Eine Frage der Ehre
Transkript anzeigen
00:00:00: vielleicht noch eine kleine Ergänzung zu dem, was Jenny eben sagte.
00:00:04: Mir hilft, und ich weiß genau, was du meinst, mir hilft dabei immer noch ein Symbol.
00:00:10: Also wenn ich irgendwas loswerden will, dann schmeiß ich was in den Wald, verbrenne etwas, weil... Also das ist jetzt für die ganzen Kognitiven.
00:00:21: Die Emos brauchen das nicht.
00:00:22: Die machen das, sagen das und es ist gut.
00:00:24: Aber wie ich eher so ein bisschen der kognitive Typ ist, ich muss dieses Ding in den Waldfliegen sehen und mich daran erinnern, da flogen fünf Fichten zapfen.
00:00:34: Das ist wirklich weg.
00:00:36: Also nur zur Ergänzung.
00:00:38: Apostelgeschichte, Kapitel, Dreiundzwanzig.
00:00:42: Wir sind immer noch in Jerusalem und Wir sind immer noch bei Paulus.
00:00:50: Paulus, der wegen eines Mordkomplots gefangen genommen wurde und wo sich der zuständige Oberste jetzt entschließt, weil dieser Mordkomplot eben immer noch im Raum steht, ihn wegbringen zu lassen.
00:01:06: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig.
00:01:09: Also für alle, die das erste Mal da sind, das ist jetzt die fünfundsechzigste Predig zur Apostelgeschichte.
00:01:16: aber ihr könnt die alle nachhören.
00:01:18: So, Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, Abferst, Dreiundzwanzig, da heißt es.
00:01:24: Und als er zwei von den Hauptleuten herbeigerufen hatte, das ist dieser römische Oberste, der halt Paulus wegschaffen möchte, sprach er, macht zweihundert Soldaten bereit, damit sie bis Cesserrea ziehen und siebzig Reiter und zweihundert Lanzenträger von der dritten Stunde der Nacht an.
00:01:43: Und sie sollten Tiere bereit halten, dass sie Paulus darauf setzen und sicher zum Stadthalter Felix hinbringen konnten.
00:01:52: Claudius Lusias, so heißt der Oberste, möchte seinen Gefangenen loswerden, möchte ihn von Jerusalem nach Caesarea überstellen.
00:02:01: Und keine Ahnung, warum der Vierhundertsiebzig Leute da mit gibt.
00:02:07: Ich gehe mal davon aus, er möchte halt auf Nummer sicher gehen.
00:02:11: dass diesem römischen Bürger tatsächlich nichts geschieht.
00:02:15: Und deswegen müssen sich alle ab eineinundzwanzig Uhr bereit halten.
00:02:20: Und in dieser Zeit schreibt der gute Claudius Lusias noch einen Brief an seinen Chef.
00:02:27: Den lese ich euch mal vor.
00:02:29: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, Abferst, Fünfundzwanzig.
00:02:32: Und er schrieb einen Brief folgenden Inhalt.
00:02:35: Claudius Lusias, dem hoch edlen Stadthalter Felix, seinen Gruß.
00:02:41: Diesen Mann, er meint hier Paulus, der von den Juden ergriffen wurde und nahe daran war, von ihnen umgebracht zu werden, habe ich ihnen, indem ich mit den Truppeneinschritt entrissen, da ich erfuhr, dass er ein Römer sei.
00:02:57: Da ich aber die Ursache wissen wollte, weshalb sie ihn anklagten, führte ich ihn in ihren hohen Rat hinab.
00:03:05: Da fand ich, dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt war, dass aber keine Anklage gegen ihn vorlag, die des Todes oder der Fesseln wert wäre.
00:03:15: Da mir aber ein Anschlag hinterbracht wurde, der gegen den Mann im Werk sei, habe ich ihn sofort zu dir gesandt und auch den Klägern befohlen, vor dir zu sagen, was gegen ihn vorliegt.
00:03:27: Also soweit das Begleitschreiben zu diesem gefangenen Transport.
00:03:33: Und wenn ich diesen Text jetzt mit meinen Enkeln lesen würde, dann würde ich fragen, wer findet den Fehler?
00:03:43: Warum?
00:03:44: Weil das, was wir hier lesen, ist nur fast die Wahrheit.
00:03:48: Also nicht so ganz.
00:03:50: Claudius Lusias präsentiert sich gegenüber seinem Chef, nämlich als der große Retter.
00:03:58: Und das, was er selber falsch gemacht hat, das fällt alles so ein bisschen unter den Tisch.
00:04:02: Hier, Vers.
00:04:03: siebenundzwanzig.
00:04:04: Diesen Mann, der von den Juden ergriffen wurde und nahe daran war, von ihnen umgebracht zu werden, habe ich ihnen, indem ich mit den Truppen einen Schritt entrissen.
00:04:15: Und warum?
00:04:17: Da ich hervor, dass er ein Römer sei.
00:04:21: Ah, fast.
00:04:23: Möchte ich sagen, ja.
00:04:24: Also ja, es gab einen Tumult.
00:04:27: Und ja, Claudius Lusias schreitet auch ein.
00:04:30: Das stimmt, aber eben nicht, weil er gehört hatte, dass hier ein römischer Bürger von einem jüdischen Mob gerade gelüncht werden sollte.
00:04:40: Sondern er schreitet einfach nur so ein, weil er halt der Oberste ist und weil er in Jerusalem für Recht und Ordnung verantwortlich war.
00:04:50: Und das mit dem römischen Bürger.
00:04:53: Das erfährt er erst deutlich später, und zwar nachdem er diesen römischen Bürger schon mal rechtswidrig für die Geiselung hatte vorbereiten lassen.
00:05:06: Hier lesen wir davon nichts.
00:05:10: Vor seinem Chef ist Claudius Lusias einfach der strahlende Held.
00:05:16: Und es geht genauso schön gefärbt weiter.
00:05:19: Vers.
00:05:19: Achtundzwanzig haben wir gelesen, da ich aber die Ursache wissen wollte, weshalb sie ihn anklagten, führte ich ihn in ihren hohen Rat hinab.
00:05:30: Da fand ich, dass er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt war, dass aber keine Anklage gegen ihn vorlag, die das Todes- oder der Fesseln wert wäre.
00:05:43: Ja, irgendwie so war es schon.
00:05:46: Er hat ihn tatsächlich in den hohen Rat geführt.
00:05:49: Was wir nicht lesen, ist, dass diese ganze Aktion inhaltlich nicht sonderlich aufschlussreich war.
00:05:57: Was wir auch nicht lesen, ist, dass die Aktion prompt zu einem neuen Tumult führt, der ihn zwingt, mit den eigenen Soldaten Paulus gleich noch mal retten zu lassen.
00:06:07: Das fällt alles unter den Tisch.
00:06:09: Warum macht er das?
00:06:11: Ich würde mal sagen, er will vor seinem Chef gut dastehen.
00:06:16: Und dann endet diese Überführung.
00:06:18: Wir schauen Sie uns noch an.
00:06:19: Apostelgeschichte, Dreiundzwanzig, die letzten drei Verse, einunddreißig bis dreihunddreißig.
00:06:25: Die Soldaten nun nahmen, wie ihnen befohlen, war den Paulus und führten ihn bei Nacht nach Antipatris.
00:06:31: Antipatris liegt so auf halber Strecke zwischen Jerusalem und Caesarea ungefähr.
00:06:37: Am folgenden Tag aber ließen sie die Reiter mit ihm fortziehen und kehrten nach dem Lager zurück.
00:06:43: Und als diese nach Caesarea gekommen waren, übergaben sie dem Stadthalter den Brief und führten ihm auch den Paulus vor.
00:06:50: Und damit findet die reine Überführung der Verwaltungsakt, der findet an der Stelle sein Ende.
00:06:57: Erst mit allen Soldaten alle Vierhundertsiebzig bis Antipatris und dann die einen gehen wieder nach Hause und die Reiterei zieht bis zur Mittelmeerküste nach Caesarea weiter.
00:07:09: Und dann wird der Gefangene plus der Brief dem Stadthalter Felix übergeben.
00:07:15: Bis dahin unser Text.
00:07:17: Frage, was machen wir damit?
00:07:20: Das scheint ja nicht so recht ein Text zu sein, der mit uns persönlich irgendetwas zu tun hat.
00:07:26: Und doch denke ich, da gibt es ein Thema, mit dem wir uns vielleicht doch oder mehr von uns, wir werden das sehen im Lauf der Predigt und im Lauf dessen, was noch kommt.
00:07:36: Vielleicht gibt es da etwas, womit wir uns doch mehr identifizieren können, als uns das manchmal lieb ist.
00:07:45: Denken wir nochmal kurz über diesen Brief nach.
00:07:49: Warum schreibt Claudius Lusias den Brief genauso, wie er ihn schreibt?
00:07:56: Und die Antwort ist ganz einfach.
00:07:58: Ich glaube, das würde jetzt auch keiner danebentippen.
00:08:02: Es geht ihm um seine Karriere.
00:08:04: Er schreibt den Brief.
00:08:06: so, dass er selber gut dasteht.
00:08:10: Und deshalb lässt er dieses ganze Unwissende, diese Fehleinschätzung, das lässt er unter den Tisch fallen.
00:08:18: Also worum geht es ihm nicht?
00:08:21: Es geht ihm nicht um Wahrheit.
00:08:23: Worum geht es ihm?
00:08:25: Es geht ihm um Imagepflege.
00:08:29: Und er benutzt jetzt diese Sache mit diesem komischen römischen Bürger, Paulus aus Tharsus, die benutzt er jetzt einfach, um selber seine Karriere voranzutreiben.
00:08:44: Und deswegen würde ich das Thema für unsere Predigt jetzt, wenn es um die Anwendung des Textes geht, ich würde das Thema gerne rüberziehen auf Ehre.
00:08:56: Ich möchte mit euch über Ehre reden oder genau genommen über die Frage Wessen, Ehre suche ich eigentlich mit meinem Leben.
00:09:07: Ist das die Ehre bei Gott?
00:09:12: Oder ist das die Ehre von Menschen?
00:09:15: Also vor wem will ich eigentlich gut dastehen?
00:09:20: Vor Gott?
00:09:22: Oder vor den Menschen, mit denen ich halt so tagtäglich zu tun habe?
00:09:27: Schule, Nachbarschaft, Arbeitsstelle, Kita.
00:09:31: Ja, wo auch immer.
00:09:33: Um wen geht's mir da eigentlich?
00:09:35: Der gute Claudius Lysias hat seine Entscheidung getroffen, aber die ist halt nicht gut.
00:09:41: Und deswegen dürfen wir uns kein Vorbild nehmen.
00:09:46: Ich möchte mit euch reden über das Thema Ehre vor Menschen.
00:09:50: Und ich steige mit einem Beispiel ein, das ist so offensichtlich klar und vielleicht in jeder Kinderbibel irgendwie auch drin.
00:10:02: Erster Samuel Kapitel Fünfzehn, da geht es um den König Saul.
00:10:08: Der König Saul führt Krieg gegen die Amalekiter.
00:10:12: Der Auftrag, den er bekommt, der klingt nicht nett, aus Rottung, und ich will da jetzt auch nicht viel drüber reden, warum die Amalekiter, nachdem sie vier, fünfhundert Jahre keine Buße getan haben, hier an der Stelle jetzt ausgerottet werden, bis hin zum letzten Esel und bis hin zum letzten Schaf, Es geht mir um Saul.
00:10:33: Es geht mir darum, wie der König Saul mit diesem Auftrag umgeht.
00:10:39: Erster Samuel Kapitel Fünfzehn Vers Neun.
00:10:42: Also wir wissen, Saul hat den Auftrag, alles auszurotten.
00:10:47: Und dann heißt es hier, dass er es nicht tut.
00:10:52: Aber Saul und das Volk verschonten.
00:10:56: Agak, das ist der König, und die besten Schafe und Rinder und die Tiere vom zweiten Wurf und Dilemma und alles, was wertvoll war, daran wollten sie nicht den Bannen vollstrecken.
00:11:07: Alles fieh aber, dass verachtet und schwächlich war, daran vollstreckten sie den Bannen.
00:11:13: Das war jetzt nicht ganz das, was Gott wollte, okay?
00:11:16: Frage, warum tut Saul das?
00:11:19: Also warum verschont er den König und die besten Viecher?
00:11:24: Naja, die Frage ist ziemlich interessant.
00:11:28: Die Frage ist interessant, weil die Tatsache, dass er das tut, kostet ihn sein Königtum.
00:11:35: Also er tut nicht, was Gott sagt und Gott nimmt ihm das Königtum weg.
00:11:42: Nach dem Krieg kommt der Prophet Samuel zu Saul und stellt ihn jetzt zur Rede.
00:11:50: Das liese ich euch mal vor.
00:11:51: Erster Samuel, fünfzehn, zwanzig bis dreieinzwanzig.
00:11:56: Und Saul antwortete.
00:11:58: Samuel, der wurde gerade zur Rede gestellt.
00:12:01: Ich habe der Stimme des Herrn gehorcht und bin den Weg gezogen, den der Herr mich gesandt hat.
00:12:06: Ich habe den König von Amalek hergebracht und an Amalek den Bann vollstreckt.
00:12:12: Aber das Volk hat von der Beute genommen Schafe und Rinder das Beste vom Gebannten, um es dem Herrn deinem Gott in Gilgal zu opfern.
00:12:22: Klingt ja nett, oder?
00:12:24: Ich habe schon irgendwie gemacht, was Gott wollte.
00:12:27: Also irgendwie.
00:12:28: Ja, wir haben nicht alles umgebracht, da sind ein paar Viecher übrig geblieben.
00:12:31: Aber eigentlich sind es ja nur die besten.
00:12:33: Und die sind ja auch nur dazu da, damit wir sie Gott opfern.
00:12:37: Also nicht, dass Gott das haben wollte.
00:12:38: Aber das ist zumindest die Erklärung.
00:12:42: Samuel aber sprach, hat der Herr so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorigt?
00:12:52: Sie, gehorichen ist besser.
00:12:55: als Schlachtopfer.
00:12:56: Aufmerken besser als das Fett der Wider, denn Widerspenstigkeit, also nicht tun, was Gott sagt, denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst.
00:13:13: Weil du das Wort des Herrn verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr König sein sollst.
00:13:24: Das passt gut heute in diesen Gottesdienst, oder?
00:13:28: Was ist das wichtigste für Älteste?
00:13:32: Genau, es steht hier.
00:13:33: Verwerft nicht das Wort Gottes.
00:13:35: Bleibt da dran.
00:13:37: Traut euch das.
00:13:38: Dann wird Gott zu eurem Dienst stehen.
00:13:41: Hier ist jemand, der das nicht tut.
00:13:43: Warum tut der das nicht?
00:13:50: Wir wollten die besten Tiere Gott opfern.
00:13:54: Und wir müssen uns das gut merken.
00:13:57: Egal wie gut unsere Erklärungen klingen, wenn wir ungehorsam oder widerspenstig sind.
00:14:07: Egal wie gut sie klingen, Gott will sie nicht hören.
00:14:13: Gott wird uns für unsere Widerspenstigkeit, für unser Widerstreben, er wird uns zur Rechenschaft ziehen.
00:14:20: Er hat uns ein Wort gegeben, damit wir uns dran halten.
00:14:25: Und jetzt wird es ganz spannend.
00:14:26: Eben noch dieses Ja, wir wollten das doch, wir haben es nur aufgehoben, um es zu opfern.
00:14:33: Jetzt schauen wir mal dahinter, was eigentlich Sache ist.
00:14:40: Hier, Erster Samuel, Fünfzehn vers Vierundzwanzig, Saul sagte zu Samuel, Ich habe gesündigt.
00:14:47: Stimmt, Saul?
00:14:49: Ich habe gesündigt, dass ich den Befehl des Herrn und seine Worte übertreten habe.
00:14:54: Denn ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme.
00:14:59: Merkt ihr, was wirklich Sache ist?
00:15:03: Der König bekommt den Auftrag Ausrottung.
00:15:05: Macht es irgendwie halbherzig.
00:15:07: Der Prophet kommt und sagt, was machst du da?
00:15:09: Dann kommt eine supergeistliche Erklärung.
00:15:12: Aber alles heiße Luft.
00:15:14: Was steckt dahinter?
00:15:16: Dahinter steckt einfach ein bisschen Menschenvorricht.
00:15:19: Das ist alles in Wahrheit.
00:15:22: Die Wahrheit hinter der Ausrede lautet, ich fürchtete das Volk und hörte auf seine Stimme.
00:15:31: Manchmal ist es so simpel.
00:15:34: Wir tun nicht, weil wir uns fürchten, aber nicht vor Gott, sondern vor Menschen.
00:15:39: Es ist so simpel oft, so simpel.
00:15:43: Und so heißt das in den Sprüchen, dass wir mal einen Lernvers für diesen Sonntag, also für alle die, die sagen, ich lerne jede Woche in den Bibelfers.
00:15:51: Der ist cool, den sollte man, den sollte man können.
00:15:53: Der ist wirklich nice.
00:15:55: Sprüche, neunundzwanzig, Vers, fünfundzwanzig.
00:15:57: Menschenvorricht.
00:15:59: Das heißt, wenn ich vor Menschen mehr Angst habe als vor Gott, Menschenvorricht stellt eine Falle.
00:16:05: Wer aber auf den Herrn vertraut ist in Sicherheit.
00:16:10: Wir müssen uns das gut merken.
00:16:11: Wir können nicht Gott gefallen und den Menschen.
00:16:14: Es geht nicht.
00:16:17: Wir können es nicht.
00:16:18: Und deshalb ist es wichtig, dass wir uns überlegen, für wen wollen wir leben.
00:16:23: Und dass diese Entscheidung, wenn wir morgens wach werden, dass sie noch gilt.
00:16:30: Dass wir uns jeden Morgen überlegen, für wen will ich leben.
00:16:33: Und dass die Entscheidung lautet, ich möchte in dieser Dunkelheit In der Dunkelheit dieser Welt, ich möchte für Gott leuchten.
00:16:44: Wenn wir anfangen, die Ehre bei Menschen zu suchen, dann ist das Gift für den Glauben.
00:16:53: Ich habe euch mal zwei Stellen von dem Herrn Jesus mitgebracht, wo er das seinen Gegnern sagt.
00:16:59: Wie gefährlich es ist, mehr auf das zu schauen, was Menschen von uns denken als auf Gott.
00:17:06: Johannes, fünf, vers, vierundvierzig.
00:17:08: Wie könnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmt und die Ehre, die von dem alleinigen Gott ist, nicht sucht?
00:17:16: Es geht nicht.
00:17:17: Du kannst nicht glauben, wenn Gott und das, was er über dich denkt in deinem Leben nicht das Wichtigste ist.
00:17:24: Es geht nicht.
00:17:26: Johannes, zwölf, vers, zweieinvierzig und dreienvierzig.
00:17:30: Dennoch aber glaubten auch von den obersten viele an ihn, doch wegen der Farisee bekannten sie ihn nicht.
00:17:37: Da sind Leute, die glauben, aber sie geben es nicht zu.
00:17:40: Wenn du sie fragst, glaubst du auch?
00:17:43: Nee, tue ich nicht.
00:17:45: Ja, warum, warum geben die das nicht zu?
00:17:48: Doch wegen der Farisee bekannten sie ihn nicht, damit sie nicht aus der Synagoge ausgeschlossen wurden, denn sie liebten die Ehre bei den Menschen mehr als die Liebe bei Gott.
00:17:59: Das ist Ihr Problem.
00:18:00: Ich liebe das, was Menschen über mich denken, ist mir wichtiger als das, was Gott über mich denkt.
00:18:06: Und wenn wir Jesus nachfolgen wollen, wenn da eine Ernsthaftigkeit dahinter sein soll, dann müssen wir tatsächlich damit aufhören, müssen damit aufhören, Menschen gefallen zu wollen.
00:18:17: Menschenvorricht stellt eine Falle.
00:18:20: Da kommst du nicht wieder raus am Ende.
00:18:22: Menschenvorricht verhindert, Menschenvorrichte behindert, glauben, und leben mit Jesus.
00:18:32: Und deswegen, wer mit Gott leben will, der muss sich vor Menschen vor ich den Acht nehmen.
00:18:40: Galata I, Vers.
00:18:42: Zehn.
00:18:43: Paulus fragt, denn rede ich jetzt Menschen zu Liebe oder Gott?
00:18:49: Da hat er vorher ein kritisches Thema angesprochen und er fragt jetzt, warum glaubt ihr, dass ich das jetzt hier schreibe?
00:18:56: Menschen zu Liebe oder Gott?
00:18:58: Oder suche ich Menschen zu gefallen?
00:19:01: Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht.
00:19:06: Merk dir, wir müssen uns entscheiden an der Stelle.
00:19:10: Wem will ich gefallen?
00:19:13: Und wenn du sagst, ich bin Christ, wenn du sagst, ich finde meine Identität in Christus, dann musst du an der Stelle aufhören, damit Menschen gefallen zu wollen, dann geht das nicht mehr.
00:19:28: Vor allem, wenn unsere Menschen vorricht so wie bei Saul, uns dahin bringt, dass wir dann Gottes Gebote missachten und übertreten.
00:19:39: Ich hoffe, dass uns das klar ist.
00:19:42: Wir wollen Gott gefallen und eben gerade nicht den Menschen.
00:19:52: Vielleicht noch eine Stelle, um das aus dem neuen Testament zu zeigen, die ich großartig finde, wo Paulus diesen Aspekt, und das schreibt er natürlich im Blick auf sich, im Blick auf sein Apostelamt.
00:20:03: Aber das gilt für jeden Einzelnen von uns.
00:20:07: Da heißt es in Erster Thessalonischer II, Vers.
00:20:10: IV, sondern, wie wir von Gott tauglich befunden worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, so reden wir, jetzt haben wir es wieder, nicht um Menschen zu gefallen, sondern Gott, der unsere Herzen prüft.
00:20:27: Gott ist der, der Dein Herz darauf hin prüft, ob Du es ernst meinst.
00:20:33: Und Paulus sagt, ich weiß das.
00:20:35: Und deshalb reden wir so, dass wenn Gott sich unser Herz anschaut, er sagen kann, checker.
00:20:42: Ja, mein Mann, meine Frau, checker.
00:20:46: Mit dem und mit der kann ich was anfangen.
00:20:51: Vers fünf.
00:20:53: Denn weder sind wir jemals mit schmeichelnder Rede aufgetreten, wie ihr wisst, noch mit einem Vorwand für Habsucht.
00:21:00: Gott ist Zeuge.
00:21:01: Noch suchten wir Ehre von Menschen.
00:21:04: Weder von euch, noch von anderen.
00:21:09: Wir suchen nicht die Ehre von Menschen.
00:21:10: Wir brauchen nicht den Applaus und wir brauchen nicht die Anerkennung der Menschen.
00:21:16: Dafür leben wir nicht.
00:21:19: Und ich möchte das auch sagen, wir haben aber auch kein Problem damit.
00:21:22: Wenn wir Erfolg haben und wenn ausnahmsweise alle uns mögen, nehmen wir auch mit.
00:21:29: Der Punkt ist nur, dass wir für den Erfolg und für den Applaus dafür, dass Menschen uns wohlgesonnen sind, uns respektieren.
00:21:40: Dafür opfern wir eben nicht die Claudius Lusias, wir opfern nicht die Wahrheit.
00:21:47: Soweit die Theorie.
00:21:49: Ich mache mal Folgendes.
00:21:50: Ich mach mit euch ein kleines Spiel.
00:21:52: Ich stell euch mal drei kleine Szenarien vor, okay?
00:21:55: Völlig hypothetisch.
00:21:57: Ich hab niemanden im Blick.
00:21:58: Ich hab mir die von JetGPT erstellen lassen, damit es wirklich völlig neutral ist.
00:22:03: Drei Szenarien, wie sie vorkommen könnten.
00:22:07: Erstens.
00:22:08: Ein christlicher Arteilungsleiter soll einen Nachhaltigkeitsbericht unterschreiben.
00:22:13: Die Zahlen stimmen, aber sie täuschen ein besseres Bild vor, als es in Wirklichkeit ist.
00:22:20: Die Firma will gut dastehen.
00:22:22: Und wer mitmacht, hat karriere Chancen.
00:22:26: Der Leiter spürt, wenn er ehrlich ist, wird es nicht gut ankommen.
00:22:31: Er steht in einem inneren Konflikt.
00:22:33: Hält er an Gottes Wahrheit fest?
00:22:36: Auch wenn ihn das vielleicht die Beförderung kostet?
00:22:41: Szenario zwei.
00:22:43: Eine christliche Lehrerin wird von ihrem Kollegium auf ihre Meinung zu Genderfragen angesprochen.
00:22:51: Ja, für sie gibt es Mann und Frau.
00:22:54: Sie merkt aber, wenn sie das offen sagt, dann wird sie vielleicht anecken.
00:22:59: Dann gilt sie vielleicht als intolerant, als rückständig.
00:23:02: Und sie spürt innerlich den Druck, soll ich zu meinen biblischen Überzeugungen stehen?
00:23:08: Oder soll ich lieber um den heißen Brei herumreden und nicht sagen?
00:23:14: Ein drittes Szenario.
00:23:17: Ein christlicher Jugendlicher ist Teil einer Sportmannschaft.
00:23:21: In der WhatsApp-Gruppe werden regelmäßig anzügliche Videos, Witze und Sprüche geteilt.
00:23:27: Er fühlt sich unwohl damit, aber er sagt nichts.
00:23:31: Stattdessen leigt er mit, um nicht als Außenseiter da zu stehen.
00:23:36: Er weiß, wenn er sich klar positioniert, verliert er den Anschluss an die Gruppe.
00:23:45: Sein Gewissen verurteilt ihn für das, was er tut, aber er möchte dazu gehören.
00:23:51: Und in ihm steht diese Frage, wie weit passe ich mich an, um dabei zu sein.
00:23:57: Drei ganz simples Szenarien.
00:23:59: Ein Abteilungsleiter, eine Lehrerin, jemand, der Sport macht.
00:24:05: Und jetzt für euch die Frage.
00:24:10: Und wenn ich die Frage gestellt habe, möchte ich, dass die, die sich trauen, sich melden.
00:24:17: Nicht damit ihr euch outet, sondern damit ihr euch umblicken könnt, um zu sehen.
00:24:25: wie viele Leute es gibt, denen es genauso geht.
00:24:29: Okay?
00:24:30: Die Frage lautet, gab es in den letzten paar Wochen eine Situation, wo du nicht wirklich ehrlich warst, weil du gut dastehen wolltest, wo du dich angepasst hast, obwohl dir innen drin dein Glaube eigentlich etwas anderes gesagt hat.
00:24:51: Gab es so eine Situation in deinem Leben?
00:24:54: Und wie gesagt, Ihr dürft euch jetzt, wenn ich sage, melden.
00:25:00: Es geht nicht darum, dass ihr dann als die Dödel da steht.
00:25:03: Es geht darum, dass ihr euch umblickt und feststellt, da gibt es noch mehr, die sich an der Stelle manchmal schwer tun und manchmal weniger sagen und weniger zeugnishaft leben, als es ihnen eigentlich möglich ist.
00:25:21: Also nur die letzten paar Wochen.
00:25:24: Wer gehört alles in meine Gruppe?
00:25:28: Und nochmal, schaut euch um.
00:25:30: Es geht mir nur um einen Punkt.
00:25:32: Du bist mit diesem Thema nicht allein.
00:25:36: Das ist der Punkt.
00:25:37: Du bist nicht allein.
00:25:38: Du darfst ehrlich sagen, ah, ja, ah, das gehört ein Stück weiter zu.
00:25:46: Und ich möchte von den, wo sind die Ältesten?
00:25:49: Wer ist jetzt, Jungelteste das erste Mal dabei?
00:25:54: Ich weiß deinen Namen gerade nicht.
00:25:56: Hans?
00:25:58: Hans, laut von hinten einmal für die Gruppe beten bitte.
00:26:53: Amen.
00:26:54: Warum geht es mir heute?
00:26:56: Mir geht es darum, wir starten mit Claudius Lusias und seinem, sagen wir mal, geschönten Brief an den Stadthalter Felix.
00:27:07: Da ist einer, der die Vergangenheit umschreibt, um selber in einem guten Licht dazustehen.
00:27:13: Dann haben wir uns Saul angeschaut, weil der aus dem gleichen Grund sein Königtum verliert.
00:27:20: Er hat Angst vor Menschen und vergeht sich an Gott.
00:27:29: Dann haben wir ins Zentrum einen Vers gestellt, das war Sprüche, neunundzwanzig, fünfundzwanzig.
00:27:35: Den dürft ihr auswendig lernen.
00:27:36: Menschenvorricht stellt eine Falle, wer aber auf den Herren vertraut ist in Sicherheit.
00:27:42: Wie gesagt, ich meine das ernst, schreibt ihn wenigstens auf, hängt ihn euch irgendwo hin, um im Laufe der nächsten Woche noch ein bisschen drüber nachzudenken.
00:27:50: Nachzudenken warum?
00:27:53: Weil Jesus und weil Paulus darauf bestehen, dass ein solches Verhalten den Glauben kaputt macht.
00:28:04: Weil sie darauf bestehen, dass wir nicht Christus nachfolgen können und seine Jünger sein können, wenn es uns eigentlich noch darum geht, Menschen zu beeindrucken und das Wohlwollen und den Respekt von Menschen zu bekommen.
00:28:19: Und so habe ich euch zum Schluss sieben Reflektionsfragen mitgebracht.
00:28:24: Und ich möchte Sie euch vorstellen, Fragen, die ihr mitnehmen könnt in den Hauskreisen, mitnehmen könnt in euer Gebietsleben, mitnehmen könnt einfach in eure persönliche Reflektion, wenn ihr vor Gott steht.
00:28:37: Die Fragen lauten, wen will ich in meinem Leben beeindrucken?
00:28:41: Gott oder Menschen?
00:28:44: Welche Wahrheit verschweige ich, weil ich Angst vor Ablehnung habe?
00:28:52: Wo rede oder handle ich anders als ich glaube?
00:28:56: um dazu zu gehören.
00:29:00: Bin ich wirklich bereit, Nachteile in Kauf zu nehmen, um Christus treu zu bleiben?
00:29:07: Wo suche ich Anerkennung statt im Verborgenen treu zu sein?
00:29:14: Handle ich aus Überzeugung oder weil ich gut dastehen will?
00:29:19: Was motiviert mich so im Innersten, so zu leben, wie ich lebe?
00:29:25: Und der letzte Punkt, wenn nur Gottes Urteil zählt, was müsste sich in meinem Leben dann ändern.
00:29:34: Und wenn du jetzt hier sitzt und sagst, Jürgen ganz ehrlich, ich habe mich vielleicht nicht mal getraut zu melden, aber wenn ich das in Ruhe durchdenke, da ist Luft nach oben.
00:29:47: Da ist vielleicht auch manchmal ein bisschen was wie bei Claudius Lusias auf der Strecke geblieben in meinem Leben.
00:29:52: Wenn du jetzt hier sitzt und ein bisschen gedetscht bist, dann lass mich noch einen letzten Punkt sagen, der wichtig ist.
00:29:59: Gott ist ein Gott, der gerne vergibt.
00:30:02: Du darfst ihm aufrichtig bekennen, was in deinem Leben nicht oder noch nicht läuft.
00:30:10: Er hat überhaupt kein Problem damit, überhaupt kein Problem.
00:30:14: Das Einzige, was Gott nicht mag, ist dieses Versteckerites, wenn man Dinge nicht bekennt.
00:30:20: Damit das mag er nicht.
00:30:22: Gott ist ein Gott, der gerne vergibt, der uns täglich aufrichtet, der uns täglich durch seinen Geist neu, bevollmächtigen möchte, seine Zeugen zu sein.
00:30:32: Dazu bist du berufen und dazu will Gott dich gebrauchen.
00:30:37: Und deswegen machen wir jetzt drei Dinge.
00:30:39: Erstens, ich verabschiede mich von allen Zuhörern im Livestream.
00:30:45: Ihr seid herzlich eingeladen, nächste Woche wieder reinzuschauen.
00:30:49: Zweitens, wir singen ein Lied und die Band darf auf die Bühne kommen.
00:30:53: Und drittens, wenn das Lied vorbei ist, haben wir einen Moment der Besinnung.
00:31:01: Hier vorne stehen kleine Tische mit Teelichtern da drüben auch und dazu dann ein Feuerzeug.
00:31:10: Wenn du sagst, ich möchte symbolisch neu mich auf Gott ausrichten, ich möchte neu ein Zeugnis setzen dafür, dass mein Licht frisch in diese Welt hineinscheinen soll.
00:31:28: Wenn du sagst, ich möchte neu die Dunkelheit mit meiner Wahrheit erhellen, dann traue dich nach vorne zu kommen.
00:31:37: Geh an einen dieser Tische nach dem Lied.
00:31:39: Ja, es geht noch ein bisschen weiter so mit fairen Klängen.
00:31:43: Das werde dir mitkriegen.
00:31:45: Und dann ist genau der Punkt, wo du nach vorne gehst und sagst, ich möchte das jetzt vor Gott festmachen, symbolisch.
00:31:52: Ich zünde so eine Kerze an.
00:31:56: Und ich bringe damit vor der himmlischen Welt und vor mir selber und vor den Geschwistern zum Ausdruck, ich möchte so eine Kerze sein.
00:32:03: Ich möchte, dass mich nichts davon abhält, für Gott Zeugnis zu geben.
Neuer Kommentar