Sehnsucht nach Ruhe und erfülltem Leben
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00:00:03: Es geht um den Simeon, einer der Personen, die uns rund um die Weihnachtsgeschichte begegnen.
00:00:12: Ich durfte mich jetzt ein wenig damit beschäftigen in den letzten Tagen und Wochen und fand das total interessant.
00:00:20: Über manche Geschichten liest man ja so hinweg.
00:00:24: Es war damals schon lange Brauch in Israel, dass die Eltern eines neu geborenen Kindes mit ihrem kleinen Zeuglingen in den Jerusalemer Tempel gingen, um dort Gott einfach zu danken.
00:00:38: Man hat etwas geopfert.
00:00:41: Und das war so viel.
00:00:43: Also da kamen zum Teil am Tag hunderte junge Familien in diesem Tempel und ganz sicher sind Maria und Josef mit dem kleinen Baby da niemandem aufgefallen.
00:00:58: Aber gerade an diesem Tag, als die beiden dahin kamen mit Jesus, Da kam mit ihnen ein Mann in den Tempel, der tiefer sah.
00:01:07: Einer, der mehr wahrnehmen konnte als alle übrigen.
00:01:13: Dieser Simeon, er begegnet der jungen Familie und voller Freude, nimmt er dieses Kind auf seine Arme und er lobt Gott.
00:01:25: Als eines seiner letzten Bilder, manche von euch kennen es vielleicht, als eines seiner letzten Bilder, hat der flämische Maler Peter Paul Rubens im siebzehnten Jahrhundert diese Szene des Kreisen Simeon gemalt.
00:01:43: Kann man das erkennen vom Licht her?
00:01:48: Weihnachten ist ja von jeher eine Zeit der Freude und der Sehnsucht.
00:01:55: Simeon ersehnte sich seit langer Zeit schon nach Rettung, nach Ruhe, und nach der letzten Erfüllung seines Lebens.
00:02:06: Inzwischen war er nun alt geworden, sehr alt.
00:02:11: Simeon wusste, dass er nicht mehr lange zu leben hat.
00:02:14: und nun kurz bevor für ihn selbst der Vorhang fällt, da betritt die Hauptperson die Bühne.
00:02:22: Gewiss mit seinen irdischen Augen sieht Simeon nur einen Säugling.
00:02:28: Rubens hat das so schön dargestellt, in dem er dem Simeon ja hier eigentlich die Augen geschlossen hat.
00:02:35: Er war also wirklich aufgrund seines Alters schon, also hat Rubens es jedenfalls gesehen, er blindet, konnte nicht mehr sehen, aber mit seinen inneren Augen, mit seinen Glaubensaugen erkennt er in diesem Baby Gottesrettung für sein Volk Israel und für die ganze Welt.
00:02:57: Möglicherweise kommt dir das Spanisch vor und du fragst dich, wieso Rettung?
00:03:03: Rettung?
00:03:05: Wovor und wofür?
00:03:09: Wer soll wen retten?
00:03:12: An dieser Stelle greifen zwei Geschichten ineinander.
00:03:17: Die ganz normale politische Weltgeschichte und Gottes besondere Geschichte mit uns Menschen.
00:03:25: Weltgeschichte.
00:03:28: Ähnlich wie die Ostukraine heute unter der russischen Besatzung leidet, solit Israel damals unter den Römern.
00:03:38: Die Menschen hofften auf einen Retter, der das Volk von der römischen Besatzungsmacht befreit.
00:03:45: Ansonsten ging das Leben im alten Israel weitgehend seinen ganz normalen Gang.
00:03:52: Vieles war ähnlich wie heute.
00:03:55: Die meisten Leute warteten in dieser Zeit vermutlich auf überhaupt niemand, weil sie einfach viel zu sehr damit beschäftigt waren, ihren Alltag zu bestehen.
00:04:07: Aber heute wie damals gab es Menschen, Leute, die nicht nur irgendwie so ein bisschen religiös sind, sondern solche, die Gott ganz persönlich begegnet sind.
00:04:21: Und Simeon war einer von ihnen.
00:04:25: Obwohl Simeon ein Froma Jude war, obwohl er zu dem Volk gehörte, von dem die Bibel sagt, dass es von Anfang an Gottes ganz besonderes, auserwältes Volk ist, trotzdem wusste Simeon, dass er unmöglich aus sich heraus es schaffen könnte, nach Gottes Maßstäbe zu leben und seine guten Gebote zu halten.
00:04:52: Dies konnte ihm nur der verheißene Messias bieten.
00:04:59: Auf diesen Trost Israels musste Simeon warten, lange warten, bis in sein Greisenalter hinein.
00:05:08: Gewiss, Gott hatte es ihm versprochen, aber wie lange noch?
00:05:18: Aus gutem Grund machen sich Eltern ja oftmals viele Gedanken darüber, welche Namen sie ihrem Kind geben.
00:05:26: Das war im Altertum nicht anders.
00:05:30: Simeon, das bedeutet so viel wie Erhörung, beziehungsweise Gott hat erhört.
00:05:39: Gott hat erhört.
00:05:41: Dieser Name war Programm im Leben dieses nach außen hin völlig unscheinbaren Mannes.
00:05:49: Simeon redete mit Gott, Simeon rechnete mit Gott, Simeon wartete darauf, dass Gott sein Sehnen erfüllt.
00:06:02: Simeon, er hatte eine tiefe, unstellbare Sehnsucht danach, diesem Gott zu begegnen und den verheißenden Retter zu sehen.
00:06:12: Und nun, an diesem Tag ist es endlich soweit.
00:06:19: Als Maria und Josef mit dem kleinen Jesus-Baby plötzlich vor ihm stehen, da erkennt Simeon dieses kleine Jesuskind.
00:06:28: Das ist eben kein Säugling wie tausend andere.
00:06:32: In diesem Kind ist Gott selbst auf diese Welt gekommen.
00:06:40: Nun hat Simeon genug.
00:06:44: Alle Sorgen um die Zukunft seines Volkes Und aller Druck, der wegen der dunklen Gegenwart noch auf seiner Seele lastete, all das war auf einmal verschwunden.
00:06:56: Simeon wusste mit und durch dieses Kind, wird Gott viel, viel mehr tun, als nur die Römer aus dem Land zu vertreiben, was ja schon nicht wenig gewesen wäre.
00:07:09: Nein, mit diesem Kind wird Gott nun Frieden schaffen mit seinen geliebten Menschen.
00:07:20: Was für uns vermutlich gar nicht so besonders klingt, das war in Wirklichkeit absolut ungewöhnlich, dass ein former Jude über Rettung und Heil außerhalb von Israel spricht.
00:07:36: Die Worte von Simeon zeigen, dass er tatsächlich durch eine göttliche Offenbarung erkannte, dass dieses Jesuskind weit mehr als ein irdischer Retter für die Juden ist.
00:07:50: Nun habe ich das Heil bzw.
00:07:54: die Hilfe gesehen, die du Gott für alle Völker bereitet hast.
00:08:03: Aber Simeon sieht noch mehr.
00:08:06: Er sagt, an diesem Gottessohn werden sich von bald die Geister scheiden.
00:08:15: Die einen erkennen in ihm dankbar Gottesrettung und die anderen ärgern sich über ihn und lehnen ihn ab.
00:08:24: Das ist bis heute so.
00:08:28: Vielleicht wundern wir uns etwas über diese tiefe Erkenntnis von Simeon.
00:08:34: Wie konnte er all das wissen?
00:08:37: Gott selbst hat es ihm durch seinen Geist offenbart.
00:08:44: Aber was bedeutet diese Geschichte?
00:08:48: Und was hat sie mit uns zu tun?
00:08:55: Simeon sehnt sich nach Ruhe und nach einem erfüllten Leben.
00:09:02: Kommt ihr das bekannt vor?
00:09:05: Eine immer mehr sich steigende Sehnsucht sagt selbst, auf was warten wir im Leben?
00:09:12: nicht alles?
00:09:13: Wohin sehen wir uns?
00:09:16: Nach dem nächsten Urlaub?
00:09:19: Oh ja, vielleicht nach einer schönen Wohnung oder besser noch ein eigenes Häuschen?
00:09:28: Vielleicht ein sicherer Arbeitsplatz?
00:09:32: Ja bitte, eine glückliche Ehe, das wäre prima.
00:09:38: Gesundheit?
00:09:43: Und was ist mit unserer Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung?
00:09:47: Oh ja, das steht ganz oben.
00:09:53: Ich möchte hier nicht irgendwelche Klischees bedienen, aber ich habe schon den Eindruck, dass Reisebüros, Autohäuser, Shopping Malls oder auch nur der Amazon Warenkorb solche Sehnsuchtsorte für uns sein können.
00:10:12: Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass das glücklich macht, wenn ich mir zwischendurch mal was Schönes kaufe.
00:10:20: Wie dicht hätte Herbert Grönemeyer?
00:10:24: Ich kaufe mir was.
00:10:26: Kaufen macht so viel Spaß.
00:10:28: Ich konnte ständig kaufen gehen.
00:10:30: Kaufen ist wunderschön.
00:10:34: Also, kaufen macht glücklich.
00:10:39: Also jedenfalls am Einkaufstag.
00:10:43: Oder ... bis die Lieferung kommt.
00:10:47: Oder wenigstens in dem Moment, wo ich das ersehnte Teil anklicke und in meinen Warenkorb lege.
00:10:57: Wonach sehen wir uns.
00:11:00: Und wo kommt diese Sehnsucht eigentlich her?
00:11:05: Tatsächlich ist es gleich, wohin wir gehen und wen wir fragen.
00:11:10: Ob wir zu den Afrikanern, zu den Inuit oder den Chinesen gehen, ganz gleich, wie wir aussehen oder welche Weltanschauung wir haben, eint uns alle.
00:11:22: Wir tragen alle eine tiefe, unstellbare Sehnsucht, ein tiefes Verlangen nach Freude, nach Liebe, nach Frieden und nach einem erfüllten Leben in uns.
00:11:37: Und wir versuchen, diese Sehnsucht zu stillen mit kleinen und größeren Glückserfahrungen.
00:11:47: Vielleicht haben wir uns auch schon mal gefragt, wie kommt es eigentlich, dass diese Glücksgefühle meist so schnell wieder verschwinden.
00:11:58: Wie kommt es, dass noch so viele Käufe reisen an wunderschöne Orte, Besuche in leckeren Restaurants?
00:12:06: Wie kommt es, dass all diese Dinge meine Sehnsucht nicht stillen können?
00:12:12: Wie kommt es, dass wir nach jedem schönen Erlebnis, nach jedem neuen emotionalen Kick wieder etwas brauchen, das bei uns Glücksgefühl schafft?
00:12:24: Wie kommt es?
00:12:29: Wenn ich das so empfinde, könnte es sein, dass ich bisher vielleicht doch am falschen Ort gesucht habe, wenn die vermeintlich gestillte Sehnsucht doch so schnell wieder da ist.
00:12:49: Beruflich habe ich heute mit alt gewordenen Menschen zu tun.
00:12:54: Oft höre ich da, wie Seermann den schönen Erlebnissen seines Lebens nachtrauert.
00:13:00: Ich erfahre da zum Beispiel, wie sehr sich auch Achtzig und Neunzigjährige die verschiedenen Freudenmöglichkeiten aus jüngeren Jahren wünschen.
00:13:11: Und wie die abnehmende Kraft und Gesundheit nun all diese schönen Dinge verhindern.
00:13:19: Eine Achtzigjährige Frau sagte mir kürzlich, ich möchte so gerne noch mal Fünfzig sein.
00:13:26: Und mit meinem Mann, der jetzt leider nicht mehr lebt, tanzen gehen.
00:13:31: So gerne würde ich das nochmal machen.
00:13:34: Eine andere Frau an die neunzig, die fragte ich, anteilnehmend, ob ich vielleicht etwas für sie tun können.
00:13:44: Ich sage euch mit der Antwort, die ich dann bekommen habe, da habe ich nicht gerechnet.
00:13:49: Und ob sie etwas für mich tun können, Herr Legien, besorgen sie mir erst mal einen jungen Liebhaber.
00:13:56: Dann können wir weiter sehen.
00:14:04: Ich antwortete ihr, ich fürchte, dieser Wunsch übersteigt meine Möglichkeiten.
00:14:18: Ja, es klingt schon etwas bitter.
00:14:21: Aber diese Erfahrung zeigt, je näher wir dem Horizont unseres eigenen Lebens kommen, desto klarer erkennen wir, dass die verschiedenen Freuden, die mein Leben bewegt haben, auf einmal weg sind.
00:14:34: Aber unsere Sehnsucht nach Leben, nach Freude und Erfüllung, die bleiben bis zuletzt.
00:14:42: Unser Problem ist aber, dass die Freude unseres Lebens, machen wir mal einen ehrlichen Kassensturz.
00:14:52: Unser Problem ist, dass die Freude unseres Lebens angesichts unseres Lebens endes nicht durchhalten.
00:15:03: Aber Hand aufs Herz, was im Sterben nicht hält, das hat doch auch im Leben nicht gehalten, oder?
00:15:14: Es hat uns höchstens hingehalten.
00:15:19: Die Geschichte der Menschheit ist tatsächlich die Geschichte einer großen Sehnsucht.
00:15:27: Die Sehnsucht nach Liebe und Anerkennung, nach Frieden, nach Freude und so wie bei Simeon, die Sehnsucht nach Ruhe und nach einem erfüllten Leben.
00:15:40: Tatsächlich ist diese Sehnsucht in uns so und so weit, dass sie durch nichts und niemand in dieser Welt gestillt werden kann.
00:15:51: Ja, bedeutet das denn, dass letztlich alle Generationen mit ihrer ungestillten Sehnsucht ins Grab gehen müssen?
00:16:00: Nein.
00:16:02: Gott sei Dank, nein.
00:16:05: Die gute Nachricht für Menschen mit einer riesigen Sehnsucht finden wir nur ein paar Verse vor unserer Geschichte mit Simeon.
00:16:14: Jesus wird geboren und der Engel Gottes erscheint den Herden, die in der Umgebung von Bethlehem mit ihrer Herde draußen auf dem Feld lagerten.
00:16:24: Der Engel spricht zu ihnen, ihr braucht euch nicht zu fürchten.
00:16:29: Ich bringe euch eine gute Nachricht.
00:16:31: Ich bringe euch Freude.
00:16:34: Heute ist für euch, für euch, für dich der Retter geboren.
00:16:43: Die große Freude, von der wir an Weihnachten so viel hören, sie hat einen Namen.
00:16:49: Diese Freude ist eine Person, sie steht und fällt mit dem Mann, den sie als kleines Baby in eine Tierfutterkrippe legten und als erwachsenen Mann an ein Holzkreuz nagelten.
00:17:06: Nicht mit einem Ding haben wir es hier zu tun, sondern mit dem Schöpfer aller Dinge.
00:17:14: Nicht mit etwas, was vergänglich, sondern mit dem, der ewig ist.
00:17:20: Das ist der Anspruch des neuen Testaments und der ganzen Bibel.
00:17:27: Alle Sehnsucht dieser Welt kommt zur Erfüllung in ihn.
00:17:34: Der Kirchenvater Augustinus ist einer von denen, die das wussten.
00:17:39: Augustinus war als junger Mann kein Kind von Traurigkeit.
00:17:44: Augustinos war von einer riesigen Sehnsucht nach Leben getrieben und er hat buchstäblich nichts ausgelassen, um diese Sehnsucht zu stillen.
00:17:55: Seine Frommemutter Monika, sie hat über Jahre hinweg auf Knien für ihr Kind gefleht, bis zu dem Tag, an dem Gott ihrem Jungen persönlich begegnet ist.
00:18:11: Und unter dem Eindruck dieser Erfahrung sagt Augustinus nun, Unruh ist unser Herz, so lange bis es Ruhe findet Gott in dir.
00:18:25: Unruh ist unser Herz, so lange bis es Ruhe findet in dir.
00:18:36: An dieser Stelle möchte ich noch eine kleine Einschränkung machen.
00:18:40: Ich sagte vorhin, dass alle Menschen, alle Generationen diese Sehnsucht in sich tragen.
00:18:48: Das stimmt bis auf die erste Generation.
00:18:51: Die Bibel sagt uns, dass die ersten Menschen, die auf dieser Erde lebten, ohne Mangel, ohne Krankheit, ohne Sehnsucht in vollkommenem Glück in Gemeinschaft mit ihrem Schöpfer lebten.
00:19:05: Und zwar bis zu dem einen Tag, an dem sie Gott den Rücken kehrten.
00:19:12: An diesem Raben-Schwarzen-Tag zerbrach die enge vertraute Gemeinschaft mit ihrem Schapfer.
00:19:19: In diesem Moment wicht tiefes Glück einer vorher nicht gekannten Sehnsucht.
00:19:27: An diesem Tag kam Mühe, Krankheit, Schuld, Angst und letztlich auch der Tod.
00:19:38: Immer wieder höre ich, die Erklärung ist, Nicht Gott schickt uns Leid und Krieg und Krankheit.
00:19:52: Tatsächlich ist das alleine die Folge davon, dass wir Menschen am Anfang die Entscheidung getroffen haben, Gott, wir brauchen dich nicht.
00:20:02: Wir wissen ganz gut, wie es besser läuft.
00:20:05: Wir machen unser eigenes Ding.
00:20:11: Das Wunderbare ist diese Situation, die so schlimm war.
00:20:19: und diese so eine große, schwere Umwälzung auf dieser Welt geschaffen hat, diese Situation hat Gott nicht kalt gelassen, ganz im Gegenteil.
00:20:31: Es war für Gott ein riesiger Schmerz von Anfang an.
00:20:34: Die Bibel erzählt uns davon.
00:20:37: Die Bibel erzählt uns, dass Gott über Jahrhunderte und Jahrtausende unendlich viel unternommen hat, um uns seine geliebten Menschen zurück zu gewinnen, als letzten und größten Liebesbeweis.
00:20:59: Ja, wir können auch sagen, als das letzte Wort, was Gott zu seinen Menschen, die er selbst geschaffen hat, gesprochen hat, ist er am ersten Weihnachtsfest in seinem Sohn Jesus Christus auf diese Welt gekommen.
00:21:16: Und zuletzt, nach dreißig Jahren, hat dieser Jesus sein eigenes Leben für uns hingegeben.
00:21:26: Hast du das schon mehr erlebt?
00:21:27: Auf dieser Erde kennst du irgendein Menschen, der das tun würde, sein Leben für einen anderen hingeben?
00:21:37: Maximaler Liebesbeweis.
00:21:41: Mehr geht nicht.
00:21:43: In Jesus Christus reicht Gott uns die Hand und für jeden der sich ihm anvertraut, bleibt der Tod nicht das letzte Wort.
00:21:55: In Jesus schenkt Gott uns das ewige Leben.
00:21:59: Ein Leben in der Gemeinschaft mit unserem Schöpfer.
00:22:03: Ein Leben, das heute schon beginnt und in Ewigkeit nicht endet.
00:22:12: Die Wahrheit ist, Weihnachten gibt es nur aus einem einzigen Grund.
00:22:19: Weil der allmächtige Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, eine solch große Sehnsucht nach seinen geliebten Menschen hat.
00:22:30: Weil Gott eine solch große Sehnsucht nach dir hat.
00:22:40: Sie mir uns größter Wunsch und seine tiefste Sehnsucht sind an diesem Tag in Erfüllung gegangen.
00:22:48: Ich hoffe, dass du dich an Heiligabend über deine Geschenke freuen konntest.
00:22:53: Ist ja nicht immer so.
00:22:56: Oder sind Wünsche vielleicht nicht erfüllt worden?
00:23:01: Sind da noch Wünsche offen geblieben, weil man sie vielleicht auch gar nicht mit Geld kaufen kann?
00:23:10: Ich darf dich fragen, was wünschst du dir auch jetzt noch, wo Weihnachten wieder vorbei ist?
00:23:19: Wonach sehnst du dich?
00:23:23: Ich möchte dir das nicht einreden, aber kannst du dir vielleicht doch vorstellen, mit dieser Geschichte vom Simeon im Hintergrund dass die Sehnsucht in deinem Leben einfach nicht weggeht, weil du den, der alleine deine Sehnsucht stillen kann, einfach noch nicht getroffen hast.
00:23:49: Im vorderen Teil der Bibel kommt der weise König Salomo zu Wort.
00:23:55: Im Buch Prediger sagt er an einer Stelle, Gott hat die Ewigkeit in unser Herz gelegt.
00:24:03: Sagt selbst, ist es nicht so?
00:24:07: Krieg, Krankheit, Tod.
00:24:12: Immer wenn wir mit solch traumatischen Themen konfrontiert werden, dann spüren wir doch, das darf doch nicht wahr sein.
00:24:20: Hier ist doch etwas nicht so, wie es eigentlich sein sollte.
00:24:25: Es muss doch noch mehr geben als diese paar Jahre hier auf der Erde, die oft mit so viel Sorge, Angst und Anstrengung angefüllt sind.
00:24:34: Ist das wirklich alles?
00:24:36: Fragte mich neulich eine alte Frau?
00:24:41: Da muss doch noch irgendwas sein.
00:24:45: Genau.
00:24:49: Die Bibel sagt es, Gott hat uns nicht für sechszig, siebzig oder neunzig Jahre, sondern für die Ewigkeit geschaffen.
00:25:00: Ewigkeit meint nun nicht einfach eine ewig lange Zeit, sondern Ewigkeit ist ein Qualitätsbegriff.
00:25:08: Es geht um ein Leben mit einer übernatürlichen Freude und Erfüllung.
00:25:13: Und diese Freude, die finden wir nicht erst dann, wenn sie uns irgendwann zum Friedhof bringen, sondern diese Sehnsucht nach Leben, die wird erfüllt in dem Moment, in dem wir die ausgestreckte Hand, die Jesus uns auch heute noch reicht, in dem wir diese Hand ergreifen.
00:25:35: Lass es dir ganz persönlich sagen.
00:25:41: Er kam an Weihnachten nicht zuerst für tausend andere, die vermeintlich frömmer sind als du.
00:25:47: Nein, er kam für dich ganz persönlich, damit deine Sehnsucht sich erfüllt.
00:25:58: Damit deine Sehnsucht nach Leben sich erfüllt.
00:26:03: Ich möchte dir sagen, sei skeptisch.
00:26:08: Sei kritisch, wenn dir im Bereich Glaube und Kirche irgendjemand was verkaufen will.
00:26:15: Und sei es nur ein Heft von der Wachtturm-Gesellschaft.
00:26:20: Es ist nicht wirklich entscheidend, zu welcher Kirche du gehst, sondern ob du dort dem Begegnest, um den es einzig und alleine und zwar nicht nur an Weihnachten geht.
00:26:34: Wir freuen uns von Herzen, dass du heute da bist.
00:26:40: Aber in dieser Gemeinde wirst du niemals hören.
00:26:43: Nur wenn du zu unserer Kirche gehörst, dann bist du richtig.
00:26:50: Auch wenn du das vielleicht mal so gehört hast, Jesus ist kein Religionsstifter.
00:26:55: Dem Sohn Gott, das geht es von Anfang an nur um Beziehung.
00:27:00: Beziehung zwischen Gott und uns Menschen.
00:27:04: Deshalb kommt Jesus.
00:27:05: Wir haben es ja am Anfang auch dieses Gottesdienstes schon gehört.
00:27:08: Deshalb kommt Jesus auch nicht mit Forderungen und Erwartungen auf uns zu.
00:27:13: Nein, er schenkt sich selbst.
00:27:17: Ganz und gar.
00:27:19: Die Bibel ist voll wunderbare Aussagen über seine Sehnsucht nach uns Menschen.
00:27:23: Und zu lesen wir zum Beispiel im hinteren Teil der Bibel eine Aussage, die da heißt, darin besteht die Liebe.
00:27:33: Nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern, dass er uns geliebt hat und gesandt hat, seinen Sohn zur Vergebung für unsere Sünden.
00:27:46: Unglaublich, aber wahr.
00:27:51: Persönlich darf ich sagen, meine Sehnsucht nach Freude und Frieden hat sich erfüllt.
00:27:58: In dem Moment, als ich im Alter von zwölf Jahren Jesus mit ganz einfachen Worten gesagt habe, Herr Jesus, danke, dass du mich liebst.
00:28:13: Bitte vergib mir meine Schuld.
00:28:16: Führe mich und sei du ab heute der Herr meines Lebens.
00:28:25: Eines möchte ich nicht verschweigen.
00:28:28: Jesus hat versprochen, dass er noch einmal auf diese Erde wieder kommt.
00:28:33: Dieses Mal aber nicht als kleines Baby, sondern in Macht und Herrlichkeit, um all diejenigen zu sich zu holen, die ihm vertrauen.
00:28:46: Thema ungestillte Sehnsucht.
00:28:51: Möchte damit gewiss kein Mitleid erreden, aber beruflicherseits mussten wir als Familie die Erfahrung machen, wie es ist, mehrfach in Deutschland umzuziehen.
00:29:05: Einen Preis, den wir dabei gezahlt haben, ist, dass wir das schöne Heimatgefühl, das wir früher einmal gehabt haben, völlig verloren haben.
00:29:15: Ich sagte kürzlich zu meiner Frau auf einer Fahrt zum Gottesdienst, Steffi, die Gemeinde in Oberkrämer.
00:29:24: Das ist jetzt unser Zuhause.
00:29:31: Wenn ich das jetzt sage, hat das nichts mit irgendeiner Art von Todessehensucht zu tun, aber ich sage dir, was heute Mein größter Wunsch ist, mein größter Wunsch ist, einmal Jesus und seine liebevollen Augen zu sehen, um dann endlich wirklich nach Hause zu kommen.
00:30:01: hinein in eine wunderschöne Wohnung, von der die Bibel sagt, dass wir dort nie mehr ausziehen müssen.
00:30:15: Kann es sein, dass die Sehnsüchte deines Lebens letztlich darauf zielen, nach Hause zu kommen?
00:30:25: Hin zu dem Herrn, der dich erschaffen und erdacht hat, diesem Jesus zu begegnen, der dich so sehr liebt, wie dich kein Mensch jemals lieben kann.
00:30:45: Wenn du auch alles andere vergisst, was ich in dieser halben Stunde gesagt habe, ich möchte dich ermutigen, eine Frage in deinem Herzen zu bewegen.
00:30:57: Die Frage lautet hat das, worauf sich meine Sehnsüchte richten, noch irgendeine Bedeutung an dem Tag, an dem ich diese Erde verlassen werde.
00:31:13: Wofür lebst du?
00:31:18: Simeon, er hat das Ziel seines Lebens erreicht.
00:31:25: Er ist Gott begegnet.
00:31:28: Was ist das Ziel deines Lebens?
00:31:35: Amen.
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