Sehnsucht nach Hoffnung

Shownotes

Diese Predigt befasst sich mit der Spannung zwischen unseren subjektiven Hoffnungen auf Sicherheit, Gesundheit oder Erfolg und der oft ernüchternden Realität. Anhand der Geschichte von Josef und Maria wird aufgezeigt, wie Gott menschliche Pläne durchkreuzt, um Raum für seine größere Geschichte zu schaffen. Die Predigt ermutigt dazu, falsche Sicherheiten loszulassen und Enttäuschungen als Einladung zu verstehen, sich ganz auf Gott zu verlassen, da wahre Hoffnung nicht in der Erfüllung irdischer Wünsche, sondern allein in der Gegenwart Gottes zu finden ist.

Transkript anzeigen

00:00:01: Ich weiß nicht, wie es euch ging, aber meine Hoffnungen wurden schon einmal geschenketechnisch so richtig enttäuscht.

00:00:11: Wer kennt das?

00:00:12: Wer hat schon mal was bekommen, was ihn so richtig enttäuscht hat?

00:00:16: Ja, ein paar Leute melden sich.

00:00:17: Wer traut sich mal was weiter zu geben?

00:00:19: Will mal jemand seinen Topflop?

00:00:21: Ja, da hinten, Jesse Maxner mit dem Mikro zu einer

00:00:23: gehen.

00:00:31: Es ist eine lustige Anekdote aus der Schule.

00:00:33: Wir haben im Collegium so einen Adventskalender und jeder, der mich eigentlich so oberflächlich kennt, weiß, dass ich ein Duschmensch bin und nicht gerne baden gehe.

00:00:42: Ich habe sämtlichste Badesalze

00:00:45: bekommen

00:00:45: und ich habe auch einen kleinen Kalender bekommen mit einem absolut kitschigen Stift.

00:00:51: weißer Kugelschreiber mit so einem riesigen künstlichen Diamanten oben drauf und es passt überhaupt gar nicht zu mir, aber es war total nett gemeint und ich überlege gerade an wen ich es weiterverstechen kann, damit das Geschenk wenigstens gewertschätzt wird.

00:01:07: Ich glaube die meisten von uns haben wahrscheinlich so die eine oder andere Sache mal bekommen.

00:01:13: Oder vielleicht als Kind, man hat sich keine Ahnung, die große Playmobil Ritterburg gewünscht und dann kam halt doch nur irgendwie ein kleines Set von Lego oder sowas.

00:01:20: Ich habe auch eine Geschichte für euch heute mitgebracht.

00:01:23: Die hat zwar nicht an Weihnachten stattgefunden, aber an meinem Geburtstag.

00:01:27: Und anders als man vermuten könnte, war ich auch kein Kind mehr, als ich so derbe enttäuscht wurde, sondern ich war zwanzig oder sowas.

00:01:34: Und mein Problem an dem Tag war, dass ich meinen Geburtstag irgendwann anders gefeiert hatte.

00:01:40: und ich an dem Tag also kaum Geschenke bekommen habe, bis auf von meinen Eltern.

00:01:46: Und die waren in dem Jahr, was sie sonst sind, nicht sonderlich kreativ und ich habe den Klassiker bekommen, Socken und ein Buch.

00:01:54: Und dem Erwachsenen Philipp oder vielleicht auch dem Kind im Erwachsenen Philipp, war das einfach zu wenig und ich war.

00:02:01: enttäuscht.

00:02:02: Dazu kam ein Konflikt mit meinem Vater, der sich an dem Tag so hoch geschaukelt hatte und fertig ist die Erinnerung an meinen schlechtesten Geburtstag, den ich bislang hatte.

00:02:13: Ich weiß, das ist so ein richtiges First World Problem, ja, der arme Philipp hat mit zwei Geschenke bekommen, Mimimi und so weiter, aber es lehrt uns doch eine wichtige Lektion.

00:02:26: Dass Enttäuschung relativ wenigste tun hat, mit objektiven Kriterien, aber sehr viel mit subjektiven Hoffnungen, die enttäuscht worden sind.

00:02:37: Und je höher die Hoffnung, desto größer das Potenzial der Enttäuschung.

00:02:44: Ich habe euch noch ein anderes Beispiel mitgebracht, was jetzt nichts mit Weihnachten und Geschenken zu tun hat, sondern mit Filmen.

00:02:49: Wer von euch hat denn interste Lage?

00:02:51: schaut?

00:02:53: Ein großartiger Film.

00:02:57: einer meiner Lieblingsresistöre und ich durfte den quasi auf großer Leinwand genießen kurz nachdem er rausgekommen ist.

00:03:04: Bloß hatte ich ein Problem.

00:03:05: Ich habe den Film gar nicht genossen.

00:03:07: Ich sitze in diesem Film und finde ihn irgendwie blöd.

00:03:11: Warum?

00:03:12: Weil ich paar Tage vorher in der Rezession gelesen hatte, dass es der großartigste Christopher Nolan Film ist, den es jemals gab.

00:03:19: und dann waren meine Erwartungen bis in uns ins Unendliche gesteigert.

00:03:23: und dann sitze ich in dem Film und war enttäuscht.

00:03:27: Und als ich ihn dann ein zweites Mal gesehen habe, dachte ich, boah, voll der gute Film.

00:03:32: Und ist er auch.

00:03:34: Ihr seht, meine Enttäuschung war nicht objektiv, sondern steht im Zusammenhang mit meinen subjektiven Erwartungen und Hoffnungen.

00:03:44: Und ich weiß, das sind sehr kleine Probleme, aber es sind halt meine kleinen Probleme.

00:03:49: Ich bin noch nicht so alt, ich habe vielleicht noch nicht so viel erlebt wie manch anderer, aber sicherlich kennt ihr auch Situationen, in denen ihr riesige Hoffnungen hattet, die dann bitterlich enttäuscht worden sind.

00:04:02: Vielleicht hat er eine oder andere einen Sprung in die Selbstständigkeit gemacht oder einen Berufswechsel oder hat gegründet, in der Hoffnung endlich sich entfalten zu können, endlich finanzielle Freiheit zu haben.

00:04:14: Und dann kam es ganz anders.

00:04:16: Man rutscht vielleicht ab in die Privatinservenz.

00:04:19: Das Unternehmen gibt Pleite.

00:04:21: oder der neue Arbeitgeber oder was das ich was.

00:04:24: Vielleicht hatte Der eine oder andere von den Älteren unter uns sehr große Hoffnungen an die Wände und hat gehofft, dass endlich der wirtschaftliche Aufschwung kam.

00:04:33: Und er kam auch, aber nicht für euch.

00:04:36: Und auf DDR folgten mehrere Jahre oder Jahrzehnte Arbeitslosigkeit.

00:04:42: Vielleicht hat der eine oder andere geheiratet, oder es in eine Beziehung eingegangen, um endlich glücklich zu werden, nur um zu erleben, dass der Partner gar nicht glücklich machen kann.

00:04:53: Vielleicht gibt es ein paar Leute unter uns, die früher richtig sportlich waren, wo Sport das Leben war und plötzlich kam der Kreuzbandriss.

00:05:02: Vielleicht gibt es Menschen unter uns, die darauf vertraut haben, dass ihre Familie immer hinter ihnen stehend und dann lassen sich die Eltern scheiden oder vielleicht der eigene Partner.

00:05:14: Vielleicht gibt es Menschen, Die haben ihr Leben lang hart gearbeitet und die haben sich so richtig auf die Rente gefreut und die haben gesagt, boah, jetzt fängt das Leben erst richtig an und ich hab den Plan und ich hab den Plan und ich hab den Plan.

00:05:26: Und dann kam alles andere, dann kam alles anders, weil die Gesundheit nicht mehr mitgemacht hat.

00:05:31: Der Partner ist vielleicht gestorben oder die sitzen natürlich jetzt nicht unter uns, aber vielleicht kennt ihr Menschen, die selbst kurz vor oder nach Renteneintritt verstorben sind.

00:05:40: Und alle Träume, die sie an ihr Lebensende hatten, sind geplatzt.

00:05:46: Vielleicht habt ihr schon mal gebetet um Heilung und Gesundheit und Gott hat das Gebet nicht erhört, obwohl ihr zu hundert Prozent davon überzeugt war, dass er heilen wird, obwohl ihr den Glauben hattet, dass er heilen wird.

00:06:01: Und ich glaube, das sind so die großen Themen, die großen Hoffnungen, die manchmal platzen und hinterher ist nichts mehr, wie es vorher war.

00:06:13: Und wir wollen wir an jedem Sonntag in der Adventszeit und darüber hinaus uns eine Person heute anschauen aus der Weihnachtsgeschichte.

00:06:22: Und die Person, um die es heute geht, ist ein bisschen unterrepräsentiert.

00:06:26: Die ist nicht so ganz der Main Character, aber das ist auch nicht so schlimm, weil die auch nicht ganz so wichtig ist für die Gesamtgeschichte.

00:06:34: Aber trotzdem macht diese Person einiges durch in der Weihnachtsgeschichte.

00:06:40: Und es geht heute um Josef und um seine Hoffnung, beziehungsweise um seine Sehnsucht nach Hoffnung, Perspektive und Zukunft.

00:06:49: Und wir tauchen eine in die Geschichte, in Matthäus Kapitel I, fürs Achtzehn.

00:06:58: Es folgt die Geschichte der Geburt von Jesus, dem Messias.

00:07:03: Seine Mutter Maria war mit Josef verlebt, verlobt.

00:07:07: Da stellte sich heraus, dass Maria ein Kind erwartete, obwohl sie noch nicht miteinander geschlafen hatten.

00:07:13: Sie war durch den heiligen Geist schwanger geworden.

00:07:16: Josef, der schon als ihr Ehemann galt, war ein gewissenhafter und gottesfürchtiger Mann.

00:07:21: Er nahm sich deshalb vor, den Ehevertrag stillschweigend rückgängig zu machen, um sie nicht bloßzustellen.

00:07:29: Während er sich aber noch Gedanken darüber machte, erschien er beim Engel des Herrn im Traum.

00:07:35: Josef sagte er, du Sohn Davids, zögere nicht, Maria als deine Frau zu dir zu nehmen.

00:07:41: Denn das Kind, das sie erwartet, stammt vom heiligen Geist.

00:07:45: Sie wird einen Sohn zur Welt bringen, den du, Jesus, Retter nennen sollst.

00:07:50: Denn er wird sein Volk von Sünden retten.

00:07:53: Das alles ist gescheben, damit er in Erfüllung geht, was der Herr durch den Propheten angekündigt hat.

00:07:59: Seht, das unberührte Mädchen wird schwanger sein und einen Sohn zur Welt bringen, dem man Immanuel nennen wird.

00:08:05: Immanuel bedeutet, Gott ist mit uns.

00:08:08: Als Josef aufwachte, befolgte er, was der Engel des Herrn ihm aufgetragen hatte und holte seine Frau zu sich.

00:08:14: Er schlief aber nicht mit dir, bis dieser Sohn geboren war, den er Jesus nannte.

00:08:19: Wir lesen relativ wenig über das emotionale Eigenleben des Josefs.

00:08:26: Aber ich glaube, wir können uns trotzdem relativ gut in ihn hineinversetzen.

00:08:31: Stellt euch vor, du bist verliebt in die Liebe deines Lebens.

00:08:37: Und ihr seid verlobt und werdet bald heiraten.

00:08:40: Und du, ja jetzt müssen sich alle Frauen meinen, die Rolle des Mannes versetzen.

00:08:43: Ja, du Baust das Haus, in das ihr gemeinsam ziehen werdet.

00:08:49: Und es fällt dir auch leicht.

00:08:50: Du bist ja schließlich Bauhandwerker und hast es drauf.

00:08:53: Sollte also bestimmt besser klappen, als bei deinem Nachbarn, der Bäcker ist.

00:09:00: Und voller Sehnsucht erwartest du die Hochzeit.

00:09:05: Dann endlich verheiratet.

00:09:07: Dann endlich zusammenziehen.

00:09:09: Dann endlich ein paar für immer, bis der Tod euch scheidet.

00:09:14: Dann endlich eins werden.

00:09:15: dann endlich Familie gründen.

00:09:17: Und jeder, der verheiratet ist oder entsprechende Filme schaut, der kennt dieses Gefühl.

00:09:22: Der kann sich wahrscheinlich in Joseph hineinversetzen, in all diese Hoffnungen und in die großen Träume.

00:09:28: Und dann kommt deine angebetete eines Tages dich besuchen und sagt, Joseph, ich muss dir was erzählen.

00:09:36: Ich bin schwanger.

00:09:39: Und Joseph weiß eine Sache.

00:09:41: Er ist nicht der Vater.

00:09:44: Er kann es nicht gewesen sein.

00:09:46: Er hat Maria noch nicht einmal angefasst.

00:09:49: Es steht dreimal im Text drin, dass Maria Jungfrau war.

00:09:52: Und statt dass sich Maria entschuldigt oder das irgendwie als einmaligen Fehler darstellt, erklärt sie ihm, dass Gott der Vater sei.

00:10:03: Sorry, aber was ist das für eine bescheuerte Ausrede?

00:10:06: So aus Josef's Perspektive.

00:10:08: Wer glaubt denn so was?

00:10:10: Wer glaubt denn so was?

00:10:11: Das gab es noch nie, dass Gott ein Kind gezeugt hat.

00:10:15: Und in Josef macht sich eine Mischung aus Unglaub, Fassungslosigkeit, Verletztheit, Zorn und Verzweiflung breit.

00:10:24: Und das letzte Fünftchen Hoffnung, dass das Ganze nur ein richtig, richtig schlechter Witz war, stirbt, als Maria zum dritten Mal vermutlich längst auch unter Tränen beteuert, dass sie wirklich schwanger ist und dass Gott der Vater ist.

00:10:40: Da steht alles nicht im Bibeltext, aber so oder so ähnlich muss es doch abgelaufen sein.

00:10:45: Denn was drin steht, ist, dass Josefs Marias Erklärung nicht glauben kann, denn er überlegt sich, von Maria es sich wieder trenn zu lassen auf eine Art und Weise, dass es möglichst wenig Gerede gibt unter den Menschen.

00:10:58: Und letzte Woche ging es ja um Marias Reaktion auf ihre Schwangerschaft.

00:11:02: Und was das für sie bedeutet hat, ja, ihre Sicherheit aufzugeben und den guten Ruf und die Anerkennung usw.

00:11:08: Aber in dem Moment, als Maria ihrem Verlobten erzählte, dass sie schwanger sei, musste auch Josef alles Mögliche aufgeben.

00:11:16: seine ganze hoffnung seine zukunft seine lebensperspektiven alles futsch sein traum von seiner traumfrau seine hoffnung auf ein gemeinsames leben bis zum tot alles wie er sich die zukunft ausgemalt hat alles kaputt.

00:11:35: und vielleicht hat der ein oder andere von euch das er auch mal erlebt das auf einmal der partner der job die gesundheit vielleicht sogar ein kind weg war.

00:11:45: und plötzlich ist alles anders.

00:11:48: Plötzlich ergibt die ganze Zukunft keinen Sinn mehr.

00:11:52: Plötzlich gibt es für Hoffnung keinen Platz mehr.

00:11:57: Was macht man dann?

00:12:00: Verzweifeln?

00:12:02: Was eigentlich unbedingt macht?

00:12:04: ein härter Moment und einfach weitermachen?

00:12:07: Verlauter Lähmung, gar nichts machen und wochenlange auf der Couch sitzen und TikTok oder Fernseher schauen, je nachdem wie alt man ist?

00:12:16: Versuchen zu retten, was noch zu retten ist?

00:12:20: Ich glaube, es hat Josef gemacht.

00:12:22: Er wollte diese verzwickte Situation irgendwie so auflösen, dass der Schaden minimal bleibt.

00:12:28: Ja, die Verlobung lösen, sodass es keiner mitbekommt, dass Maria vielleicht einfach bei ihren Eltern das Kind großziehen kann oder bei dem Kindsvater.

00:12:37: Und er selbst, na ja, erst mal weiter Häuser bauen.

00:12:40: Das Leben muss ja schließlich weitergehen.

00:12:42: Und dann, dann spricht Gott.

00:12:49: Und wenn Gott spricht, dann ist das nicht so, wie wenn ich zu euch spreche.

00:12:53: Dann ist das nicht so, wie wenn irgendein anderer Mensch zu euch spricht.

00:12:58: Wenn Gott spricht, ändert sich nämlich alles.

00:13:02: Wenn Gott in die Finsternis spricht, es werde Licht.

00:13:05: Dann leuchten plötzlich Milliarden von Sterne, die vorher nicht existiert haben.

00:13:10: Wenn Gott spricht, lasse Rust komme raus, dann leben plötzlich wieder Zellen und ganze Organe und der komplette Mensch, der schon vorher vier Tage tot war.

00:13:20: Gott ist allmächtig und weil er allmächtig ist, muss alles, was existiert und was nicht existiert, seinem Wort gehorchen.

00:13:30: Wenn Gott spricht, dann entstehen Atome und Moleküle, Sternen und Planeten, dann fangen Naturgesetze an zu gelten und Naturkonstanten wagen sich nicht mehr zu verändern.

00:13:40: Wenn Gott spricht, dann entfalten sich Raum, Zeit und Materie.

00:13:44: Und wo vorher nichts war, gibt es plötzlich ein etwas.

00:13:48: Und wo vorher tot war, gibt es jetzt Leben.

00:13:52: Wenn Gott spricht, dann ändert sich alles.

00:13:57: Und dann ändert sich nicht nur alles für das Universum, sondern ändert sich auch alles für einen persönlich.

00:14:06: Josef, am Abend noch verzweifelt, völlig am Ende, hoffnungslos, zukunftslos, perspektivlos, schläft ein, vielleicht voller Ermattung unter Tränen und dann spricht Gott zu ihm im Traum und es ändert sich alles.

00:14:26: Wo vorher Unglaube war, glaubt er plötzlich, dass Maria die Wahrheit sagt und dass Gott der Vater des Kindes sei.

00:14:33: Wo vorher Scheidung war, gibt es jetzt wieder Beziehung.

00:14:36: Wo vorher Perspektivlosigkeit war, gibt es jetzt Perspektive und Zukunft für sein Leben und für seine Beziehung zu Maria.

00:14:44: Wo vorher Verzweiflung war, dass er einfach nicht wusste, was richtig ist und was zu tun ist, hatte jetzt einen Plan und weiß genau, was er zu tun hat.

00:14:54: Gott Gehorsam sein, indem er Maria als Frau nimmt, egal was irgendwelche Leute dazu sagen.

00:15:01: Und stell dir vor, Dieses allmächtige Wort, das das Universum in seiner Existenz rief, spricht nicht nur in die Lehre des Raumes, sondern auch zu dir ganz persönlich in deine Lehre.

00:15:13: Sprach nicht nur damals in der Bibel zu Josef, sondern spricht auch heute ganz konkret zu dir.

00:15:21: Und ich weiß nicht, wonach du dich gerade sehnst, endlich wieder hoffen zu können.

00:15:26: Wo du enttäuscht worden bist, wo du vielleicht sogar verzweifelt bist.

00:15:31: Aber ich kann dir garantieren, wenn Gott spricht und du ihm zuhörst, dann wird sich alles ändern.

00:15:39: Dann gibt er dir wieder neue Hoffnung und neue Zukunft und eine neue Perspektive und einen Plan, wie es weitergeht.

00:15:49: Und Jessie hat das vor ein paar Wochen erlebt und das möchte sie euch heute erzählen.

00:16:01: Ich habe mich richtig gefreut, als Philipp mich gefreut hat, ob ich Zeugnis abgeben möchte, weil ich in der letzten Zeit was richtig hoffnungsvolles erlebt habe.

00:16:10: Also, ich habe seit ein paar Monaten total viel dafür gebetet, dass Gott mir zeigt, was sein Plan für mich ist, was ich machen soll.

00:16:20: Ich wollte studieren, aber ich wusste nicht was.

00:16:23: Und ich habe immer wieder dafür gebetet und irgendwie hat sich das dann so ergeben, dass ich in Psychologie einen Platz bekommen habe und dann hatte ich so ein Bewerbungsgespräch, wie das so abläuft und davor habe ich gebetet.

00:16:36: Gott, wenn es nicht dein Plan ist, dann will ich es nicht.

00:16:39: Also bitte lass es dann einfach nicht funktionieren, weil dann ist es nur noch doof.

00:16:42: Und dann hat es funktioniert und die haben mich angenommen.

00:16:46: Und das habe ich so hingenommen und dann habe ich den Vertrag unterschrieben und ich habe mich gefreut.

00:16:52: Und dann waren so drei Wochen noch bis zum Tag der offenen Tür, wo ich mir das erst angucken konnte, alles die Uni.

00:16:58: Und in diesen drei Wochen ist so viel Zweifel in diese Situation gekommen.

00:17:04: Ich habe überlegt, ist das überhaupt das, was Gott wirklich für mich möchte?

00:17:09: Habe ich das nicht richtig gehört?

00:17:10: Habe ich nicht richtig gebetet?

00:17:12: Und dann hat sich noch was anderes ergeben, eine Ausbildung und ich wusste einfach nicht, was soll ich jetzt machen?

00:17:19: Und dann wurde ich sehr naiv mit ihm und ich habe zu Hause Zeit mit ihm verbracht und habe gesagt, Gott, Wenn dieses Psychologie-Studium wirklich das ist, was du für mich möchtest, dann gib mir bitte irgendein Zeichen.

00:17:36: Ich möchte einfach wissen, dass ich in deinem Willen wandle.

00:17:40: Und dann habe ich vor meinem geistigen Auge so eine blaue Blume gesehen.

00:17:46: Und ich sage zu ihm, das klingt total komisch, aber ich sehe gerade eine blaue, vierblättrige Blume.

00:17:54: Und wenn du mir die zeigst, wenn ich bei diesem Tag der offenen Tür bin, dann weiß ich, dass das dein Plan für mich ist.

00:18:01: Und dann waren noch so zwei, drei Tage zwischen meinem Gebet und dem Tag der offenen Tür.

00:18:07: Und ich habe geschützt.

00:18:08: Ich dachte, was ist, wenn da keine blaue Blume ist?

00:18:11: Was mache ich dann?

00:18:12: Ist es dann nicht der Wille von Gott?

00:18:15: Oder will er es trotzdem?

00:18:16: und da will ich mich nur testen?

00:18:17: Und so habe ich immer nachgedacht und nachgedacht und ich war total, ich habe total viel gezweifelt.

00:18:24: Und dann bin ich am Tag der offenen Tür dahin und habe überall nach dieser blauen Blume gesucht.

00:18:28: Und dann habe ich so einen Apfel gesehen.

00:18:31: Und dann habe ich nur Blume gesehen, die aber rosa war.

00:18:35: Und ich habe mich so verrückt gemacht, ich habe wirklich die ganze Zeit gezweifelt.

00:18:38: Und dann stehe ich da, denke ich mir schon, ach du meine Güte, was mache ich jetzt?

00:18:42: Und dann schlage ich den Flyer auf und auf den Seiten man ganz viele kleine, vierblättrige blaue Blumen.

00:18:48: Und das hat mir so viel Hoffnung gegeben und ich habe mich so gesehen gefühlt in meiner Situation.

00:18:54: Es ist kein Gott, der sich nicht für uns interessiert, sondern einer, der wirklich Interesse hat an unseren individuellen Situationen.

00:19:12: Ihr seht, wenn Gott spricht, dann ändert sich alles.

00:19:16: Egal, ob er durch einen Engel im Traum spricht oder durch einen Grafikdesigner, der den Unifier mit blauen Blumen dekoriert.

00:19:23: Wenn Gott spricht, dann können wir neue Hoffnung und eine neue Perspektive finden.

00:19:30: Aber noch darüber hinaus schenkt Gott Josef noch etwas ganz anderes, etwas Tieferes.

00:19:39: Eine Zukunft, die viel besser ist, als Josef es sich ausgedacht hätte.

00:19:46: Gott schenkt ihm die Erfüllung der Verheißung.

00:19:49: Josef hatte ja nicht nur seine persönliche Hoffnung, Frau, zwei Kinder, Eigenheim, sondern auch eine universelle.

00:19:56: Josef und das ganze Volk Israel mit ihm, sie haben ja auf Erlösung gehofft.

00:20:01: Darauf, dass der Messias kommt, der verheißene Retter, um sie zu befreuen.

00:20:07: Und ganz konkret, um sie von der römischen Besatzungsmacht.

00:20:11: zu befreien.

00:20:12: Und Gott macht Joseph im Traum eine Sache klar.

00:20:16: Deine Hoffnung, ja die Hoffnung, die du nicht in eine persönliche Zukunft eines bürgerlichen Lebens gesetzt hast, sondern die Hoffnung, die du in mich als Gott gesetzt hast, wird nicht enttäuscht werden.

00:20:30: Die werde ich erfüllen und zwar werde ich sie über erfüllen.

00:20:36: Mein Sohn, also nicht meiner, sondern Gott spricht es Josef.

00:20:38: Mein Sohn, das Kind, das du groß ziehen wirst, mein Sohn ist der verheißene Retter.

00:20:45: Und er wird Israel nicht von den Römern erretten, sondern Israel von der Sünde erretten.

00:20:51: Er wird nicht die Beziehung zum eigenen Vaterland wieder herstellen, sondern er wird die Beziehung zu Gott wieder herstellen, der unser Vater ist.

00:20:59: Er wird nicht nur etwas irdisches erschaffen, ein neues freies Königreich Israel oder so, sondern er wird etwas Ewiges himmisches erschaffen, ein himmisches Reich frei von Sünde für jeden, der sich retten lassen möchte.

00:21:15: Und das beweist wieder einmal, was Gott versprochen hat, das muss er halten.

00:21:20: Warum?

00:21:22: Weil er allmächtig ist.

00:21:24: Und weil er allmächtig ist, muss ja alles, was er sagt, in Erfüllung gehen, weil die ganze Schöpfung seinem Wort gehorcht.

00:21:32: Und vielleicht gibt es ein Versprechen, was Gott dir einmal gegeben hat.

00:21:37: in das du einmal deine Hoffnung gelegt hast.

00:21:40: Aber dieses Versprechen hat sich nicht noch nicht erfüllt.

00:21:44: Dann lass dich an dieser Stelle erinnern, dass Gott seine Verheißungen einhalten wird, dass er das Versprechen erfüllen wird.

00:21:52: Halt dich daran fest, klammer dich dran.

00:21:57: Halt diese Zeit des Wartens noch aus und vertraue darauf, dass es sich lohnen wird, weil Gott dir das versprochen hat und er wird es erfüllen.

00:22:05: Einfach, weil er Gott ist.

00:22:09: Und ins Christen wird ja manchmal vorgeworfen, wir würden die Menschen auf die Zukunft vertrösten.

00:22:17: Ja, hier auf der Erde gibt es Verzicht, zum Beispiel Sonntags nicht ausschlafen zu können, habt ihr heute alle gemacht, ja, und immer brav schön zu spenden, aber dafür gibt es dann eine hinwillende Belohnung.

00:22:28: Und die Geschichte von Josef, die wir heute gelesen haben, beweist, dass es nicht so ist bzw.

00:22:35: Nicht nur.

00:22:36: Ja, natürlich motiviert mich meine ewige Zukunft, dass die Seitige heute nicht allzu wichtig zu nehmen.

00:22:43: Aber, und das ist die Moral der Geschichte, Gott vertröstet uns nicht auf die Zukunft, sondern er schenkt uns Hoffnung für heute.

00:22:52: Und genau das ist doch die Essenz von Weihnachten, oder?

00:22:55: Gott verspricht nicht, beziehungsweise nicht nur, dass er irgendwann auf die Erde kommen wird und alles wieder gut sein wird in ganz ferner Zukunft.

00:23:05: sondern Gott kommt in das heute der Erde.

00:23:09: In Josefs Verzweiflung und Perspektivlosigkeit, ja, in Jesse's Zukunftslosigkeit, in meine Verzweiflung, vielleicht auch in eure Verzweiflung.

00:23:21: Gott vertröstet Josef nicht auf die Zukunft, sondern er verändert seine Gegenwart, weil Gott ein Gott, der Gegenwart ist, der ihm jetzt und hier lebt.

00:23:32: Und wenn Jesus in dein Leben kommt, dann ändert sich alles.

00:23:36: Selbst, wenn sich erstmal nichts ändert.

00:23:40: Josef war ja immer noch mit einer Frau verlobt, die ein Kind trug, was nicht seins war.

00:23:45: Seine äußeren Umstände haben sich nicht verändert.

00:23:48: Aber in ihm war alles anders.

00:23:53: Gott spricht und alles ist anders.

00:23:55: Und plötzlich hat Josef eine neue Zukunft und eine neue Hoffnung.

00:23:59: Und ich möchte euch ermutigen, neu zu hoffen anzufangen.

00:24:03: vielleicht wieder zum ersten Mal seit Langem.

00:24:06: Ich möchte euch ermutigen zu erwarten, dass Gott in euer Leben spricht, ganz konkret zu euch persönlich durch etwas Unscheinbares für eine blaue Blume oder irgendetwas anderes.

00:24:19: Ich möchte euch ermutigen zu glauben, dass Gott nicht nur irgendwann einmal bei der Schöpfung oder in der Bibel gesprochen hat, sondern dass er heute noch spricht zu dir und damit zu rechnen, dass er alles ändern kann, wenn wir unsere Hoffnung auf ihn setzen.

00:24:35: Ich möchte noch für uns beten, ihr dürft dazu aufstehen.

00:24:42: Jesu, ich danke dir, dass du ein Gott bist, der lebt und er zu uns spricht und der Beziehung zu uns möchte.

00:24:49: Und dass du dir nicht zu schade bist, in unsere ganz kleinen Probleme einzutauchen und es neue Hoffnung zu schenken.

00:24:55: Aber ich danke dir auch, dass du in den ganz, ganz großen Problemen da bist.

00:24:59: Die über die man vielleicht nicht spricht in der Gemeinde, weil man irgendwie Angst hat, was andere Leute denken.

00:25:05: Die, die man irgendwie ganz tief in seinem Herzen vergraben hat.

00:25:08: Ich danke dir, dass du all diese Sachen siehst und du weißt, wer heute diese Ermutigung braucht und wer heute ein Wort von dir braucht.

00:25:17: Und ich möchte dich einladen zu sprechen, dass du wirklich in unsere Verzweiflung und Insel Leid und unsere Probleme sprichst.

00:25:26: Und ich möchte daran glauben, dass hinterher alles anders ist.

00:25:31: Amen.

00:25:34: Und ich habe noch zwei Einladungen an euch.

00:25:37: Erstens.

00:25:39: Für alle, die sagen, diese Predigt war heute für mich.

00:25:42: Ich bin genau an dieser Stelle mit während der Sache und ich habe keine Hoffnung mehr.

00:25:46: Ich möchte euch einladen nach dem Gottesdienst nach vorne zu kommen und für euch beten zu lassen.

00:25:51: Die Ältesten werden hier vorne sein und Parlaut aus dem Gebetsteam nehmt das in Anspruch.

00:25:56: Ich möchte euch einladen, falls ihr heute hier sitzt und sagt, ich habe es noch nie erlebt, dass Gott in meinem Leben gesprochen hat.

00:26:03: Ich glaube noch nicht mal an ihn oder vielleicht zweifle ich, ob es ihn gibt, dann möchte ich euch auch einladen nach vorne zu kommen und für euch beten zu lassen.

00:26:11: Und es ist vielleicht heute schon, vielleicht später zu erleben, dass Gott zu euch spricht.

00:26:19: Und meine zweite Einladung, die ist für jetzt ganz konkret, wir haben jetzt noch Reflexionsfragen.

00:26:24: Das machen wir auch immer in der Jugend, deswegen machen wir es heute auch im Jugendgottesdienst.

00:26:28: Dreht euch mal wieder um, also noch nicht jetzt, aber gleich zu den Leuten, mit denen ihr vorhin schon einen Kahut gespielt habt und redet so ein bisschen über enttäuschte Geschenke, Verzweiflung und neue Hoffnungen.

00:26:40: Und an dieser Stelle möchte ich auch den Livestream verabschieden.

00:26:43: schön, dass ihr mit dabei wart.

00:26:47: Und genau, ihr habt jetzt so zehn Minuten oder fünfzehn Minuten und viel Spaß beim Austauschen.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.