Gott wirkt durch Normalos

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00:00:00: Lasst mich mit einer Einstiegsfrage anfangen.

00:00:04: Wann hast du dich das letzte Mal gefragt, ob dein Leben für Gott, so wie du es lebt, ob dein Leben wirklich einen Unterschied macht?

00:00:15: Und ich möchte heute mit euch eine These betrachten, die ich ganz am Anfang in den Raum stelle.

00:00:21: Die These lautet Gottes heils.

00:00:24: Geschichte vollzieht sich oft und zwar wirklich ganz oft durch verdeckt arbeitende scheinbar nebensächlichere.

00:00:37: Durch Leute, die bereit sind, einfach zu hören, zu handeln und Verantwortung zu übernehmen.

00:00:44: Eigentlich durch nobody's.

00:00:48: Eigentlich durch jeden Einzelnen von euch.

00:00:52: Ihr merkt schon, wir sind wieder in der Apostelgeschichte.

00:00:55: Da machen wir weiter.

00:00:57: Paulus ist immer noch in römischer Gefangenschaft.

00:01:01: Und diese Idee, die er beim letzten Mal in der Predigt uns angeschaut haben, diese Idee des Obersten, man könnte ja Paulus in den hohen Rat führen.

00:01:11: Und dann kriegt man vielleicht so ein bisschen raus, worum es eigentlich geht, diese Idee war gehörig schiefgegangen.

00:01:17: Frage, wie geht es weiter?

00:01:19: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig.

00:01:22: Ab Vers zwölf.

00:01:25: Als es aber Tag geworden war, rotteten sich die Juden zusammen, verschworen sich mit einem Fluch und sagten, dass sie weder Essen noch trinken würden, bis sie Paulus getötet hätten.

00:01:38: Es waren aber mehr als vierzig, die diese Verschwörung gemacht hatten.

00:01:42: Sie kamen zu dem hohen Priestern und den Ältesten und sprachen, wir haben uns mit einem Fluch verschworen, nichts zu genießen, bis wir den Paulus getötet haben.

00:01:54: Macht ihr jetzt mit dem hohen Rat, dem obersten Anzeige, damit er ihn zu euch herabführe.

00:02:01: Als wolltet ihr seine Sache genauer entscheiden.

00:02:04: Wir aber sind bereit, eh er nahe kommt, ihn umzubringen.

00:02:10: Erst mal bis dahin.

00:02:12: Wir merken, hier wird aus Aversion, gemocht haben wir den Paulus noch nie, aus Aversion wird jetzt an der Stelle Fanatismus.

00:02:20: Vierzig Männer tun sich zusammen und sagen, wir werden erst dann wieder etwas essen und trinken, wenn wir vorher Paulus getötet haben.

00:02:28: Und ich hab das so gelesen und ich dachte mir, irgendwie ist das typisch für Fanatiker.

00:02:34: Also was ich meines Folgendes, so ein Fanatiker will ja besonders fromm sein.

00:02:40: Aber während er besonders fromm sein will, verliert er gleichzeitig jeglichen Sinn für moral.

00:02:48: Das hier ist falscher Eifer für Gott.

00:02:52: Und er wird noch dadurch schlimmer, dass ich das Gremium, was es gibt, nämlich den hohen Rat, ein Gremium, das für Recht und Gerechtigkeit stehen sollte, dass ich dieses Gremium nehme und für meinen Mord komplott instrumentalisiere.

00:03:10: Also dafür instrumentalisiere, dass ein ganz großes Unrecht geschieht.

00:03:15: Und wenn wir das so lesen, dann merken wir, okay, hier steckt ja eigentlich nicht nur dieser Mord im Raum, sondern das ist noch eine größere Spannung, mit der wir es hier zu tun haben.

00:03:24: Wir haben ja beim letzten Mal am Ende gesehen, dass Paulus von Gott einen Auftrag bekommt.

00:03:34: Dieser ganze Auftrag, der hier im Raum stand, ich lese ihn euch noch mal vor, da hieß es in Apostelgeschichte, In der folgende Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach, sei guten Mutes, denn wie du meine Sache in Jerusalem bezeugt hast, so musst du sie auch in Rom bezeugen.

00:03:53: Ihr merkt, hier steht bei diesem Mord nicht nur das Leben von Paulus auf dem Spiel, es geht um den Auftrag, den Paulus von Gott bekommen hat, bis nach Rom zu gehen und dort das Evangelium zu predigen.

00:04:08: Und ich möchte jetzt ganz am Anfang eine ganz banale Sache einmal festhalten.

00:04:12: Und die ist wirklich so ultra banal, dass man sie gar nicht eigentlich predigen müsste.

00:04:17: Aber ich mache es trotzdem.

00:04:20: Die geht so.

00:04:21: Wenn Gott dir einen Auftrag gibt, dann kann nichts und niemand sich dem in den Weg stellen.

00:04:29: Ich sage das nochmal.

00:04:30: Wenn du einen Auftrag hast und da draußen nehmen sich vierzig Leute vor und sagen, den mache ich kalt.

00:04:36: Dann haben die keine Chance.

00:04:37: Wenn Gott dir einen Auftrag gibt, dann kann sich nichts und niemand dem in den Weg stellen.

00:04:47: Das ist unglaublich, wenn ich das so formuliere, wenn Gott mir einen Auftrag gibt, egal was da draußen sich zusammen rottet an Bösen.

00:04:56: Gegen Gott hat das Böse keine Chance.

00:05:00: Und jetzt wird es spannend.

00:05:01: Wie macht Gott das?

00:05:03: Also hätte er sein können und diese vierzig Leute wachen am nächsten Tag einfach nicht auf.

00:05:09: Ja, kollektiver Schlaganfall.

00:05:14: Oder die treten raus und das wäre irgendwie auch interessant, wäre wahrscheinlich auch in der Apostelgeschichte berichtet worden, war aber nicht so.

00:05:21: Das Spannende ist, wie Gott an der Stelle diesen Mordkomplott vereitelt.

00:05:27: Er benutzt einen völlig onscheinbaren jungen Mann, von dem wir absolut nichts wissen.

00:05:34: Hier, Apostelgeschichte, XXVVI.

00:05:38: Als aber der Neffe des Paulus von der Nachstellung gehört hatte, kam er hin und ging in das Lager und meldete es dem Paulus.

00:05:46: Paulus aber rief einen von den Hauptleuten zu sich und sagte, führe diesen Mann zu dem Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden.

00:05:55: An dieser Stelle lesen wir das erste Mal davon, dass Paulus einen Neffen hat.

00:05:59: Den kennen wir nicht vorher.

00:06:00: Auch danach kommt er nicht mehr vor.

00:06:02: Der bekommt irgendwie von diesem Mordkomplott mit.

00:06:05: Wie wissen wir nicht?

00:06:06: Man kann sich aber gut vorstellen, wenn du klassischer Meuchelmörder bist, der auch so ein bisschen fanatisch drauf ist, dann gibst du mit deiner Tat an.

00:06:15: Du willst dir allen zeigen, was du für ein toller Kerl bist.

00:06:18: Und irgendwie hat der Neffe das mitgekommen.

00:06:20: Was weiß ich?

00:06:23: Irgendwo haben sie darüber gesprochen.

00:06:24: So, der weiß das jetzt.

00:06:26: Und jetzt kommt dieser Neffe, der hat jetzt nicht nochmal einen besonderen göttlichen Auftrag.

00:06:33: Das ist nicht so, dass in der Nacht der Schiene mein Engel und sagt, geh hin zu dem Obersten.

00:06:38: Der hört das einfach und der merkt, hier ist was zu tun.

00:06:45: Und wie gesagt, wir wissen nichts über ihn.

00:06:50: Wir wissen nicht einmal in letzter Konsequenz, ob das ein Christ ist.

00:06:56: Und doch, der hört von der Verschwörung gegen seinen Onkel.

00:07:01: Und aus eigenem Antrieb geht er los.

00:07:03: Er geht ins Lager, da, wo die römischen Soldaten Paulus festhalten, er redet mit seinem Onkel, er erzählt ihm von dem geplanten Anschlag und Paulus tut natürlich das, was an der Stelle absolut logisch ist.

00:07:18: Er sagt, hey, diese Information, die müssen wir nach oben weitergeben, die ist wichtig.

00:07:23: Und das muss der Oberste hören.

00:07:25: Jetzt muss man wissen, der Oberste war Paulus noch was schuldig.

00:07:28: Wer sich noch erinnert, der hatte ihn binden lassen, um ihn auszupeitschen.

00:07:33: Das war alles verboten und war dann ganz ängstlich.

00:07:36: Oh, was wird jetzt hier passieren?

00:07:38: Also er hörte, dass Paulus römischer Bürger ist.

00:07:41: Okay, auf alle Fälle er weiß, der Oberste wird zuhören.

00:07:45: Und jetzt schickt er ihn zu dem Obersten.

00:07:48: So, wir lesen das mal.

00:07:50: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, Vers.

00:07:52: Achtzehn.

00:07:54: Der nun nahm ihn zu sich und führte ihn zu dem Obersten und sagte, der gefangene Paulus rief mich herbei und bat mich, diesen jungen Mann zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen habe.

00:08:06: Der Oberste aber nahm ihn bei der Hand und zog sich mit ihm abseits zurück und fragte, was ist es, dass du mir zu melden hast?

00:08:14: Er aber sprach, die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, dass du morgen den Paulus in den hohen Rat hinabbringst.

00:08:21: Also wolle er etwas genaueres über ihn erkunden.

00:08:26: Du nun lass dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen stellen ihm nach, die sich mit einem Fluch verschworen haben, weder zu essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben.

00:08:41: Und jetzt sind sie bereit und erwarten die Zusage von dir.

00:08:46: Der oberste nun entließ den jungen Mann und befahl ihm, sage niemandem, dass du mir dies mitgeteilt hast.

00:08:54: Bis dahin, diese unglaublich simple Erzählung.

00:08:59: Der junge Mann, wir wissen immer noch nicht, wie er heißt, er taucht jetzt auch ab, wir werden es nie erfahren, redet mit den Obersten, erzählt ihm von dem Mordkomplott und bittet ihn darum, dass der sich nicht vom hohen Rat überreden lässt.

00:09:12: Überreden lässt, wozu?

00:09:14: Na, Paulus einfach noch mal zu bringen.

00:09:17: Was tut der Oberste?

00:09:18: Er schickt den jungen Mann weg.

00:09:20: nach Hause und sagt, stillschweigen.

00:09:23: Warum stillschweigen?

00:09:24: Na ganz einfach, weil der Oberste jetzt, wo er Bescheid weiß, er möchte in Ruhe seinen nächsten Zug tun.

00:09:33: Er weiß ja, morgen brennt hier die Luft, da muss ich eine Entscheidung treffen.

00:09:38: Das heißt, ich möchte heute Nacht, denn keiner damit rechnet, diesen Gefangenen verlegen.

00:09:44: Und zwar von Jerusalem weg.

00:09:47: an die Mittelmeerküste nach Caesarea, wo übrigens auch der Stadthalter Felix, also sein Vorgesetzter, residierte.

00:09:54: So weit zu dem Text für heute.

00:09:56: Das ist alles, was ich zur Apostelgeschichte machen möchte.

00:09:59: Und jetzt wieder zurück zu meiner These.

00:10:02: Meine These lautet Gottesheilsgeschichte.

00:10:04: Also da, wo es wirklich in dieser Welt drauf ankommt.

00:10:10: Gottesheilsgeschichte vollzieht sich oft durch verdeckte scheinbar nebensächtliche Akteure, durch Leute, die bereit sind, einfach zuzuhören, Verantwortung zu übernehmen, ein bisschen die Aufgaben zu tun, die ihnen auf eine absolut triviale Weise einfach so vor die Füße fallen.

00:10:32: Oder lasst es mich so sagen, Gott wirkt in seiner Geschichte.

00:10:37: Und das ist die Geschichte, die überhaupt nur zählt, weil sie die einzige Geschichte ist, die eine Zukunft hat.

00:10:44: dürfen nie vergessen, was Geschichte relevant macht.

00:10:47: Nicht das, was passiert, sondern das, was Zukunft hat.

00:10:51: Was in hundert, in tausend, in einer Million Jahre noch relevant ist.

00:10:56: Das ist wirklich wichtig.

00:10:58: Und diese Geschichte, die wirkt Gott ganz regelmäßig durch absolute Randfiguren.

00:11:08: Und ich finde das total spannend.

00:11:11: Ich finde es total spannend, weil Die meisten von uns würden sich, wenn ich sie fragen würde, nicht als Superstars sehen.

00:11:22: Also vielleicht hast du dein Krönchen noch nicht abgelegt, aber wir sind eigentlich alle normalos.

00:11:29: Und jetzt kommt Gott und sagt, ich schreibe meine Geschichte mit diesen normalos, mit den Typen, die man so furchtbar leicht übersehen kann.

00:11:41: Ich zeige euch mal drei normalos.

00:11:44: Einfach nur damit ihr das seht, was ich meine.

00:11:46: Da gibt es einen jungen Mann, der von seinen eigenen Brüdern in die Sklaverei verkauft wird, unschuldig angeklagt, über Jahre im Gefängnis sitzt und dann plötzlich out of nowhere wird er zum Retter von Ägypten.

00:12:01: Es war jetzt kein Bibel-Quiz, aber ihr wisst um wen es geht, es geht um Josef.

00:12:06: Und wenn man Josef mal, wenn man das so mitkriegt, du wirst er als Teenager verkauft, bist dann irgendwie jahrelang im Knast.

00:12:14: Wie leicht hätte er an seiner Biografie, an dem, was ihm da begegnet, einfach verzweifeln können, aber er tut das nicht.

00:12:21: Genau das Gegenteil.

00:12:23: Da ist er bei Potifar und die Frau von Potifar will ihn verführen und er sagt, nein und wir merken in diesem Moment, wie dieser junge Mann zwar nichts mehr vom Leben zu erwarten hat.

00:12:35: Bitte schön, deine eigene Family hat dich als Sklave verkauft, hat Geld verdient mit dir.

00:12:41: Sie wollen dich nicht mehr.

00:12:42: Du bist durch, du bist unter, ganz unten.

00:12:47: Und in der Situation, wo sich deine Chefin an dich ranmacht, was sagt er da?

00:12:55: Erste Mose, neununddreißig, fährst neun.

00:12:58: Er sagt nein.

00:13:00: Aber er drückt sich so aus.

00:13:01: Er selbst ist, und das ist jetzt sein Chef.

00:13:04: Mein Chef ist in diesem Haus nicht größer als ich.

00:13:08: Das heißt, er hat nicht mehr Einfluss, weil er ist halt der, der den Leuten sagt, was sie tun sollen.

00:13:13: Er ist der Oberste, der da in diesem Haus das Sagen hat, als Angestellte oder als Klavelo.

00:13:19: Achtung.

00:13:21: Er selbst ist in diesem Haus nicht größer als ich und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist.

00:13:28: Und jetzt wird es spannend.

00:13:30: Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?

00:13:37: Hier ist ein Mann, der eigentlich alles verloren hat und du merkst mitten drin, die eine Sache, die er hat und die ihm super wichtig ist, vertrauen in Gott.

00:13:48: Er bleibt Gott treu.

00:13:50: Und deswegen kann Gott ihn gebrauchen.

00:13:55: Er kann ihn gebrauchen?

00:13:58: So sehr, dass derselbe Josef rückblickend später zu seinen Brüdern, zu denen, die ihn verkauft haben, sagen kann.

00:14:06: Erste Mos.

00:14:09: Ihr zwar, ihr hattet böses gegen mich beabsichtigt, Gott, aber hatte beabsichtigt, es zum Guten zu wenden.

00:14:19: Um zu tun, wie es an diesem Tag ist, ein großes Volk am Leben zu halten.

00:14:24: Noch mal, von außen betrachtet sieht dieses Leben über weite Strecken völlig falsch aus.

00:14:33: Und doch, Gott benutzt es.

00:14:35: Und jetzt könntest du sagen, ah, normalo, das ist doch kein normalo, das ist Josef.

00:14:41: Okay, seh ich ein.

00:14:43: Ich halte ihn trotzdem für ein Normalo, aber wenn du das nicht tust, gebe ich dir so richtig Normalo.

00:14:48: Hier, zweite Könige, Kapitel V, Vers II.

00:14:52: Also Normaloer geht nicht in meinen Augen.

00:14:57: Und die Aramea waren auf Raub ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Mädchengefangen weggeführt.

00:15:04: Ist das Normalo genug?

00:15:06: Okay.

00:15:08: Das kam in den Dienst der Frau des Naaman.

00:15:11: Und sie sagte zu ihrer Herrin, ah, wäre mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria wohnt, dann würde er ihn von seinem Aussatz befreien.

00:15:22: Wie gesagt, mehr normalo geht nicht, das hier ist eine Kriegsgefangene.

00:15:27: Auch wieder eine, wo wir nicht den Namen wissen.

00:15:29: Irgendein Mädel, lasst die zwölf Jahre alt sein, die wird da bei irgendeinem Streifzug einfach entführt.

00:15:34: So.

00:15:35: Was tut die?

00:15:37: Na ja, sie tut das, was richtig ist.

00:15:38: Sie sieht, dass ihr Chef Aussatz hat und denkt sich, na ja, bei uns zu Hause hätten wir den jetzt irgendwie jetzt unseren Propheten geschickt und er hätte sich darum gekümmert.

00:15:46: Und das sagt sie.

00:15:47: Sie gibt ihrer Herrin den richtigen Tipp und die erzählt das weiter.

00:15:53: Logisch an ihren Mann, an den Naaman und der macht sich auf den Weg, trifft den Propheten Elisa, findet dort Heilung, bekehrt sich zum Gott Israels und du denkst dir, wow.

00:16:06: Könnt ihr euch vorstellen, was es geopolitisch bedeutet, wenn du direkt neben dem König, am Königshof, einen Bekehrten hast, der an deinen Gott glaubt, einen Fürsprecher für das Volk Israel?

00:16:23: Das wäre so, als wäre der engste Vertraute von Trump bekehrt.

00:16:29: Und er sagt, hey, der ist für mich.

00:16:32: Kannst du dir überhaupt nicht vorstellen?

00:16:34: Was das hier bedeutet?

00:16:36: Dieses kleine Mädchen erzählt einfach, sagt einfach, der Herrin, hey, da gibt's eine Chance für dich.

00:16:43: Könnte man doch machen.

00:16:45: Und ändert Geopolitik.

00:16:48: Das ist der Wahnsinn.

00:16:50: Oder vielleicht mein Lieblingsbeispiel, Lukas I. Lukas I. Vers.

00:16:57: Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine Stadt von Galilea mit Namen Nazareth gesandt.

00:17:04: Zu einer Jungfrau, die einem Mann namens Josef aus dem Haus David verlobt war.

00:17:10: Und der Name der Jungfrau war Maria.

00:17:12: Und er kam zu ihr hinein und sprach, sei gegrüßt, begnadete, der Herr ist mit dir.

00:17:18: Das ist normalo.

00:17:21: Also, Maria aus Galilea.

00:17:29: Also, das ist so, wo du sagst, wer kommt denn auf so eine schrollige Idee, die zu nehmen?

00:17:37: Also, was sinnvoll gewesen wäre in den Augen der Menschen, das ist doch vielleicht, nimm doch die Tochter des hohen Priester.

00:17:45: Dann ist die schon mal richtig angedockt.

00:17:47: So, Vitamin B-mäßig ist nicht.

00:17:55: Gott nimmt eine normale Frau.

00:17:57: aus einem Toff in Galilea.

00:17:59: Also, für euch hat Galilea nicht so den Ruf.

00:18:03: Aber wenn ihr das übertragen wollte, das wäre so, kennt ihr noch die Ostfriesen-Witze?

00:18:08: Werden die noch erzählt?

00:18:10: Das ist das so, ja?

00:18:11: Aus einem Kaffee in Ostfriesen.

00:18:13: Das ist ein Witz, oder?

00:18:14: Nee, es ist nicht.

00:18:16: Das ist das, was Gott macht.

00:18:18: An der Erwählung von Maria wird deutlich, worauf es Gott ankommt.

00:18:22: Wir schauen auf Äußerlichkeiten, aber Gott schaut wo ganz anders hin.

00:18:27: Und das ist total wichtig, dass wir das nie vergessen.

00:18:31: Erster Samuel, sechzehn Vers sieben, das ist ein anderer Prophet, der Samuel, der soll einen neuen König salben.

00:18:37: Und dann gibt ihm Gott hier folgende Weisung mit Erster Samuel, sechzehn Vers sieben.

00:18:45: Aber der Herr sprach zu Samuel, Sie nicht auf sein Aussehen.

00:18:48: Lass dich vom Aussehen jetzt bei dieser ganzen Salbung bitte nicht blenden.

00:18:53: Sie nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs.

00:18:57: Denn ich habe ihn verworfen.

00:18:59: Denn der Herr sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht.

00:19:03: Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist.

00:19:07: Aber der Herr sieht auf das Herz.

00:19:10: Und das ist jetzt, jetzt kommen wir langsam zum Kern dieser Predigt, was mir richtig wichtig ist, dass ihr versteht.

00:19:16: Du kannst dir in diesem Leben deinen Intellekt nicht aussuchen.

00:19:23: Du kannst dir nicht aussuchen, wie sportlich du bist, in welche Familie du hinein geboren wirst, wie leicht es dir fällt, Gitarre zu lernen.

00:19:34: Aber du kannst, du, du kannst entscheiden, ob und wie stark dein Herz an Gott hängt.

00:19:51: Ich sage das nochmal, du kannst entscheiden, ob dein Herz an Gott hängt und wie stark.

00:19:59: Und es braucht dazu keinen hohen IQ.

00:20:03: Es braucht nicht das Aussehen einer Kendall Jenner.

00:20:07: Es braucht keine Pokale.

00:20:09: Es braucht keine perfekte Biografie.

00:20:13: Es braucht nur eine Sache.

00:20:15: Es braucht nur den ehrlichen Wunsch, Gott zu gefallen.

00:20:21: Das ist das Einzige, was es braucht, den ehrlichen Wunsch, Gott zu gefallen und dann den Mut, das Naheliegende zu tun.

00:20:33: Jeder Normalo kann mit seinem ganzen Herzen.

00:20:39: Hey, im Rahmen seiner Möglichkeiten, aber das weiß Gott ja, mit seinem ganzen Herzen an Gott hängen.

00:20:46: Das ist die Idee hinter der Aussage, dass Gott schwache beruft.

00:20:54: Paulus muss, wenn er mit den Korintern redet, er muss ihn mal deutlich machen, wer da eigentlich so im Publikum sitzt.

00:21:00: Wer ist denn das?

00:21:02: Und dann sagt er, es sind die Schwachen, die Gott beruft.

00:21:05: Erste Korinther, Kapitel eins, Vers.

00:21:06: sechsundzwanzig.

00:21:11: Denn seht eure Berufung, Brüder.

00:21:14: Das ist nicht viele Weise nach dem Fleisch.

00:21:17: Das heißt, nicht viele Doktortitel, nicht viele Professoren, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind, sondern das Törrichte der Welt hat Gott auserwählt.

00:21:31: Und Gott hat einen Plan, warum er das tut, damit er die Weisen zur Schande macht.

00:21:37: Und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, damit er das Stärke zur Schande macht.

00:21:43: Ich finde das so großartig.

00:21:45: Gott beruft normallos.

00:21:49: Gott beruft die Randfiguren.

00:21:52: Gott beruft die Schmuddelkinder, mit denen man nicht spielen darf.

00:21:56: Das sind die, für die Gott ein Herz hat.

00:22:00: Und warum?

00:22:01: Weil er der Welt, in der wir leben, ihre eigene Dummheit und ihre eigene Überheblichkeit vor Augen führen möchte.

00:22:09: Bis dir die Welt streckt sich aus nach den Machern.

00:22:13: nach den Elon Musk's, nach den Trumps, nach den Poutines, den Erdogans, den Xi Jinpings und den Zuckerbergs.

00:22:23: Das sind die, die auf den Magazinen abgebildet sind.

00:22:26: Deren Interviews hört man sich an, was die denken, scheint irgendwie wichtig und gleichzeitig richtig zu sein.

00:22:32: Und dann baut Gott im Hintergrund das einzige Reich, was ewig bleiben wird.

00:22:37: Das einzige Reich, wo Menschen, anderen Menschen, erklären, wie man in Ewigkeit lebt, wie man ewiges Leben bekommt, wie man wirklich gerettet wird, wie es Erlösung und Vergebung und eine Neuanfang gibt.

00:22:51: Das einzige Reich, was wirklich wichtig ist, das baut Gott mit normalos.

00:23:01: Es ist so grotesk.

00:23:04: Ich kann es nicht anders sagen.

00:23:07: Wenn es um Heilsgeschichte, um die wirklich wichtige Geschichte, die in dieser Welt sich abspielt, wenn es um die Geschichte geht, dann sind es fast ausschließlich, möchte ich sagen, normallos, die Gott benutzt.

00:23:24: Wenn wir euch nach vorne holen würden, ja, und jeder würde seine Geschichte erzählen, wie er zum Glauben gekommen ist, da würden so viele normallos vorkommen.

00:23:34: Das ist irre.

00:23:35: So viele Leute, die hier mal einen Satz gesagt haben, da mal ein Buch geschenkt haben, dort mal irgendwas gemacht haben oder denkst, Ich weiß schon gar nicht mehr, wie die heißen.

00:23:43: Ja, da war halt irgendwas, irgendwer hat mir, ja, genau das.

00:23:49: Irgendwas hat halt irgendwer, das ist normalo.

00:23:54: Das ist wie Gott sein Reich baut.

00:23:57: Und warum ist mir dieser Punkt zu wichtig?

00:24:02: Naja, es gibt diesen Eindruck unter uns.

00:24:07: Und der hat etwas mit der Art und Weise wahrscheinlich zu tun, wie wir Gottesdienste feiern, weil es da unten Leute gibt, die zuhören und hier vorne Leute gibt, die was machen.

00:24:15: Das ist ein Stück weit ungesund.

00:24:18: Wir kriegen es wahrscheinlich gerade nicht geändert, aber dadurch kann der Eindruck entstehen, dass Gott mich nur gebrauchen kann, wenn ich besonders bin.

00:24:29: Und deswegen lasst mich dir eine Frage stellen und die Frage geht so.

00:24:33: Was sind deine persönlichen Argumente dafür, dass Gott dich nicht gebrauchen kann?

00:24:39: Denk mal jetzt drüber nach.

00:24:41: Was sind deine inneren Glaubenssätze, persönlichen Argumente, mit denen du dir erklärst, dass Gott dich sowieso nicht gebrauchen kann?

00:24:51: Es ist diese, ich hab zu wenig Glauben, ich bin zu alt, ich hab schon zu oft versagt, ich bin nicht schlau genug, ich bin nicht wie XY.

00:25:01: Zehn Sekunden.

00:25:02: Was sind deine Argumente?

00:25:04: Warum du glaubst, dass Gott dich nicht gebrauchen kann.

00:25:19: Und jetzt halte den Gedanken fest.

00:25:22: Und jetzt denk an diesen Neffen von Paulus, der ist kein Apostel, das es kein Glaubens hält.

00:25:28: Das ist einfach nur ein aufmerksamer junger Mann, durch den Gott Geschichte schreibt.

00:25:35: Jemand, der dafür sorgt, dass der Apostel Gottes nicht durch vierzig Attentäter in Jerusalem sein Leben verliert.

00:25:46: Warum glaubst du, dass Gott dich nicht gebrauchen kann?

00:25:54: Lass mich ein Gebet sprechen.

00:25:56: Herr Jesus, bitte, du siehst unser Herz und du weißt, wo wir uns selber manchmal verurteilen, wo wir uns vergleichen, wo wir nicht so sind wie andere und wo wir uns damit runtermachen.

00:26:08: Wir wollen dich darum bitten, Herr Jesus, dass du uns dort vergibst, wo wir uns selber disqualifizieren.

00:26:15: Wir wollen dich darum bitten, dass du uns Mut schenkst, uns selber etwas zuzutrauen, weil du der Gott bist, der uns berufen hat in unserer Normalität und der normallos gebrauchen will.

00:26:30: Herr, wir vertrauen dir, dass da, wo wir im Kleinen dienen, dass du durch uns Weltgeschichte bewegen kannst.

00:26:40: Wir vertrauen dir.

00:26:42: Ganz neu.

00:26:43: Amen.

00:26:45: Wisst ihr, wenn ich eine Sache im Gemeindebau gelernt habe, und es ist eine hässliche Sache, aber sie ist wahr, wenn ich eine Sache gelernt habe, dann die nicht die vermeintlich begabten Treiben des Reich Gottes langfristig voran.

00:27:02: Es stimmt einfach nicht.

00:27:03: Es sind immer die Treuen.

00:27:07: Es ist ganz spannend.

00:27:08: Und ich mache das jetzt im Vierteljahrhundert.

00:27:09: Also ich habe ein bisschen Überblick dabei.

00:27:11: Und ich habe die eine oder andere Gemeinde mir betrachtet und für mich ausgewertet.

00:27:15: Und ich kann euch eines sagen.

00:27:17: Eine Gruppe treuer normallos, deren Herz an Gott hängt.

00:27:22: Und die bereit sind, treu, gehorsam die Jobs zu übernehmen, die Gott ihnen vor die Füße wirft.

00:27:30: Die kannst du, die kannst du nicht aufhalten.

00:27:34: Die gehen einfach weiter.

00:27:36: Die bleiben nicht stehen.

00:27:38: Für so eine Gruppe ist tatsächlich nichts unmöglich.

00:27:43: Warum?

00:27:43: Weil genau sie das Material sind, weil du das Material bist, mit dem Gott seine Gemeinde baut.

00:27:52: Ich habe das so oft gesehen, dass die vermeintlich begabten sich selber im Wege stehen und am Ende viel weniger erreichen, als einfach so eine Gruppe treuer normallos.

00:28:06: Und die auch noch da sind, wenn sie keinen Bock mehr haben.

00:28:09: Und wenn es ein bisschen knatsch gibt.

00:28:11: Und wenn irgendwie Orga-Technik nicht läuft, die Technik versah.

00:28:15: Die machen einfach weiter.

00:28:20: Wenn du hier sitzt und sagst, Jürgen, ich bin nur so ein Normalo.

00:28:24: Feier das.

00:28:27: Wirklich.

00:28:28: Feiere das.

00:28:30: In zweiter Korinther... Elf, vers dreißig, spricht Paulus davon, dass wir uns unserer Schwachheiten rühmen sollen.

00:28:37: Schreib eine Liste mit all den Dingen, wo du denkst, deswegen bin ich schwacher und unbrauchbar.

00:28:42: Ich hab so eine Liste.

00:28:43: Und das fängt mit meinen kaputten Füßen an.

00:28:48: Und dann feier ich das.

00:28:50: Die kommt immer mal wieder die Liste und dann sage ich, danke her.

00:28:53: Und es fühlt sich falsch an zu sagen, danke her und dann all die Sachen, die irgendwie nicht gut sind.

00:28:57: Aber ich denk mir, tja, genau das steht in der Bibel.

00:29:01: Feiere deine Schwachheit, feiere dein Normalloh sein.

00:29:06: Wisst ihr, wir leben in der Zeit der Stars und der Sternchen und der Influencer.

00:29:12: Und ganz, ganz schnell macht sich unter Christen die Idee breit, ich kann von Gott für den Bau seines Reiches nur dann gebraucht werden, wenn ich auch so ganz offensichtlich begabt bin.

00:29:23: Und dann stellst du fest, ich stehe gar nicht gerne vorne oder ich kann keine Musik machen, ich kann nicht predigen, Kinder sind mir viel zu nervig und keine Ahnung was, ja.

00:29:33: Aber du stellst fest so die ganzen Standardsachen, die du halt siehst, die kannst du nicht.

00:29:39: Und jetzt komme ich und sage, Du wirst gebraucht.

00:29:45: Ich kann dir sogar noch was sagen.

00:29:48: Du ahnst gar nicht, wie sehr du gebraucht wirst.

00:29:52: Und deswegen war mir das so wichtig, euch zu zeigen, dass an den Dreh- und Angelpunkten der Heilsgeschichte ganz oft normallos stehen.

00:30:01: Leute stehen, die von ihren Mitmenschen vielleicht für Loser gehalten werden, die äußerlich nicht qualifiziert sind für den Dienst.

00:30:12: Da hast du diesen kleinen Hirten-Jungen, diesen Greisen-Ziegenhirten.

00:30:17: Da hast du ein hübsches Manneker.

00:30:19: Da hast du ein kleines Mädchen, eine horende Witwe.

00:30:22: Jemanden, der sich überhaupt nicht für alt genug hält für den Job.

00:30:26: Und und und.

00:30:27: Ihr könnt jetzt raten, wen ich gemeint habe in der Aufzählung.

00:30:29: Das sind alles Leute aus der Bibel.

00:30:32: Hast du dir die Apostel mal angeschaut?

00:30:33: Ich muss dich das machen.

00:30:34: Also, die Leute, die Gott berufen hat, wo kommen die her?

00:30:39: Aus Galilea, Ostfriesland.

00:30:41: Ja!

00:30:42: Da kommen die her, hätte man nie erwartet.

00:30:45: Wie lange brauchen die, um das mit dem neuen Bund zu kapieren?

00:30:49: Ich meine, das Theologische ist ein bisschen schwieriger.

00:30:51: Ich glaube, Paulus braucht drei Tage, wo er mal so, ja, aber wie lange braucht Petrus dafür?

00:30:56: In der Postelgeschichte zehn, so ganz langsam dämmert es ihm.

00:30:59: Aber wenn du dir anschaust, wie viel Mühe der heilige Geiste hat, ihm das überhaupt rüberzubringen.

00:31:06: Es ist irre.

00:31:07: Warum hat Gott denn nicht einfach den römischen Kaiser berufen?

00:31:10: Das wäre doch mal bang, ja?

00:31:12: oder eben auch wenigstens den hohen Priester.

00:31:15: Warum hat er das nicht gemacht?

00:31:17: Antwort!

00:31:18: Weil es der falsche Ansatz gewesen wäre.

00:31:22: Und Gott macht keine Fehler.

00:31:27: Und er macht keine Fehler, wenn er mit dir und mit mir und mit uns normallos sein Rauch reich baut.

00:31:34: Und Gott macht das aus einem ganz einfachen Grund.

00:31:39: Gott möchte, dass jeder mitkriegt, Das ist jetzt nicht so überzeugend.

00:31:50: Und das dann, weil wir zurücktreten, weil wir nicht die Besonderen sind, Gott durch uns hindurch wirken kann.

00:32:00: Das ist das, was Gott tut.

00:32:01: Er wirkt durch unsere Schwachheit hindurch.

00:32:05: Du denkst, Gott kann mich nicht gebrauchen, weil ich bin ja irgendwie so schwach.

00:32:10: Ich habe keine offensichtlichen Begabungen.

00:32:13: Gut so.

00:32:15: Gut so.

00:32:16: Freu dich.

00:32:18: Letzter Vers.

00:32:20: Lern den auswendig.

00:32:22: Der ist wirklich wichtig.

00:32:24: Zweiter Korinther, Kapitel zwölf, Vers neun.

00:32:27: Von Paulus.

00:32:29: Und er, Gott, hat zu mir gesagt, meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.

00:32:37: Sehr gerne will ich mich nun viel mehr meiner Schwachheiten rühmen, damit die Kraft Christi bei mir wohnt.

00:32:45: Das schreibt Paulus.

00:32:47: Wer Paulus kennt, der kommt doch jetzt sofort.

00:32:49: Das war ja gar kein Normalo.

00:32:51: Stimmt.

00:32:54: Und deshalb bekommt der Typ einen Pfahl ins Fleisch.

00:33:00: Wisst ihr, wenn Gott die vermeintlich starken wie einen Paulus, die mit den vielen Offenbarungen, wenn Gott die absichtlich schwach machen muss, schwach machen muss, damit er sie gebrauchen kann.

00:33:16: Wie viel mehr kann er dann all die Typen benutzen, die von Natur aus schon nicht viel mitbringen?

00:33:21: Die sagen, ich brauche keinen Pfalenfleisch, ich bin ein Pfalenfleisch auf zwei Beinen.

00:33:27: Also freu dich da drüber.

00:33:29: Freu dich über das Normalo sein.

00:33:32: Worum ging es mir?

00:33:34: Ich wollte euch am Beispiel eines unbekannten jungen Mannes, den Gott, eigentlich ganz unspektakulär gebraucht, um Paulus zu retten.

00:33:44: Ich wollte euch eine Sache zeigen.

00:33:46: Gottesheilsgeschichte vollzieht sich oft durch ganz nebensächliche Akteure, durch Randfiguren, aber durch solche, die bereit sind, zu hören, hinzuschauen, treu zu sein, Verantwortung zu übernehmen.

00:34:02: Und durch diese ganz wenig außergewöhnlichen Menschen wirkt Gott plötzlich ganz außergewöhnliche Dinge.

00:34:11: Es sind die normalos, mit denen Gott sein Reich baut.

00:34:16: Und wenn in dir mal die Frage aufkommt, kann Gott mich gebrauchen?

00:34:20: Und das ist in der Gemeinde wie hier, wo du sehr viele begabte Leute auch hast.

00:34:25: Die Frage kann viel schneller aufkommen.

00:34:28: Braucht Gott mich überhaupt?

00:34:30: Hier gibt es doch so viele, die den Job machen.

00:34:33: Wenn das mal hochkommt, dann haltet ihr Zweiter Korinther XII, Vers.

00:34:37: neun, bitte vor Augen.

00:34:39: Gottes Kraft kommt in Schwachheit zur Vollendung.

00:34:43: Schwachheit ist für Gott nie ein Problem.

00:34:48: Und deswegen mach bitte dein Selbstbild.

00:34:51: Das, was du von dir denkst, macht das bitte nicht zum Gradmesser für deine Tauglichkeit.

00:34:57: In uns steckt Gott.

00:35:01: Gottes Geist steckt in uns.

00:35:04: Und wenn ich den Text hier richtig verstehe, je schwächer Wir sind, dass du mehr wird sichtbar, wer da eigentlich in uns lebt und wirkt und uns als Botschafter des Evangeliums gebrauchen will.

00:35:21: Und darauf kommt es an, dass nicht wir im Vordergrund stehen, sondern dass wir Gott nicht im Wege stehen, wenn er uns benutzen will.

00:35:33: Und genau das Gott nicht im Wege stehen, das fällt normallos Ganz leicht.

00:35:41: Und in diesem Sinn freut euch daran, normale zu sein.

00:35:46: Schaut, wo sind die kleinen Dinge, die ich einfach treu tun kann.

00:35:50: Tu sie und erwarte, dass Gott durch dich Weltgeschichte schreibt.

00:35:56: Amen.

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