:32:56: Wir müssen einfach nur begreifen, wir evangelisieren ja als Team.
00:33:00: Das ist wichtig.
00:33:01: Aber wenn du jetzt als Team evangelierst, dann musst du trotzdem für dich alleine eine Sache verstehen, Epheser II, Verstehen.
00:33:09: Denn wir sind Sein Gebilde in Christus, Jesus geschaffen zu guten Werken, die Gott vorher bereitet hat, damit wir in Ihnen wandeln sollen.
00:33:18: Gott bereitet das vor.
00:33:20: Du ladst einfach treu weiter und dann kann es passieren, dass du nie raus wolltest.
00:33:25: Aber während du für die anderen Kaffee kochst, kommt jemand rein.
00:33:31: Und dann weißt du, gut Gott, wahrscheinlich ist das jetzt meine gute Gelegenheit ganz genau.
00:33:38: Und dann musst du die nutzen.
00:33:39: Und das ist, was ein guter Zeuge tut.
00:33:44: Nochmal, unser Job als Zeugen Christi ist, dass wir ein gutes Gewissen bewahren, dass wir unter dem Wort bleiben, dass wir uns Gedanken machen darüber, wie wir passende Antworten finden, ja, wie die aussehen könnten auf die unterschiedlichen Fragen, die man uns stellt und dass wir uns bereitwillig auf den Weg einlassen, den Gott uns gibt.
00:34:08: Ja, wenn Gott hier zu Paulus sagt, du musst in Rom hier die Sache bezeugen, dann ist das das, wo Gott ihn hinhaben will.
00:34:17: Und wenn Gott dir einen Job gibt, dann machst du den bitte, so wie Paulus das hier tut.
00:34:22: Gott selbst ist es der gute Werke vorbereitet.
00:34:26: Wozu?
00:34:29: Damit wir hier vorne ein Zeugnis hören von einer jungen Frau, die den Eindruck hatte, sie soll für ihre Schulfreundin beten, weil die Rückenschmerzen hat.
00:34:42: Deswegen versteht ihr, Gott bereitet gute Werke vor, in denen wir dann, wenn wir unsere Berufung folgen, uns völlig unaufgeregt Schritt für Schritt erleben dürfen, dass er wirkt.
00:34:56: Das waren meine vier Punkte.
00:34:58: Spread the Gospel.
00:34:59: Wir sollen Zeugen sein.
00:35:01: Noch mal ein guter Zeuge lebt mit einem guten Gewissen vor Gott.
00:35:05: Ein guter Zeuge beugt sich in Demut unter das Wort Gottes.
00:35:10: Ein guter Zeuge weiß, Integrität und Klugheit miteinander zu verbinden.
00:35:14: Ein guter Zeuge folgt der Berufung, die Jesus im gibt.
00:35:18: Jetzt holt eure Handys raus.
00:35:19: Macht euch von der Folie ein... Genau, macht euch davon ein Foto.
00:35:24: Und ich stelle nochmal die Fragen, mit denen ich euch entlassen möchte.
00:35:29: Wenn du sagst, habe ich verstanden die Predigt?
00:35:32: Mit welchen Fragen soll ich jetzt hineingehen in meinen Alltag?
00:35:37: Na logisch, folgende vier Fragen wären mal interessant.
00:35:41: Erstens gibt es in meinem Leben Bereiche, wo ich kein gutes Gewissen habe.
00:35:45: Welche sind das denn?
00:35:47: Mit wem könnte ich da mal drüber reden?
00:35:49: Und nochmal... was ich vorhin sagte, nur weil du ein schlechtes Gewissen hast, heißt das noch nicht, dass es Sünde ist.
00:35:56: Zweiter Punkt.
00:35:57: Wo tue ich bewusst nicht, was Gottes Wort sagt?
00:36:01: Also wo erlaube ich mir Freiheiten, weil andere Menschen sich falsch verhalten haben?
00:36:08: Drittens gibt es Fragen zum christlichen Glauben, die du noch nicht gut beantworten kannst, die dir aber schon mal gestellt worden sind, die vielleicht in deinem Umfeld auch wichtig wären, dass man sie gut beantworten kann.
00:36:20: Was fehlt dir da noch so ein bisschen an Klugheit im Umgang mit unglaubigen Menschen?
00:36:26: Wer könnte dir da weiterhelfen?
00:36:28: Und viertens mache ich mir vielleicht in puncto Berufung zu viel Druck.
00:36:36: Gibt es da das Gefühl, dass ich nie genüge, nie genug mache oder immer noch mehr machen müsste?
00:36:44: Und wenn dieses falsche Gefühl da ist, wo kommt das eigentlich her?
00:36:49: Das wäre so die vierte Frage.
00:36:50: Ihr findet das alle auf frogwirts.de.
00:36:52: Ich habe es euch da eingestellt.
00:36:54: So viel zum Thema.
00:36:55: Das macht einen guten Zeugen aus.
00:36:58: Amin.
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